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A.U.125 befand sich das Reych im 56. Jahr seines Bestehens. Es umfasste 45 Sassen, von denen 24
den Weg gen Ahalla antreten mussten.
Trotz etlicher Neuzugänge, aber auch infolge von Abgängen profaner Natur, schrumpfte die Sassen-
zahl auf 23. Unsere Ranchoburg befand sich zu dieser Zeit als Untermieterin im Club Transatlantico.
Als Baufälligkeit den Club zur Übersiedelung zwang, musste auch für unsere Burg eine Lösung
gefunden werden.
Dank des unermüdlichen Einsatzes von Rt. Quant wurde trotz starker Opposition a.U.128 ein Burg-
baufond geschaffen und schließlich beschlossen, selbst zu bauen. Da der inflationsgeschützte
Burgbaufond an eine 4-wöchige Kündigungsfrist gebunden war, schoss wld Rt Knurrhahn a.U.132
den Kaufpreis zum Erwerb eines Grundstückes von 10 x 25 m vor, auf dem bald eine Burg ganz nach
dem Geschmack der Sassenschaft entstand. Baupläne, Statikberechnung und Bauaufsicht wurden
von Fachkräften der Sassenschaft übernommen. Der Auftrag ging an die Firma des Burgknappen
eines Sassen.
Dank intensiver Campagne zur Anhebung der Finanzen, Beiträge befreundeter Ritter und Erhöhung
der Jahresbeiträge konnten a.U.134 das Richtfest und a.U.136 die Weihe unserer Burg mit Turm
und zinnengekröntem Söller erfolgen. Den Rittersaal schmücken Wandgemälde und Wappen der
Ursprungsreyche, gestaltet von wld Rt Carliostro. Das Erdgeschoss wurde an einen Gastronomen
vermietet und zu einem Restaurant ausgebaut. Um den Besitz des Nachbargrundstückes für das
Reych als Parkplatz zu sichern, erwarb wld Rt Knurrhahn dieses Grundstück, das das Reych seinen
Erben zum Marktpreis abkaufte und nun als Sattelplatz benutzt. Die Transaktion erforderte eine
erneute Sammel- und Spendenaktion, an der sich befreundete Reyche und Ritter beteiligten. Wäh-
rend des Berichtszeitraumes gab es verschiedene interessante Ereignisse, wie a.U.129 das 60. Stif-
tungsfest mit Burgfrauen, zu dem der gesamte ASR und 100 Sassen befreundeter Reyche einritten.
Ein Ausflug führte uns zu einer Krystalline in einem von Indianern bewohnten Landstrich, wobei
die Indianer ihre traditionellen Tänze vorführten. A.U.144 das 75. Stiftungsfest, verbunden mit der
Austragung einer Reychsfehde zwischen unserer Tochter Rio Carioca und der h. Landeshuota.
Es gab Reychsfehden mit unserer Tochter Rio Carioca (a.U.140) zu Curitibana und mit der Enkelin
Curitibana zu Porta Alegrensis (a.U.146) A.U.145 beehrte das ASO São Paulo mit seinem Besuch
und begeisterte 600 Zuhörer mit seinem grossen Konzert im Club Transatlantico.
Am nächsten Abend erfolgte ein strahlender Burgfrauenabend, zu Ehren der Gäste und ihres Tros-
ses. Zwei Gemeinschaftssippungen (a.U.127 und 147) mit der Rio Carioca in Penedo, auf halber
Strecke zwischen beiden Reychen, stärkten die Bande zu unserem Tochterreych.
A.U.147 ritten ein Fähnlein von 32 Sassen und fast der gesamte ASR mit seinem Vorsitzenden Rt
Ton-DIN zu einer schönen Festsippung mit Burgfrauen bei uns ein, wobei wir noch nie so viele liebe
Gäste in unserer Burg beherbergt hatten.
