XIX. Concil Berolina
11. bis 14. 10. a.U. 125
Legatentagung und Festsippung im Internationalen Congress-Centrum ICC
Vorsitz: ErbO Florett (11), Funktion der Festsippung: ErbO Citasso, ErbO Nie-Nie, OK Aga-mol
Es war damals gar nicht so selbstverständlich, das Concil in der Stadt mit der West und Ost tren-
nenden Mauer abzuhalten. Wer nicht durch mit dem Flugross kam, musste immerhin durch den
Eisernen Vorhang. Die Veranstalter empfanden es als sehr motivierend, dass Allschlaraffia sich
einhellig für Berolina entschieden hatte. Auftakt war am 11.10. die Festaufführung der „Jungfrau von
Orleans“ im traditionsreichen Schillertheater seligen Angedenkens. Klassische Inszenierung mit
Raddatz und dem alten Minetti. Senatsdirektor v. Pufendorf grüßte namens des Landes Berlin und
lud zum anschließenden Senatsempfang. Rt Florett dankte...„mein ist der Helm“...
Die wichtigsten Ergebnisse aus 14 Tagesordnungspunkten der sehr harmonisch verlaufenen Ver-
handlungen im Rahmen der Legatentagung im ICC am 12.10.:
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ErbO Viel-Jus (Baruthia) und ErbK Parafratello (Berna) sind Ehrenritter Allschlaraffiae.
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30 Anträge zu Sp & C wurden entschieden und nach Beschluss in den Neudruck
aufgenommen.
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Der Vorsitz des ASR wechselt an den LV Helvetica (Codex, Raetus, Chromos), die Chef-
redaktion der Zeitung an Triolett, nächster Concilsort ist Basilea.
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Das Allschlaraffische Orchester (ASO) wird als allschlaraffische Institution anerkannt.
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Bekräftigung der 3 allschlaraffischen Orden: Faust-Orden (Francofurta), Funke-Orden,
(Stutgardia), Florestan-Orden ( Castrum Bonnense).
Abends Gemeinschaftssippung Berolina/Lietzowia im Prälaten zu Schöneberg, 1.000 Gastrecken
und so viele „Ober-Uhus“ wie selten. Ein Fechsungsreigen schlaraffischer Hochleistungen mit hu-
morigem Berliner Charme. Am 13.10. Festsippung zum Concil mit anschließendem Festball im ICC!
Akribisch geplant und glänzend gelaufen, ein brillantes Feuerwerk, ein Fest von Schlaraffen für
Schlaraffen. Das Festvademecum weist 26 namentlich genannte Akteure aus, erwähnt sei der große
Einsatz des Festregisseurs Rt Fitzliputzli (76) und die enorme Leistung der Gesamtorganisatoren
Berolinas, Rtt Nie-Nie, Pantico, Sym-Bartibas. Der moderne Raum wurde mit modernen Mitteln
zum gigantischen Rahmen eines großen schlaraffischen Spiels in Berliner Luft, mit Diabildern aus
Pragas Zeiten, mit Moldaumelodien des ASO und mit geschliffenem Trigespräch zwischen Hofnarr
(Rt Tingelnatz), Dichter (Rt Toi-Toi) und Urschlaraffe (Rt Florett).
Unmöglich an dieser Stelle weitere Details zu nennen. Beeindruckend das Schlussbild, in dem
beim Tanz von Berner und Berliner Bären das altehrwürdige Pragabanner von Florett in die Hand
von ErbO Codex übergeben wurde und zum Schluss der Übergang der ca. 2.800 Teilnehmer aus
den Sitzreihen der Festsippung heraus direkt über die Bühne in den Nachbarsaal, wo Festbankett
und Kristalline an gedeckten Tischen ihrer harrten. Damenrede durch Citasso (2), „Nachruf“ durch
Glosserich (45). Am 14.10. klangen die Concilstage aus mit einem festlichen, anspruchsvollen Kon-
zert des ASO unter der Stabführung von Rt Kannalles (29) in der Urania und einem gewaltigen
Frühschoppen im Schlosshotel Gehrhus im Grunewald.
Das reich besetzte Rahmenprogramm mit Stadtrundfahrten, auch auf der Spree, mit Spandau, Zoo
und Museum, mit Schloss Charlottenburg, mit einem Klavierabend des Rt Ton Farajan (2), mit Be-
sichtigung der Burgen Berolina und Lietzowia rundeten die Festtage ab. Einen Sonderstempel der
Post gab‘s auch. Berlin tat gut.
