Ritterbünde profan Robert Engelbrecht, Großmeyster des Ritterordens der Deutschherren auf Reiffensteyn zue Oeniponte, verfasste zu Beginn des 20. Jahrhunderts gemeinsam mit
↑ Siegfried von Löwenklau, Großmeyster der
↑ Schreckensteyner zue Lipsia, den „Deutschen ↑ Ritterspiegel“, der erstmals 1919 erschien. Karneyd erweiterte 1935 den Ritterspiegel und veröffentlichte die „Deutsche Ritterlehre“. Sie wurde von ihm als Gegengewicht zu der damals von Parzival von Pelrapere verfassten
↑ Ordenslehre geschrieben, die als bindendes Gesetz nach dem Ordensprinzip gedacht war. Er selbst sagte zu seinem Werk, sie sollte ein gebrauchsfähiger Auszug für die Gegenwart sein, in der alles vermieden wurde, was wesensfremd, nur vereinzelt aufnahmefähig oder als überspannt angesehen werden könnte. Nach der Wiedergründung der deutschen Ritterbünde wurde die Deutsche Ritterlehre 1952 (1957) vom Deutschen und Österreichischen Ritterbund gemeinsam neu aufgelegt. Im Anhang schrieb Karneyd über die Geschichte der neueren Ritterschaften mit einer Aufstellung alter Ritterbünde, der Hochmeyster der Verbände und einer Ehrentafel.