R. Quartäteridt de/" Shiplattler (Richard Eberwein), Eb-Oberschlaraffe der h.
Neoticinia, zum Großursippen erkürt worden sein.
Zwei Auszeidmungen, welche dem Reyche zuteil wurden, mögen noch
Erwähnung finden: der Ritterschlag des R. Lyrol1icus zum Faustritter beim
5. allschlaraffischen Faustturney der h. Francofurta a. u. 96 (1955) und der
Ritterschlag der Eb-Hkt. Lol1e-griiH zum Funkeritter beim 2. allschlaraffischen
Funketurney der h. Stutgardia a. u. 98 (19,7).
Neben all den frohen Ereignissen mußte das Reych aber auch gar manches
Leid und große Trauer erfahren, denn seit der uhufinsteren Zeit sind weitere
19 getreue Recken gen Ahalla geritten. Allen in Ahal1a weilenden Sassen wird
die Fryburgia ein unvergängliches und dankbares Andenken bewahren.
Nun schreitet das Reych zuversichtlich und hoffnungsvoll dem zweite'1
Jahrhundert allschlaraffischer Geschichte entgegen, mit 55 Rittern, vier Jun~
kern und sieben Fahrenden, unter getreuer Obhut der Würdenträger: OA
Fürst Lolte-griiH, 01 Fürst Ebbs von Windcck. OK Hilaris der Versd1l11itzte
(Dr. Fri:edrich Restle), K. Lyronicus, M. Alabaster deH BüsteH hold (Albert
Bollin), J. Aufbau der Kreuzblumige (Hermann Brückel), 5ch. Wlmder-Lidtt
der pfiffige WasgensteiHer (Max Wunderlich), C. Reiml1a11s vom Bäci11estrohlH
(Hans Strehm).
ForsaH et Iwec O/iIoH memiitisse iuvabit!
Nr.22 SE D I NA (Stettin, Pommern)
gegründet ,.11. a. U. 21 (1880)
Wie alle Reyche der damaligen Zeit war die
Sedina eine Gründung der Bühnenkünstler, die sich
in der alten ruhmreichen Wendenstadt zusammen
gefunden hatten. Die Initiative ging von den Rittern
Itzig Pasd1a (Otto Präger), Perdval (H. Kreutz
kamp), Epicur der ]ehlgere (Max Hänseler) und Heh1
ricJ1 VOli OfterdiHgeH (Smolian) aus, denen sich als
weitere Erzschlaraffen anschlossen die Ritter Bm111l11
sU/flmsel VOlt der Maultromruel (W. Rafennacher),
Halts der Lyrische (Moritz Neubert), Feld1en vomSdl1oß (Ernst Reinecke), Castor
Weltsdtmerz (Paul Neumann), Pollux Tmlatrala (Arthur Scholz), Collodium
der StillvergHügre (Benno Friedländer), ümteHburg (Eduard Bruns), Cassius
der ZiihleHde (Julius RosenthaI), Piplfax der Vielgereiste (Barnim Behrendt),
Edler VOH A1etall (Kupfer).
Diese zehn letztgenannten Ritter waren im Laufe der ersten Sippungen bis
zum Christmond 1580 (1880) von Hh. ltzig Pasd1a zu Rittern geschlagen
worden. Die h. Allmutter sanktionierte am 10. des Christmonds 1580 das
junge Reych. Echt schlaraffisch sippte' es nun jeden Donnerstag, bis die Burg
abgebrochen werden mußte und im Zoologischen Garten wieder aufgebaut
werden konnte. Nachdem Hkt. Itzig Pasdta, seinem profanen Berufe folgend,
leider von der Sedina schied, mußten die Reychswürden neu besetzt werden.
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Die Herrlichkeiten
Pasd1a und Graf Pollux haben sich unvergeßlichen
Ruhm erworben, weil sie dem Reyche jenes feste Fundament gaben, dem sein
stetes Wachsen zu verdanken war.
Nur selten freilich klang Kunde von dem Tun und Treiben der h. Sedina
an die Öffentlichkeit. Daß sie aber dem ungeachtet aufmerksamen Auges allen
wichtigen Ereignissen folgte, bezeugte sich darin, daß bei jeder Festlichkeit
der Schwesterreyche auch die Sedina mit warmem Herzen und aufrichtig
gemeinten Wünschen vertreten war. Sie beschränkte sich nicht nur auf den
schriftlichen Verkehr. Wenn irgend möglich, sattelten die Sassen ihre Rößlein
und sprengten hinaus in alle Windgegenden. Sie waren überall gern gesehene
Gäste, die man nur ungern scheiden sah.
So vergingen die Jahrungen. Das zehnjährige Stiftungsfest wurde in alt~
herkömmlicher Weise begangen, und die zahlreichen Beweise von Liebe und
Freundschaft, die bei dieser Gelegenheit dem Reyche zuteil wurden, sprechen
lauter als alle Worte für die herzliche Zuneigung, deren sich das Reych in
Allschlaraffia erfreute. Bei der großen Entfernung der nächsten Reyche ist es
zu verstehen, daß die Einritte in die Burg Nibelheim nicht den Umfang an~
nehmen konnten, wie dies zum Beispiel in den Reychen des Westens der Fall
war. Wer aber in die h. Sedina einritt, der konnte sicher sein, daß er mit
aufrichtiger Freundschaft empfangen und aufgenommen wurde. Daß diese
Freundschaft erwidert wurde, beweist die starke Teilnahme befreundeter Reyche
am 50. Stiftungsfest des Reyches, das im Windmond a. u. 71 (1930) zelebriert
wurde.
Am 31. des Lenzmonds a. u. 78 (1937) wurde zum letzten Male in der h.
Sedina gesippt. Dann löste sich das Reych auf. Tränenden Auges nahmen die
Sassen Abschied von der Burg Nibelheim, in der sie so viele Stunden fröhlich
sippten. Alle hofften, daß das Reych bald wieder erstehen würde. Leider ist
dieser Wunsch bis heute nicht in Erfüllung gegangen, aber die Hoffnung bleibt.
LULU SEDINAr
Nr. 23 A U G U S T A V I N D E 1 I C 0 RUM (Augsburg)
gegründet 26.10. a. U. 21 (1880)
1.
Elf Theatermitglieder und fünf ansässige Musenfreunde
waren die Erzschlaraffcn des erstehenden Reyches, unter
ihnen der liebenswürdige und redegewandte Kaufmann
Gg. Reinhard, der auch auf der Bühne des Stadttheaters
bei besonderen Gelegenheiten seine schauspielerische Be~
gabung bewies. Er war prädestiniert zum Schlaraffen und
wurde als der später weithin im Uhuversum bekannte
Graf Jörg, der LimW1Säi1ger. der begeisterte Gründer und
Erhalter des Reyches. Sein Herz gehörte Allschlaraffia.
in deren Reyche er einritt bis hinunter nach Konstanti~
nopel. Bis in seine letzten Lebensjahre fehlte er kaum in einer Sippung.
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