197 Washingtonia
Mit kaum 20 sesshaften Schlaraffen begannen wir die Jahrung 124-125. Mit unseren Burgfrauen und
einigen Einritten feierten wir unser 70. Stiftungsfest. In der folgenden Jahrung celebrierten wir einen
doppelten Ritterschlag an Rt Picus und Rt Patentikus. A.U. 134 wurde Rt Picus noch profan nach
Deutschland versetzt und verließ unser Reych. Da das Nachbarreych Baltimora und unser Reych
zwei kleine Reyche waren, wurden unsere zweiwöchentlichen Sippungen aufeinander abgestimmt,
sodass jeder Sasse bei beiden Reychen einreiten konnte.
Im April a.U. 130 wurde unser 75. Stiftungsfest in der deutschen Botschaft in Washington gefeiert.
Wir erfreuten uns einiger Einritte, auch aus Europa, es wurde ein schönes Fest. A.U. 132 hatten wir
einen großen Einritt verbunden mit der Ursippenfeier für unsere Rtt Phys-o-Phil und Aquanaut. In
den kommenden Jahrungen erfreuten wir uns einer guten Junkertafel (3 Kn und 2 Jk), was Hoff-
nung für die Zukunft gab. In der folgenden Jahrung (134) gab es dann einen dreifachen Ritterschlag
von denen uns zwei innerhalb weniger Jahrungen wegen Umzugs verließen. A.U. 135 begingen wir
feierlich unser 80. Gründungsfest, erfreuten uns an Einritten und das Programm wurde mit Be-
geisterung aufgenommen. Nachwuchswerbung war stets unsere Hauptaufgabe, leider ohne Erfolg.
Wir sippten regelmäßig mit Schlaraffengeist und Freude, oft in Anwesenheit von ASR Siebenhitze.
A.U. 140 wurden unsere Sassen Unifiskus und Chrono zu Ursippen erhoben. Wir waren erfreut, a.U.
141 wiederum einen zweifachen Ritterschlag an den Rtt Pharma-Gen und Wiking zu celebrieren.
Einen großen Einritt aus Kanada aus dem Reyche Porta Ontariae erfreute uns a.U. 143. Es war ein
unvergesslicher Abend mit Fechsungen ganz im Sinne schlaraffischer Freundschaft. Im Hornung
a.U. 144 begingen wir unsere 2.000 Sippung verbunden mit der GU-Feier für unseren Rt Sarkast,
der sich in unserem Reych ganz besonders als K auszeichnete und bewährte. Sein Nachfolger im
Kantzleramt ist Rt Philotas. Unser OÄ Rt Karolus ziert seit a.U. 141 den Thron und setzt sich ganz
besonders unermüdlich für das Reych und Schlaraffia ein.
Einer der Höhepunkte der Washingtonia a.U. 145 war die Feier des 90. Gründungsfestes. Das Fest
fand im Hotel Pier 7 in Washington statt; wir erfreuten uns an Einritten aus 12 Reychen und sehr
guter Beteiligung. Dies unvergessliche Fest klang aus am zweiten Tag mit Fechsungen beim Kater-
frühstück. Durch die bedauerliche Auflösung unseres Schwesterreyches Baltimora kamen sieben
Sassen zur Washingtonia, von denen leider die wenigsten aktiv sein können. Sehr erschüttert hat
das Reych der Ahallaritt unserer lieben und geehrten Sassen Pollutus, Phys-o-phil, Austerius und ER
Patsch-Nass in den Jahrungen 145-147. Wir werden ihnen stets ein ehrendes Andenken bewahren.
A.U. 147 wurden in einer besonderen Feier Rtt Chrono und Sarkast anlässlich ihrer 50-jährigen
Zugehörigkeit zu Schlaraffia geehrt. Auch war es uns vergönnt, dank der guten Arbeit unseres Jun-
kermeisters Favorito, in dieser Jahrung einen doppelten Ritterschlag an den nunmehrigen Rittern
Kondensator und Tanzbeinicus zu vollziehen. Letzterer ist jedoch dann leider in andere Gemarkun-
gen verzogen. Im Eismond 148 fand in der h. Filadelfia das erste Turney um die von Rt Chrono ge-
stiftete Freundschaftskette statt, wozu ein stattliches Fähnlein der h. Washingtonia dort eingeritten
war. Ferner ist mit Freuden zu berichten, dass der bei uns schon oft eingerittene Rt Vau Zwey A,
der bisher dem Reyche „Bey den Sieben Schwaben” angehörte, nun bei uns sesshaft wurde. Hinzu
kommt, dass bei unserem letzten Frühlingsfest zwei Pilger unserer Einladung gefolgt waren und
mit Begeisterung am Fest teilnahmen. Somit gibt es uns neue Hoffnung auf Zuwachs, damit unser
kleines aber feines Reych blühen und gedeihen möge, worum wir uns ständig bemühen, sodass wir
viele Jahre weiterhin bestehen bleiben können.
