229 Losangela California
Wir erinnern uns gerne an viele wunderschöne, interessante Sippungen und Feste in unserer En-
gelsburg an der „Western”. Der zunehmende Verfall der Umgebung zwang uns jedoch zum Verkauf
dieses Kleinods a.U. 124. Nach dreijähriger Suche, während der wir in Restaurants sippten, fanden
wir ein Gebäude in Whittier und erwarben es.
ErbO Schwatz-weis’ als Bauherr und Gestalter verwandelte den rohen Keller in unsere neue Engels-
burg. Als sie mit großer Feierlichkeit am 16.5. a.U. 127 eingeweiht wurde, meinten eingerittene Sas-
sen, dass es wohl eine der schönsten Burgen im Uhuversum sei. Aber schon am 1.10. der nächsten
Winterung machte uns Ohos Tücke einen bösen Strich durch die Rechnung. Das Whittier Narrows
Erdbeben beschädigte viele Gebäude in der Stadt, darunter unsere Burg.
Der Wiederaufbau der Engelsburg zu verschärften baulichen Vorschriften (neuer Erdbeben-Stan-
dard) zwang uns, ein großes Darlehen aufzunehmen. Das „Turney der Blauen Berge”, am 20.11. der
selben Winterung, fand in der wieder eröffneten, notgesicherten Engelsburg unter der Beteiligung
unserer Ziehmutter, der h. Franciscana, ihrer Tochter, der h. Josefina und der h. Denvera statt.
Mittlerweile hatte Rt Hoffmas, mit der fleißigen Mithilfe der Losangela-Ritter Halali, Schwatz-weis’
und Nonpareil einen Stammtisch in San Diego zum Feldlager und bis zur Colonie geleitet.
Am 21.11. a.U. 128, stieg bei der wundersamen Sanktionsfeier unsere bildhübsche Tochter aus der
Taufe, das h. Reych „Am Stillen Meer” (403).
Das goldene Zeitalter unseres Reyches erreichte seinen Höhepunkt a.U. 129. So war in jener Winte-
rung die Junkertafel 12-fach besetzt! Die meisten hatte Fürst P-Da-Goge angeworben. Das war und
bleibt ein Rekord für unser Reych. Zwei Jahrungen später gab es einen gar feierlichen, fünffachen
Ritterschlag, der vor allem von unserer lieben Tochter gut besucht war.
Als die h. „Augusta Vindelicorum”, unsere junge, unerfahrene Tochter, zu einer Reychsfehde for-
derte, stellten wir uns schweren Herzens zur Verfügung, sodass diese in unseren Gemarkungen
ausgetragen werden konnte. Die „Römer” der Augusta schlugen dann auch die „Indios” vom Stillen
Meer in einem gar fröhlichen Streit im Phoenix Club am 29.4. a.U. 136. Ritter sowohl aus Europas,
als auch aus Ahamerikas Gemarkungen wohnten dieser inspirierten Reychsfehde bei.
Am 23.5. a.U. 139 feierten wir Losangelas 75. Wiegenfest, zusammen mit der 15. Reychstagung des
LVNA. Das Long Beach Hyatt Hotel war der Austragungsort dieses wunderschönen, fulminanten
Doppelfestes, bei dem Schlaraffen aus dem ganzen Uhuversum begrüßt werden konnten.
Sassen, die das Geschick unseres Reyches in den letzten dreißig Jahrungen mit sicherer Hand leite-
ten, waren die OS ErbO Schwatz-weis’ (silberne Verdienstmedaille), ErbO Praga-Enkel, Rt Teu-Teu
und ErbK Nonpareil (bronzene Verdienstmedaille).
Die Tradition der kalifornischen Reyche, sich jede Sommerung im Herbstmond zu einer Freund-
schaftssippung an der Pazifischen Küste zu treffen, wird gerne und regelmäßig weitergeführt und
sehr gut besucht.
Ebenso feiern wir weiterhin die monatlichen Kristallinen und Gartenfeste der Sommerung in der
frohen Runde von Schlaraffen, Burgfrauen, Tross und von Gästen.
