Beschreibung
I. Konzil der deutschen Schlarafenreyche: ursprünglich Außerordentliche Sitzung der Delegierten der deutschen Schlaraffenreyche am 23. April 1933 in der „Pleißenburg“ der Lipsia (3). Dazu hatte die Berolina mit einem Sendboten vom 13. April 1933 eingeladen, Geführt von einem Fünferrat, der sich am T...
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I. Konzil der deutschen Schlarafenreyche: ursprünglich Außerordentliche Sitzung der Delegierten der deutschen Schlaraffenreyche am 23. April 1933 in der „Pleißenburg“ der Lipsia (3). Dazu hatte die Berolina mit einem Sendboten vom 13. April 1933 eingeladen, Geführt von einem Fünferrat, der sich am Tag zuvor zusammengefunden und eine Beschlussvorlage formuliert hatte. Er bestand aus den Rtt Funke und Candidus (Berolina), Pfifficus und Phisto (Lipsia) sowie Millex (Monachia). Anwesend: 89 Delegierte mit insgesamt 116 Stimmen. 21 Reyche waren weder durch einen eigenen noch durch einen bevollmächtigten anderen Delegierten vertreten. Millex allein erhielt die Stimme von weiteren 11 Reychen. Es wurden einstimmig folgende Beschlüsse gefasst. 1. Die Führung der reichsdeutschen Reyche durch die AllmutterPraga hat mit dem heutigen Tage aufgehört. 2. Mitglieder der einzelnen Reyche dürfen nur Männer sein, die arischer Abstammung sind, auf nationalem Boden stehen undsich die Pflege des Deutschtums zur Pflicht machen. 3. Die Reyche haben bis zur nächsten Delegiertenversammlungim September 1933 Bericht zu erstatten, ob die von der Regierunggewünschte Gleichschaltung durchgeführt ist. Die Versammlung stimmte ferner dem Antrag zu, bis zum nächsten, für November 1933 geplanten Konzil in Leipzig den „Fünferrat“ zu legitimieren und als „Statthalterei der deutschen Schlaraffenreyche“ einzusetzen. Nachträglich ist auch die .Sitzung“ vom 23.4.33 von der „Statthalterei“ als „Konzil“ bezeichnet worden. II. Konzil der deutschen Schlaraffenreyche: Mit seinem "Rundsendboten" vom 25.9.33 hat der "Geschäftsführende Ausschuß" dazu am 18./19.11.33 nach Leipzig eingeladen. Konzilsvorsitzender war Rt. Candidus (Berolina) vom jetzt nur noch vierköpfigen "Geschäftsführenden Ausschuß", dem außerdem noch die Ritter Pfifficus und Phisto (Lipsia) sowie Brutus (Monachia) angehörten. Rt. Millex war als NSDAP-Mitglied im Juni 1933, also noch vor dem Doppelmitgliedschaftsverbot, aus der Schlaraffia ausgetreten. Der offizielle "Bericht über das zweite deutsche Konzil des Bundes Deutsche Schlaraffia"(BDS) wurde veröffentlicht in "Deutsche Schlaraffen Zeitung" (nicht mehr "Zeyttung") Nr. 1 vom 15.1.1934. 89 Legaten sollen anwesend gewesen sein, die von 122 der damals noch bestehenden 132 Reyche bevollmächtigt waren. Förmlich beschlossen wurde auf dem "Konzil" die Herausgabe einer "Deutschen Schlaraffen Zeitung" sowie eines Mitgliederverzeichnisses aller deutschen Reyche, das jedoch nie erschien. Ohne förmlichen Beschluss nannte sich die der Allschlaraffia nicht mehr angehörende deutsche Schlaraffia seit diesem Konzil „Bund Deutsche Schlaraffia" (BDS) mit dem vom "Konzil" bestätigten "Bundesführer" Rt. Candidus (Hellmuth Unger) (Anpassung an das "NS-Führerprinzip"!). Ferner gab es nun einen "Führerring", bestehend aus den vier Rittern Pfifficus, Phisto, Brutus und Siegmaul (Lietzowia) mit dem Titel "Bundesoberschlaraffe", sechs "Bundesräten" und sieben "Vertrauensräten“. Die Schriftleitung aller Veröffentlichungen des BDS wurde Rt. Phisto übertragen. Das I. und II.Konzil werden bis heute in der Concilsliste der Allschlaraffia nicht erwähnt, da es einzig der Allmutter Praga vorbehalten war, ein "Concil" zu veranstalten.
Quelle: Lulupedia Import