C h r o n i k B a n d I V d e r A l l s c h l a r a f f i a ® m i t I n h a l t s v e r z e i c h n i s d e r 4 C h r o n i k e n O s t e r m o n d 1 5 3 , L a n g s a m , P s e u d o - S c h w a b , T a u r r i e s e u s
198 Denvera
Die letzten 25 Jahre brachten viele denkwürdige Ereignisse mit sich. Wir erlebten vier- und fünffache
Ritterschläge, das Reych wuchs und eine kurze Zeit lang konnten wir uns rühmen, das stärkste
Reych im LVNA zu sein.
Obwohl das nächstgelegene Reych in 1650 km Entfernung liegt, wurde die Sassenschaft von einem
Reisefieber erfasst, das zu Ausritten in alle Reyche auf unserem Kontinent führte.
Per Wohnwagen ritten wir in die kanadischen und die Reyche an der Westküste ein. Besonders
Aufsehen erregte unsere Kurzsippung auf einer Raststätte an der Autobahn von Massachusetts
während unseres Rittes zu den mittelwestlichen und östlichen Reychen. 22 Recken aus Austrias,
Germaniens und ahamerikanischen Gauen nahmen an dem 2-wöchigen Ritt in 11 Reyche teil.
A.U. 127 legte Rt Wie-Papa den Vorschlag vor, einen Orden zu schaffen, der allen Schlaraffen, die
in alle oder eine bestimmte Anzahl von Reychen im LVNA einritten, Dank sagen soll. In Hornung
a.U 128 war es dann soweit, und die erste Verleihung des Kolumbus-Ordens fand anlässlich des 28.
Flugross-Rittes nach USA statt.
Rt con tempo vom verflixten te daille war es allerdings nicht vergönnt, seine Schöpfung zu sehen.
Sein frühzeitiger Ahallaritt lag wie ein Schatten über der Festlichkeit. Bis zum Ostermond a.U. 148
wurden 74 Kolumbus-Orden I. Klasse und 119 II. Klasse verliehen, und wir danken den Trägern
dieses Ordens für ihre Einritte.
Unser 75. Stiftungsfest a.U. 130, organisiert von Rt Bonnaricus, war (wie alle von ihm organisierten
Feste) ein überragender Erfolg in der Geschichte der Denvera. Über 300 Schlaraffen, Burgfrauen
und Tross aus 42 Reychen ritten ein. Jedoch der Höhepunkt dieses Festes war der erste Einritt des
Praga-Banners in ein nordamerikanisches Reych. Diese Ehre wurde uns nochmal zu unserem 90.
Gründunsfest erwiesen. Unser Dank gilt dem h. Reych Vindobona und seinen Rtt Van Bütten, Bolle,
Goscherl, Wehr-Waas und Bob-Corn.
Doch in den folgenden Jahren erlitt das Reych Rückschläge. Drei unserer ältesten Sassen und die
ErbO Bab-Bel-Le und Wie-Papa ritten gen Ahalla. So schmerzhaft der Verlust unserer verdienten
Freunde war, umso erstaunlicher war der Zusammenhalt unseres Reyches unter der Leitung der
darauf folgenden Oberschlaraffen, von denen Rt Menne sich besondere Verdienste erwarb, als er
zum SRNA und danach zum ASR berufen wurde.
Durch das Sesshaftwerden der Rtt Don Columbo und Ahlensius in der Denvera hat unser Reych seit
seiner Gründung drei SRNA und zwei ASR zum Wohle unsere Bundes zu verzeichnen. In der glei-
chen Zeitspanne wurden vom SRNA insgesamt sieben Verdienstmedaillen an unsere Sassen verlie-
hen. Ehrungen, Feste und Einritte von Freunden aus allen Gemarkungen des Uhuversum brachten
uns Freude und Anerkennung.
Wo Licht ist, ist leider auch Schatten, und wir trauern um sechzehn Freunde, die in den letzten zwei-
einhalb Jahrzehnten gen Ahalla ritten. Unser Dank gilt ihnen für ihr Schaffen und ihre Bemühungen,
uns die Denvera zu erhalten.
C h r o n i k B a n d I V d e r A l l s c h l a r a f f i a ® m i t I n h a l t s v e r z e i c h n i s d e r 4 C h r o n i k e n O s t e r m o n d 1 5 3 , L a n g s a m , P s e u d o - S c h w a b , T a u r r i e s e u s