245 Culminaha
Präsentierte sich in der Chronik zum 125-jährigen Bestehen Allschlaraffias das Reych Culminaha
in der profanen und weltberühmten Quellstadt Kulmbach „als ein überaus lebendiger Uhuhorst,
zu dem Gastrecken aus allen Teilen des Uhuversums immer wieder gerne einreiten”, so darf diese
Aussage auch die folgenden 25 Jahrungen bis zum heutigen Tag überschreiben.
Wenngleich Oho auch das Reych derer Culminahen nicht verschonte, so zeugten doch ein stetes
frohgemutes Sippen und so manch strahlender Höhepunkt im Reychsgeschehen von der weiterhin
ungebrochenen Lebenskraft des Reyches und seiner Sassen. Zunächst garantierten dafür die Herr-
lichkeit en Rt Bo-vidl, Rt Schmunz und Rt Forch-di-net.
Mit Elan und glücklicher Hand führten sie das Reych in das bevorstehende Vierteljahrhundert.
Die 75-Jahr-Feier am 1.5. a.U. 140 im Festsaal der profanen Plassenburg, zelebriert von den nunmeh-
rigen Herrlichkeiten, den Rtt Aans-nuch, Schmunz und Pharmeur darf sicherlich eine Sternstunde
Schlaraffias genannt werden. Einmalig war an diesem Festtag wohl auch Culminahas Gastfreund-
schaft. Ohne (!) Brückenzoll zu erheben, hatte Culminaha zum Fest geladen und ungezählte, hoch-
edle Schlaraffenfreunde samt Burgfrauen gaben dem Reych die Ehre.
Im Lenzmond a.U. 144 überstrahlte besonderer Glanz die festlich geschmückte Dreisteinenburg:
ASR Rt Van der Goschen überreichte unserem hoch verdienten Großfürsten Rt Münzer die Brillan-
ten zum GU-Orden.
Das Ende der Winterung a.U. 144 brachte für Culminahas Sassen aber auch einen schmerzlichen
Einschnitt. Die in nahezu 30 Jahrungen lieb gewonnene „Burg zu den drei Steinen”, im profanen
Ratskeller Kulmbachs gelegen, musste widriger Umstände wegen aufgegeben werden. Entschlos-
senheit und Tatkraft der Ritterschaft ermöglichten es jedoch, noch in der darauf folgenden Winte-
rung eine neue, die nunmehr dritte „Burg zu den drei Steinen” zu beziehen.
Unter maßgeblicher Führung der Rtt Bier-Gynt, Schmunz und Quadratus erstand in kürzester Zeit
der prächtige Bau. Der großen Kunst der Burgfrau Schmunz verdanken wir dabei die Übertragung
der wertvollen, von wld Rt Maxis einst geschaffenen Wandfresken. Nicht nur Uhu fühlte sich so
im neuen Horst auf Anhieb wohl. Am 7.10. a.U. 144 konnte die gar feierliche Burgweihe vollzogen
werden.
Derart gerüstet konnte das Reych Culminaha im Eismond a.U. 145 zur Mutter-Töchter-Sippung
laden. Großmutter Norimberga, Mutter Baruthia, die Schwestern Curia Salensis und Zwo Pruggen,
und natürlich das gastgebende Reych, sippten frohgemut im Glanz der neuen Burg. Allein Uhus
Fügung war es, dass sich daraus eine alljährliche Gemeinschaftssippung mit dem Schwesterreych
Curia Salensis entwickeln sollte.
Ein weiterer Höhepunkt in Culminahas Geschichte verbindet sich mit dem Hornung a.U. 148: Schla-
raffisches Urgestein, Großfürst Rt Hello vom Druckebold, erfuhr höchste Ehrung: Galt es doch 50
Jahrungen erfüllten Schlaraffenlebens zu feiern. Sprengelfürst Rt Horakles schmetterte seine Hexa-
meter nicht nur zur Freude des Jubilars.
Heute führen als Oberschlaraffen die Rtt Sua Fregger, Knapp dran und Galileo das Reych ins nächs-
te Vierteljahrhundert Allschlaraffias.
41 muntere sesshafte Ritter, drei Fahrende, zwei Junker, vier hoffnungsvolle Prüflinge, dazu 10 Eh-
renritter und fünf Amici zeigen das Reych auch weiterhin als „einen überaus lebendigen Uhuhorst”,
zu dem auch in Zukunft Gastrecken aus allen Teilen des Uhuversums immer wieder gerne einreiten
werden.
