traut gemacht, und junge aktive Sassen geben allen Freunden die Ivlöglichkeit,
Schwesterreychen und hilft dadurch, frisches schlaraffisches Leben innerhalb der
in sich aufzunehmen. Die stets streitbare Lubeca kreuzt in mehreren glorreich
bestandenen Reychsfehden die Waffen mit ihr besonders ans Herz gewachsenen
Schwesterrcc."'1en und hilft dadurch, frisches schlaraffisches Leben innerhalb der
nordischen Reyche pulsieren zu lassen.
Durdl die wieder ins Leben gerufenen Freundschaftssippungen der nordischen
Reyche wird das Band z'wischen diesen Reychen immer inniger. Das Reydl
blüht, besonders durdl eine harmonisch abgestimmte Sassenschar und im
Besitze einer idealen Burg zu altem Ansehen empor und strahlt
wie einst
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auch fürderhin als Sonne des Nordens über die wiedererstandenen Ge
markungen.
Ein herber Verlust entsteht dem Reych in den Jahrungen 90 bis 98 durch
den Ahallaritt einiger verdienter alter Sassen. Die Ritter Kettenfex, Bonvivant,
Reco, Plato-nie-kuß, Blümleil1 blau und zuletzt Dr. Hanseat der Große treten
geliebt und unvergessen in Lubeca
den Ritt gen Ahall an. Sie gaben ihr
ganzes Herz ihrer Lubeca.
Ihrem Vorbild nachzustreben sei auch das Gelöbnis des nun gefestigt mit
einer stolzen und begeisterten Sassenschar dastehenden Reyches Lubeca, das
am Tage des 100jährigen Bestehens unseres hehren Bundes auf eine 75'jährige
Zugehörigkeit zu Allschlaraffia zurückblicken kann und sich in Ehrfurcht neigt
vor jenen Großen, die Allschlaraffia schufen, vor jenen Schlaraffen, die dem
Uhu einst das Reych gründeten, das sich heute und immerdar mit Stolz nennen
darf:
Lubeca die Sonne des Nordens!
Nr.58 PET 0 V I A (Pettau) auch
Nr. 274 PO E T 0 V I A (Ptuj*Pettaul]ugosI.)
gegründet 29. 1. a. u. 25 (1884) bzw. 7. 1. a. u. 69 (1928)
Die Petovia war die 2. Tochter der Sempronia und
wurde am 29. des Eismonds H84 durch R. Graubart der
h. Grazia und R. Don juan der h. Sempronia gegründet.
Sempronia übernahm die Mutterstelle, während die Gra
zia mit an der Erziehung teilnahm. Selten nur drang
eine Stimme aus den steyrischen Bergen, und wenn auch
die Petovia bei restlichen Gelegenheiten ihren Ruf ertö
nen ließ, so vermißte man sie doch schmerzlich auf allen
Beratungen. Ist es auch nicht die Zahl der Sassen, nach
welcher man den Wert eines Reyches bemessen soll, so gab doch die Zahl der
Ehrenpilger Petovias zu denken. Es gelang leider nicht diese als Sassen zu
gewinnen und die Lücken aufzufüllen, welche die Zeit in die wackere Sassen
schaft der alten Drauveste Musa gerissen hat, und so wurde das Reych am
H. des Lenzmonds 1596 infolge freiwilliger Auflösung nach erfolgter schieds
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gerichtlicher Suspendierung aus der Stammrolle gestrichen. Die Petovia hatte
am 7. des Christmonds a. u. 34 (15'93) die Colonie KllittelfeIdia gegründet.
Im Lethemond a. u. 68
wurde die Poetovia von der h. Marpurghia
durch ihren R. Frauel110b und den R. Relwrd (Bosna
wiedererweckt. Am
25. des Lenzmonds a. u. 79 (1938) ist das Reych aus dem Verbande All
schlaraffias ausgetreten.
In den Stammrolien a. u. 100 (1959) werden in bestehenden Reychen er
wähnt: 3 seßhafte und 4 fahrende Sassen.
Nr. 59 FRA N CIS C AN A CA LI f 0 R N 1 A
(San Frandsko, Californien)
gegriindct 26. 1. a. u. 25' (1884)
Die Urgeschichte Allschlaraffias
wie sehr
diese ihr Entstehen und Weiterverbreiten deutschen
BüIlllenkünstlern verdankt. Für diese, durch die
ihres Berufes zur
Ge'~wungencn bedeutet Schlaraffia eine Art Asyl in
der profanen Fremde. Wo sie noch keine Niederlas
sung UHU's fanden, erbauten sie ihm eine und
warben Jünger in
und
Kreisen.
Gleiche Ursachen,
Wirkungen. Die An
fangsgesd1ichte wiederholt sich in den Bereichen der Neuen 'Veit. UHU erklärt
die Zeit für reif, den ersten Flug über die großen Wasser zu wagen.
In die beiden letzten Dekaden des 19. JahrhundertS fälit die Hochblüte
des Deutschtums und der deutschen Kultur auf amerikanischem Boden. Von
drüben kommende Theatergesellschaften fanden reichen Zuspruch; der Erfolg
der einen zog andere nach sidl, die an der künstlerischen und materiellen
Ernte beteiligt sein wollten. Mit ihnen kam UHU.
Solch eine Schauspieltruppe begann im Herbst 1883 ihr
San Francisco. Zu ihren Mitgliedern zählte Adalbert
h. Berolina. Er begeisterte die Stammtischrullde seiner
und Be
kannten für den schlaraffischen Gedanken durch solch
Bered
samkeit, daß bereits am 16. des Windmonds a. u. 24
83) beschlossen wurde
"auch hier so eine Schlaraffia" zu gründen. Leider war aber der Junker
Adalbert spiegelgemäß gar nicht
die Rolle eines Gründers 2;U
Jen; es mußte daher ein außergewöhnlicher Ausweg
h. Berolina schlug ihm in absentia zum R. COhliHbus der
stand der Gründungsbewi1ligung nichts mehr im Wege, da sich für sie auch
Erbkantzlel' Barnabas der h. Allmutter besonders eingesetzt hatte. Die Fran
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