C h r o n i k B a n d I V d e r A l l s c h l a r a f f i a ® m i t I n h a l t s v e r z e i c h n i s d e r 4 C h r o n i k e n O s t e r m o n d 1 5 3 , L a n g s a m , P s e u d o - S c h w a b , T a u r r i e s e u s
276 Zu den Gyssen
Das Reych war auch in diesen 25 Jahren ein lebendiger, gefestigter und weit über die Grenzen hinaus
beliebter Hort Schlaraffias. Und... es hat endlich eine eigene Burg! Dafür wurde a.U. 131 mit Mut,
großem eigenem Aufwand an Mammon und Arbeit ein Grundstück mit Werkhalle erworben und zu
unserer Hessenburg umgebaut und gestaltet. Es ist ein Schmuckstück geworden! Wir sind stolz,
zumal wir ca. 15 Jahre später schuldenfrei sind!
Spiegelgerechtes, humorvolles Spiel, niveauvolle Kunst-, Themen- und Burgfrauen-Sippungen so-
wie das jährliche Fest der Gleybergritter mit dem beeindruckenden und in höchstem Maße vom
schlaraffischen Ceremoniale getragenen Ritterschlag sind wie bislang Markenzeichen des Reyches.
Darüber hinaus sind hier aber auch das in unserem Reych kreierte und gepflegte Spiel der Truch-
sesse, die Freude, sich im Duell zu messen, und die Sommerkristallinen als Spiel und Freundschaft
belebende Elemente zu nennen. An besonderen Höhepunkten schlaraffisch-gesellschaftlicher Art
ragen die Jubiläen des 60. und 75. Stiftungsfestes heraus. Das 60. feierten wir mit einer bunten
Folge von Fechsungen und musikalischen Vorträgen, das 75. nach dem Motto „zurück zu den Ur-
sprüngen Schlaraffias, dem Theater” im Musentempel der Stadt.
Mit dem von Rt Boni als Hofnarr inszenierten ca. einstündigen ,,schlaraffischen Prolog”, einer Fest-
aufführung des Musicals ,,My Fair Lady” durch das Theaterensemble und dem nachfolgenden Fei-
ern in allen Räumen des Musentempels war es ein glanzvolles Fest. An persönlich-schlaraffischen
Jubiläen konnte das Reych 30 Urs, 19 GU, 4 Träger der Brillanten sowie je einen Großkristall und
Lorbeer zum Großkristall feiern.
Darüber hinaus seien als Ausdruck großer Kontinuität in der Besetzung der Wahlwürden 12 Ernen-
nungen zu ErbO, ErbK, ErbJ, ErbSch, ErbM, ErbC und ErbW zu erwähnen sowie Engagement und
Leistungen der Rtt Ebigon, Stückche und Ter-Lahn hervorzuheben, die in dieser Zeit das 30- und
20-jährige Thronjubiläum bzw. 20 Jahre K feierten.
Die Sassenzahl des Reyches ist von 55 über 63 a.U. 129 auf 45 a.U. 149 gesunken. 29 Neueintritten
standen 31 Ahallaritte und 7 Austritte entgegen. Bei den Ahallaritten, von denen jeder uns sehr ge-
troffen hat, sei der des Reychsfürsten Brummerich a.U. 145 hier besonders erwähnt.
Als neuer Reychsfürst wurde Rt Ebigon vom Reych aufs Schild gehoben. Die Freundschaft zu den
Nachbarreychen wird durch zahlreiche Ausritte sowie die Einritte der Freunde in unser Reych ge-
festigt. Darüber hinaus wurde – nun schon über 60 Jahre – die besondere Verbundenheit mit dem
Reyche Wormatia in den jährlichen Freundschaftssippungen und zu anderen Anlässen gepflegt.
Die zahlreichen Ordens- und Titulverleihungen unseres Reyches und die Erkürung von 13 Land-
grafen und 5 Ehrenrittern in diesem Berichtszeitraum sind Ausdruck der Verbundenheit mit den
Nachbarreychen und der Wormatia. Auf dem Gleyberg werden dabei die Treuesten der Treuen seit
a.U. 139 mit dem eigens dafür gestalteten ,,Gleybergstein”ausgezeichnet und bei den Ordensfesten
neben den konventionellen Orden die neu kreierten und individuell gestalteten Orden ,,Stein am
Band” oder ,,Stein im Brett” verliehen.
Bleibt der Blick in die Zukunft: Das Reych Zu den Gyssen stellt sich freudig-optimistisch und aktiv
den Herausforderungen und wird als fester, der Tradition verpflichteter Bestandteil Allschlaraffias
weiterhin blühen!
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