C h r o n i k B a n d I V d e r A l l s c h l a r a f f i a ® m i t I n h a l t s v e r z e i c h n i s d e r 4 C h r o n i k e n O s t e r m o n d 1 5 3 , L a n g s a m , P s e u d o - S c h w a b , T a u r r i e s e u s
246 Gaudia mundi
Während der Winterung a.U. 124/125 führte die intensive Suche nach einer neuen Burg zum Erfolg.
Eine seit Jahren leer stehende Werkstatt konnte angemietet werden. Mit enormem Kostenaufwand
und einem Kraftakt an Eigenleistungen erfolgte der Umbau. Unter Führung des kreativen und ge-
nialen Burgbaumeisters Rt Sophistes wurde in nur 5 Monaten ein grandioses Meisterwerk mit ein-
zigartigem Ambiente vollbracht. Unmengen origineller Ideen und durchdachter Details wurden fast
ohne fremde Handwerker verwirklicht.
A.U. 134 konnten wir das Gebäude für rund 80 000,- DM erwerben, wahrlich ein Schnäppchen, um
das uns manch anderes Reych heute noch beneidet. Inzwischen sind wir nahezu schuldenfrei! Am
24.9. a.U. 135 feierten wir glücklich und heiter die Sondersippung „Die Burg ist unser”.
Während der Freiatzung verbreiteten die „Gmender Geigerla” mittelalterliches Flair in unserer „ei-
genen” festlich geschmückten Fünfknöpflesburg.
Unser 75. Stiftungsfest zelebrierten wir am 13.11. a.U. 140 im Hans-Baldung-Grien-Saal im Stadt-
garten. Nahezu 100 Freunde feierten mit uns vier Stunden lang mit Witz, Humor und vielen mu-
sikalischen Einlagen. Das schönste Geschenk unserer Gäste: Keiner hatte vorzeitig die Festburg
verlassen.
Rechtzeitig zum Fest wurde auch die erste vollständige Chronik unter Leitung von Rt Heck-tik fer-
tig. Die Vorarbeiten dazu verdanken wir der Sammelleidenschaft unseres Rt Skizzewitz. Die 2.000
Sippung am 1.2. a.U. 147 geriet zum rauschenden Fest mit einem Feuerwerk brillanter Fechsungen
in unserer bis auf den letzten Platz gefüllten Burg.
Wie schon zuvor beim Stiftungsfest erschienen auch von dieser beeindruckenden Sippung Farbbe-
richte in beiden Gmünder Tageszeitungen. Jedes Reych hat seine Besonderheiten. So trägt bei uns
der Ritter, der die Blaue Kerze entzündet, auf Sippungsdauer die Schärpe des versunkenen Reyches
Preciosa Iserina. Auch unsere Jahrungsringe mit dem grünen Smaragd erinnern an dieses Reych.
Eine besonders wertvolle Seltenheit stellt unsere Iserinakette dar. Bei der künstlerischen Arbeit
wurden Originalstücke dieses ehemaligen Reyches verwendet. Zu Ehren jedes ersteinreitenden
wird der Fünfknöpflesgral geöffnet, wobei „die vor Ehrfurcht erschauernden Sassen vom gaudia-
mundischen Geist unvergesslich erfüllt und durchdrungen werden”. In jeder Winterung gibt es die
Remstalreyttersippung, die Uhubaumfeier mit Burgfrauen und jeden Aschermittwoch die taxfreie
Heringsatzung.
Sir Peter Ustinov erkürten wir a.U. 145 zum Ehrenschlaraffen Nero, alldieweil jener Mime in unse-
rer Stadt mit Remswasser getauft worden war. Seit zwei Jahrzehnten schwankt unsere Sassenzahl
stets um die 50, was wir für durchaus gut erachten. So geht das schönste Reych an der Rems mit
einer stattlichen Junkertafel und gesunden Finanzen einer verheißungsvollen Zukunft entgegen.
Das walte Uhu!
C h r o n i k B a n d I V d e r A l l s c h l a r a f f i a ® m i t I n h a l t s v e r z e i c h n i s d e r 4 C h r o n i k e n O s t e r m o n d 1 5 3 , L a n g s a m , P s e u d o - S c h w a b , T a u r r i e s e u s