Reych Nr. 125

Hoffensthal, Hans von

Unbekannt ·G-I

Beschreibung

Hoffensthal, Hans von Dr.
Titel: Himmelfahrt
Reych: Nr. 125 Pons Drusi (Bozen)
Geb.: 16.08.1877 in Maria Himmelfahrt am Ritten
Gest.: 07.12.1914 in Bozen

Volltext

südtiroler Arzt und Dichter Die Richterlaufbahn seines Vaters brachte häufige Übersiedlungen nach Meran, Brixen, Landeck und Innsbruck mit sich, doch war der Sommeraufenthalt stets am Ritten. Hoffensthal besuchte das Gymnasium in Meran, im Benediktinerkonvikt Kremsmünster und Innsbruck. 1896 begann er sein Medizinstudium in Innsbruck, absolvierte seine Militärpflicht, studierte danach ein Semester Kunststudium in München, setzte anschließend das Medizin-Studium fort und promovierte 1902 an der Universität in Innsbruck. 1903 - 1905 wirkte er als Neurologe an der dortigen Nervenklinik und danach ein Jahr in Bozen. Während des Sommers ließ er sich als Kurarzt auf der Mendel nieder. Aus gesundheitlichen Gründen gab er vorzeitig seine Praxistätigkeit auf und siedelte endgültig nach Maria Himmelfahrt in den „Anglerhof' über. Wegen seines Lungenleidens ging er als Schiffsarzt in den fernen Osten. China und Ceylon werden neue Stationen in seinem Leben. Er beschäftigte sich intensiv mit dem Buddhismus, kehrte aber wieder in die Heimat zurück, um dort die letzte Ruhe zu Seine besonderen Romane, die in melancholischen Färbungen vielfach eigene Lebensschicksale wiederspiegeln, waren „Maria Himmelfahrt" (1905), „Helene Laasen" (1906), „Das Buch vom Jäger Maart" (1908) und „Lori Graff', ferner „Hildegard Runs Haus", „Das dritte Licht", „Marion Flora" und „Das Herz im Walde". In seiner Erzählung „Marion Flora", die im Todesjahr erschienen ist, hat Hoffensthal auf Grund seiner medizinischen Erkenntnis die Krankheit genauestens geschildert, der er selbst erliegen musste. „Moj“, sein letzter Roman erschien an seinem Todestag. (Text: N.N. / Das Blaue Buch)
Quelle: Mediathek Schlaraffia Arnstadt