Florett (11)
C h r o n i k B a n d I V d e r A l l s c h l a r a f f i a ® m i t I n h a l t s v e r z e i c h n i s d e r 4 C h r o n i k e n O s t e r m o n d 1 5 3 , L a n g s a m , P s e u d o - S c h w a b , T a u r r i e s e u s
XX. Concil basilea
Dem hohen Reych Basilea fiel die Ehre zu, das XX. Allschlaraffische Concil auszurichten, das in
der Zeit vom 5. - 7. Lethemond a.U. 130 stattfand. Die Verantwortlichen hatten mit der Wahl des
Tagungsortes eine glückliche Hand bewiesen, ist doch die Stadt Basel mit seiner bedeutenden ge-
schichtlichen Vergangenheit und seiner international bekannten, kulturellen und wirtschaftlichen
Ausstrahlung ein gesuchter Kongressort. Die Rtt Rock-Olé, Baribal und Polar scheuten zusammen
mit dem Concilskomitee keine Mühe, den Concilstagen einen würdigen Glanz zu verleihen und für
einen reibungslosen Ablauf des Concilsgeschehens zu sorgen.
Für die zugereisten Recken samt ihren Burgfrauen bot sich die Möglichkeit, auf dem Weg zum Con-
cil Sippungen helvetischer Reyche und am Vorabend der Festsippung ein Konzert des Allschlaraf-
fischen Orchesters zu besuchen. Im Kongresssaal „Montreal“ des EWTCC versammelten sich die
Legaten und Geleitritter von 240 Reychen zur Legatentagung, die mit einem herzlichen Grußwort
des OÄ der Inclyta Basilea, Rt Rock-Olé, eröffnet wurde. Der Tagungsleiter, Rt Raetus, erinnerte die
Legaten zu Beginn der Tagung an die unverzichtbaren Pfeiler des Schlaraffentums, die Kunst, die
Freundschaft und den Humor, welche im schlaraffischen Spiel und Wirken als zeitlose Leitstämme
den Weg zu wahrem schlaraffischen Verhalten aufzeigen. Er beleuchtete die schlaraffische Arbeit
im Verlauf der zu Ende gehenden Concilsperiode a.U. 125 -130 und erwähnte hierbei die inhaltlich
ergänzte Sammlung der Ehrenschlaraffen, die allschlaraffischen Institutionen (Der Schlaraffia Zeyt-
tungen, das Archiv, die Ahnen- und Ordenssammlung, das Allschlaraffische Orchester), über die
im einzelnen Bericht erstattet wurde. Zu Spiegel und Ceremoniale wurden wenige, unbedeutende
Änderungswünsche vorgetragen, die jedoch kaum größeren Anklang fanden. Im Gegenteil war die
Meinung vorherrschend, die bestehende Fassung von Spiegel und Ceremoniale ohne Änderungen
beizubehalten.
Der Bericht des Chefredaktors DSZ sowie die Antrittsrede des künftigen Vorsitzenden des ASR,
Rt Humanist, rundeten eine allseitig mit Befriedigung aufgenommene, zügig verlaufene Legaten
tagung ab. Am Abend folgte dann die Festsippung, deren Drehbuch und Gestaltung Rt Fitzlipuzzli
(70) übernommen hatte. Den Sippungsbesuchern wurde ab Glock 6 d.A. ein herzlicher Willekumm
mit köstlicher Lethe, eine Präsentation helvetischer Folklore und der fulminante Auftritt einer Basler
Guggenmusik bereitet.
Einen besonderen Akzent setzte zu Beginn der Sippung ein lebendiger UHU, der vom hohen Al-
tan mit ausgebreiteten Schwingen über die in atemloser Stille verharrenden Sassenschaft auf die
Bühne schwebte. Der Flug löste wahre Begeisterungsstürme aus. Herzlich begrüßt wurden auch
die beiden anwesenden Pragaritter L’enfant der Rüppl (17) und Flötüli von Schwyz und Rhyn (121).
Grossen Gefallen fand sodann die Sassenschaft am Einmarsch der Reychsbanner, welche - in 12er
Gruppen unter Anführung je einer Dame in den Trachten aller helvetischen Kantone - auf die Bühne
stürmten und das Banner der Allmutter Praga umrahmten. Verschiedene Grußbotschaften waren
zu vernehmen, insbesondere jene des Basler Regierungspräsidenten, der an den Völker verbin-
denden Geist des gastgebenden Kantons Baselstadt wie auch an das international verflochtene
wirtschaftlich-kulturelle Leben der Stadt Basel erinnerte.
Das Motto des folgenden Festspiels befasste sich mit dem Werden, Sein und Vergehen eines Schla-
raffen. Dabei gelangte die breite Palette der Ideale Schlaraffias zur Darstellung, begleitet vom hel-
vetischen Festorchester und unterstützt vom Chor des Landesverbandes, der die schönsten Stücke
aus dem schlaraffischen Liedergut erklingen ließ. Den Schlusspunkt einer ausschließlich von Schla-
raffen gestalteten Sippung bildete der Führungswechsel in Allschlaraffia, der Rt Humanist, dem
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