Beschreibung
Clementi, Muzio
Titel: Gradus ad Parnassum
Reych: Nr. 347 Welfia zue Buchhorn (Friedrichshafen)
Geb.: 23.01.1752 in Rom
Gest.: 10.03.1832 in Evesham
Volltext
italienischer Komponist, Pianist, Musikwissenschaftler Bereits im Alter von 6 Jahren erhielt Clementi Musikunterricht bei namhaften Lehrern, mit 9 Jahren wurde er als Organist angestellt und mit 12 Jahren komponierte er eine vierstimmige Messe und das Oratorium „Martirio de gloriosi Santi Guiliano e Celso“. 1766 wurde der Engländer Sir Peter Beckford auf den jungen Clementi aufmerksam und nahm ihn mit nach England, wo er ihm neben einer Schulausbildung auch Zugang zu Werken von Händel und Bach ermöglichte. 1774 zog es Clementi nach London, hier betätigte er sich als Pianist und Komponist und leitete mit großem Erfolg Aufführungen des King´s Theatre. Sein Ruf brachte ihm Auftritte vor Königin Marie Antoinette und Kaiser Joseph II. ein, der 1781 Clementi zu einem musikalischen Wetteifern mit Mozart zusammenführte. Auch, wenn Mozart Clementi wenig schätzte, verwendete er später eine seiner Melodien für die „Zauberflöte“. Zurück in England betätigte sich Clementi als Komponist, schuf Violin- und Klaviersonaten, trat als Klavierlehrer auf und war unternehmerisch als Klavierbauer und Musikverleger tätig. Auf seinen Reisen von 1802 bis 1810 traf Clementi mit Joseph Haydn und Ludwig van Beethoven Als Direktor der von ihm 1813 mitgegründeten Royal Philharmonic Society pflegte er einen regen Austausch mit anderen Komponisten und Pianisten. Von 1817 bis 1826 entstand eines seiner bekanntesten Werke, dem ais 100 Etüden bestehenden Unterrichtswerk „Gradus ad Parnassum“. Seine letzte Reise führte ihn an 1822 an das Gewandhaus in Leipzig, wo er einige Konzerte dirigierte. Von 1823 an blieb Clementi in England, doch seine freundschaftlichen Kontakte zu anderen Musikern wie Franz Liszt und Felix Mendelssohn-Bartholdy rissen nicht ab. Seinen Altersruhesitz fand Clementi auf seinem Landsitz in Evesham, wo er im Alter von 80 Jahren (Text: Rt. Koi (247))
Quelle: Mediathek Schlaraffia Arnstadt