C h r o n i k B a n d I V d e r A l l s c h l a r a f f i a ® m i t I n h a l t s v e r z e i c h n i s d e r 4 C h r o n i k e n O s t e r m o n d 1 5 3 , L a n g s a m , P s e u d o - S c h w a b , T a u r r i e s e u s
230 Claustroneoburga
Mit den Oberschlaraffen Rt Lango, Dolomit und Kau-Boy ging das allzeit fröhliche Reich Claustro-
neoburga, das im Jahr zuvor sein 60. Stiftungsfest gefeiert hatte, in das sechste Vierteljahrhundert
des Bestehens Schlaraffias. Leider musste Rt Kau-Boy a.U. 128 seine Würde krankheitshalber zu-
rücklegen, um a.U. 130 seinen letzten Ritt anzutreten. Seine Nachfolge trat Rt Ha-ha an. In weiterer
Folge lenkten die Rtt Dolomit, Don Skonti, Jodokus, Don Capitano, Marc Ampère die Geschicke des
Reiches bis zum heutigen Tage.
In der Berichtsperiode hat Oho die letzten Angehörigen der „Wiederaufbaugeneration” an die große
Rittertafel abberufen. Es seien genannt die Rtt Van Snötig, Montalban, d‘Nalor, Ali Kater, Buwa,
Lohegrin und als traurigen Höhepunkt die a.U. 145 knapp hintereinander gen Ahalla gerittenen
Großfürsten Lango und Derrick. Mit dem Hinscheiden dieser beiden langjährigen Würdenträger ist
eine Ära zu Ende gegangen.
Gedacht werden soll aber auch – stellvertretend für die vielen anderen – des langjährigen Schatz-
meisters Rt Franco Bollo, des Stifters der Fleischlaberlsippung, sowie der Rt All-BÄR und Pimsch im
Kanzleramt. Zu gedenken gilt es auch der Ehrenritter. Genannt seien die aus der Claustroneoburga
hervorgegangenen Rt Nockwell (266) und Jazzy (181), die Rt La Tour und Ring (beide 24) und der
zuletzt abberufene Rt Stelzerl (266).
Die von Kaiserin Maria Theresia begründete Marinetradition Klosterneuburgs wird von der Claus-
troneoburga weiter gepflegt: Außer der jährlich abgehaltenen Flottenparade, bei der die Distinkti-
onen und Titel der „Donauflottille zu Nivenburg” verliehen werden, findet im tiefsten Winter die
Eisbrechersippung und in der Sommerung der Donauwellenritt statt.
Der Sassenstand des Reiches hat sich in der Berichtsperiode um acht verringert, das Durchschnitts-
alter um ca. sechs Jahre erhöht. Der Sippungsbesuch der eigenen Sassen mit meist unter 50 %
ist deutlich verbesserungsbedürftig. Erfreulich stellen sich hingegen die Einritte aus befreundeten
Reichen dar. Wesentlichen Anteil hat daran sicherlich die Stiftung des Ordens „Her zog von und zu
Ostarrichi” durch Rt Hemmungway a.U. 137.
Zusätzlich wurde für unsere einreitenden Freunde eine diplomatische Laufbahn definiert vom Ho-
norarkonsul bis zum Botschafter mit einer möglichen Steigerung zum Ehrenritter. Die Her zog-Sip-
pung, die Sippung für Ehrenritter und Diplomatisches Corps, die Flottenparade der Donauflottille,
Faßlrutschersippung, Fleischlaberlsippung beflügeln jedenfalls die Einritte.
Wurde das 75. Stiftungsfest unter zahlreicher Beteiligung befreundeter Reiche und der Profanei in
der Babenberger Halle in Klosterneuburg abgehalten, gewährte uns für das 80. Stiftungsfest Mutter
Vindobona Gastfreundschaft in der Veste Höllenstein zur Ehrung verdienter Sassen: Rt Jodokus
10 Jahre, Rt Dolomit 20 Jahre am Thron, die Rt Hemmungway, Infusio und Marc Ampère 40 Jahre
Schlaraffe.
Das 85. Stiftungsfest – begangen im kleinen Rahmen – wird überschattet von der Notwendigkeit,
eine neue Burg zu finden, da die alte Nivenburg nach über 50 Jahren wegen eines Besitzerwechsels
aufgegeben werden muss. Trotz aller Probleme sei dieser kurze Überblick mit dem Refrain der
Reichshymne geschlossen:
„Claustroneoburga lebe, blüh‘ und wachse immerzu!”
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