Friedrich von Telramund der Große

Unbekannt ·Ritterbuende

Beschreibung

Ritterbünde Friedrich von Telramund der Große, profan Georg Giegold, Sasse des Wallensteiner Ritterbundes zue Norimberga. *19. im Christmond 1876 in Nürnberg. 1906 wurde er zum Ritter geschlagen und 1923 zum Großmeyster gewählt. Dieses Amt behielt er bis 1951, als er mit 75 Jahren seine Großmeysterk

Volltext

Ritterbünde Friedrich von Telramund der Große, profan Georg Giegold, Sasse des Wallensteiner Ritterbundes zue Norimberga. *19. im Christmond 1876 in Nürnberg. 1906 wurde er zum Ritter geschlagen und 1923 zum Großmeyster gewählt. Dieses Amt behielt er bis 1951, als er mit 75 Jahren seine Großmeysterkette abgab. Initiator zur Wiedervereinigung BDR – ADRO 1920, Hochmeyster bis zur Auflösung 1935 und nach dem Weltkrieg bis 1950. Durch seine vielen Burgenbesuche erkannte er die Mängel, die einer Verbindung zwischen dem BDR und dem ADRO entgegenstanden. Er setzte sich beim Großmeysterkonvent 1910 für eine Vereinigung ein und führte die Verhandlungen. Schon war der Erfolg in greifbarer Nähe. Allein die Verhältnisse in den Wiener Bünden und das geänderte Verhalten der Leitung des BDR ließen seine Bestrebungen scheitern. Nach Ende des 1. Weltkrieges hatte Telramund den Gedanken einer Vereinigung mit Umsicht und Tatkraft wieder aufgegriffen. Mit einem Arbeitskreis erstellte er die Vorarbeiten, die dann zum Erfolge führten. 1920 beschlossen die Großmeyster des BDR in Regensburg nach seinem begeistert aufgenommenen Referat, die Vereinigung mit dem ADRO. Auch mit der Leitung des ADRO in Hannovera brachte er die Einigungsverhandlungen in Einklang. Sein Verdienst war es, dass am 5. im Christmond 1920 die Vereinigung der beiden Ritterreiche in Norimberga vollzogen werden konnte. Darüber hinaus war er seit 1922 Schriftleiter des Herolds. Nach Rücktritt der Bundesleitung 1931 übernahm er auf Wunsch der Landmeyster die Leitung des DR, bis er auf dem Rittertage 1932 zum Hochmeyster gewählt wurde. Der politische Umschwung 1933 bestimmte nun die Richtung. Große Hoffnungen wurden anfangs auf die neue starke Partei gesetzt. Der herrschende Führergrundsatz griff tief in die Strukturen der Vereine ein. Der gewählte Führer eines Vereins war eine Autoritätsperson, die allein die Verantwortung trug und die Entschlüsse fasste. Trotz all seiner Bemühungen und Gespräche mit dem Reichskulturhauptamt wurde von den Machthabern die freiwillige Auflösung verfügt. Friedrich von Telramund konnte auf dem außerordentlichen Rittertag 1935 auf der Wartburg nach einer heißen Diskussion und ungerechtfertigten Vorwürfen nur noch den Deutschen Ritterbund für aufgelöst erklären. Bei der Tagung der Bayerischen Bünde in Landshut nach dem 2. Weltkrieg übernahm Friedrich von Telramund auf einstimmigen Wunsch der Großmeyster 1950 wieder das Hochmeysteramt. Durch die unentgeltliche Herausgabe des Herolds schuf er erneut ein wertvolles Bindeglied zwischen den bestehenden Ritterschaften. Auf dem Rittertag 1951 in Nürnberg beantragte er die Wiedergründung des Deutschen Ritterbundes, dessen Führung er dann in andere Hände gab. Auf dem Rittertag 1952 in Landshut wurde ihm in Anerkennung seiner überaus großen Verdienste die Würde des Ehrenhochmeysters des Deutschen Ritterbundes verliehen. Am 4.im Taumond 1954 wurde er vom ↑ Obrist Lehensherrn nach ↑ Walhall gerufen.
Quelle: Lulupedia Import