Ritterbünde Sasse im Ritterbund der
↑ Schwemmritter zu Landeshouta, profan Gottfried Zehentbauer, geboren 1922, wurde vom Erlauchten Hadamar von Laaber 1980 mit dem Aufbau eines ↑ Ritterlichen Archivs betraut. Festgelegt wurde, dass das Archiv als zentrale Stelle Auskunft erteilt und Material zur Verfügung stellt, um Bünden bei Veränderungen, Neugründungen über Tradition, Gedankengut sowie Sinn der Ritterbünde mit Unterlagen und Dokumenten zu helfen. Es wird weiter festgelegt, dass Herolde, Standeslisten, Almanache, Niederschriften über Rittertage, Kapitelabläufe, Sitzungsprotokolle der Bundesleitung und alle sonstigen Dokumente, die traditionellen Wert besitzen, gesammelt werden. Dazu erfolgten Aufrufe im Herold an alle Bünde, Recken und Angehörigen von verstorbenen Ritterbrüdern, dem Archiv etwaige vorhandene Dokumente zur Verfügung zu stellen. Jörg von Chamerau erklärte sich bereit, nicht all zu sperriges Gut in seinem Keller zu lagern und listenmäßig zu erfassen. Nach dem ersten Sichten der archivwürdigen Gaben wurden für die Aufbewahrung Staubschutzhüllen angeschafft, um die kostbaren Stücke für die Nachwelt zu erhalten. 1983 veröffentlicht er im Herold eine Archivordnung. Mit Akribie ging Jörg von Chamerau ans Werk und sammelte Dokumente, Urkunden, Fotos und Standeslisten. Schnell füllte sich das Archiv. Die meisten Gegenstände waren Kopien, doch deswegen nicht weniger aussagekräftig. Um einen Überblick über seinen Schatz zu haben, legte er ein Archivbuch an, in dem er mit seiner markanten Handschrift in chronologischer Reihenfolge jedes vereinnahmte Stück – auch den Schenker – festhielt. Nach fünfjähriger, rastloser Archivarbeit übergibt er das Archiv weiter. Anzumerken ist noch, dass Jörg von Chamerau auch das Amt des Bundesschatzmeyster ausübte und Bundesrat für Öffentlichkeitsarbeit war. Für seine Verdienste wurde er zum Komtur des Deutschen Ritterbundes ernannt. Er starb 2008.