XX. Concil zu Basilea

Unbekannt ·Reychsgeschichten

Beschreibung

Das XX. Allschlaraffische Concil zu Basilea a.U. 130

Volltext

XX. Concil basilea
Dem hohen Reych Basilea fiel die Ehre zu, das XX. Allschlaraffische Concil auszurichten, das in
der Zeit vom 5. - 7. Lethemond a.U. 130 stattfand. Die Verantwortlichen hatten mit der Wahl des
Tagungsortes eine glückliche Hand bewiesen, ist doch die Stadt Basel mit seiner bedeutenden ge-
schichtlichen Vergangenheit und seiner international bekannten, kulturellen und wirtschaftlichen
Ausstrahlung ein gesuchter Kongressort. Die Rtt Rock-Olé, Baribal und Polar scheuten zusammen
mit dem Concilskomitee keine Mühe, den Concilstagen einen würdigen Glanz zu verleihen und für
einen reibungslosen Ablauf des Concilsgeschehens zu sorgen.
Für die zugereisten Recken samt ihren Burgfrauen bot sich die Möglichkeit, auf dem Weg zum Con-
cil Sippungen helvetischer Reyche und am Vorabend der Festsippung ein Konzert des Allschlaraf-
fischen Orchesters zu besuchen. Im Kongresssaal „Montreal“ des EWTCC versammelten sich die
Legaten und Geleitritter von 240 Reychen zur Legatentagung, die mit einem herzlichen Grußwort
des OÄ der Inclyta Basilea, Rt Rock-Olé, eröffnet wurde. Der Tagungsleiter, Rt Raetus, erinnerte die
Legaten zu Beginn der Tagung an die unverzichtbaren Pfeiler des Schlaraffentums, die Kunst, die
Freundschaft und den Humor, welche im schlaraffischen Spiel und Wirken als zeitlose Leitstämme
den Weg zu wahrem schlaraffischen Verhalten aufzeigen. Er beleuchtete die schlaraffische Arbeit
im Verlauf der zu Ende gehenden Concilsperiode a.U. 125 -130 und erwähnte hierbei die inhaltlich
ergänzte Sammlung der Ehrenschlaraffen, die allschlaraffischen Institutionen (Der Schlaraffia Zeyt-
tungen, das Archiv, die Ahnen- und Ordenssammlung, das Allschlaraffische Orchester), über die
im einzelnen Bericht erstattet wurde. Zu Spiegel und Ceremoniale wurden wenige, unbedeutende
Änderungswünsche vorgetragen, die jedoch kaum größeren Anklang fanden. Im Gegenteil war die
Meinung vorherrschend, die bestehende Fassung von Spiegel und Ceremoniale ohne Änderungen
beizubehalten.
Der Bericht des Chefredaktors DSZ sowie die Antrittsrede des künftigen Vorsitzenden des ASR,
Rt Humanist, rundeten eine allseitig mit Befriedigung aufgenommene, zügig verlaufene Legaten­
tagung ab. Am Abend folgte dann die Festsippung, deren Drehbuch und Gestaltung Rt Fitzlipuzzli
(70) übernommen hatte. Den Sippungsbesuchern wurde ab Glock 6 d.A. ein herzlicher Willekumm
mit köstlicher Lethe, eine Präsentation helvetischer Folklore und der fulminante Auftritt einer Basler
Guggenmusik bereitet.
Einen besonderen Akzent setzte zu Beginn der Sippung ein lebendiger UHU, der vom hohen Al-
tan mit ausgebreiteten Schwingen über die in atemloser Stille verharrenden Sassenschaft auf die
Bühne schwebte. Der Flug löste wahre Begeisterungsstürme aus. Herzlich begrüßt wurden auch
die beiden anwesenden Pragaritter L’enfant der Rüppl (17) und Flötüli von Schwyz und Rhyn (121).
Grossen Gefallen fand sodann die Sassenschaft am Einmarsch der Reychsbanner, welche - in 12er
Gruppen unter Anführung je einer Dame in den Trachten aller helvetischen Kantone - auf die Bühne
stürmten und das Banner der Allmutter Praga umrahmten. Verschiedene Grußbotschaften waren
zu vernehmen, insbesondere jene des Basler Regierungspräsidenten, der an den Völker verbin-
denden Geist des gastgebenden Kantons Baselstadt wie auch an das international verflochtene
wirtschaftlich-kulturelle Leben der Stadt Basel erinnerte.
Das Motto des folgenden Festspiels befasste sich mit dem Werden, Sein und Vergehen eines Schla-
raffen. Dabei gelangte die breite Palette der Ideale Schlaraffias zur Darstellung, begleitet vom hel-
vetischen Festorchester und unterstützt vom Chor des Landesverbandes, der die schönsten Stücke
aus dem schlaraffischen Liedergut erklingen ließ. Den Schlusspunkt einer ausschließlich von Schla-
raffen gestalteten Sippung bildete der Führungswechsel in Allschlaraffia, der Rt Humanist, dem
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neuen Vorsitzenden des Allschlaraffenrates, Gelegenheit bot, dem hohen Reych Basilea wie auch
dem helvetischen Landesverband Dank und Anerkennung für alles Gebotene zu zollen.
Nachdem schließlich Rt Soph-ok-lex aus der blauen Kerze die blaue Blume der Romantik hervorge-
zaubert hatte sowie ein markanter Bangk für Faust und alle Ehrenschlaraffen zelebriert worden war,
fand eine unvergessliche Festsippung mit dem Lulu Praga ihren würdigen Abschluss.
Zum Ausklang des Festes versammelte sich die Sassenschaft samt Burgfrauen zur physischen Stär-
kung und zum ausgiebigen Tanzbeinschwingen im nahe gelegenen Hotel Plaza. Diese festliche
Kristalline trug dazu bei, manche Freundschaften neu zu schaffen und bestehende Bande zu festi-
gen.
Raetus
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Quelle: Chronik Band IV, S. 65-66