Beschreibung
Eysler, Edmund Prof. (auch heute noch gern gehörte Melodien.)
Titel: Bruder Straubinger
Reych: Nr. 296 Auf der Mauer (Wien)
Geb.: 12.03.1874 in Wien
Gest.: 04.10.1949 ebenda
Volltext
österreichischer Komponist Eisler war ein Kaufmannssohn und wurde am Konservatorium in Wien von A. Door in Klavier, von R. Fuchs in Harmonielehre und Kontrapunkt und von Joh. Nep. Fuchs in Komposition unterrichtet. Nach Beendigung seiner Studien wurde er zunächst Klavierlehrer und später Komponist. Das Schicksal hat es gewollt, dass er über Nacht mit der Operette „Bruder Straubinger" populär wurde, die am Theater an der Wien uraufgeführt wurde. Seitdem schrieb er seinen Namen mit „Y“. In den folgenden Jahren brachte er jedes Jahr eine oder zwei Operetten heraus. Die bekanntesten sind „Der lustige Ehemann" mit dem berühmten „Weinlied“, „Der Frauenfresser", „Die Schützenliesel" mit dem populären „Mutterl-Lied" und „Bella Mamina". 1927 glückte ihm wieder ein großer Wurf mit der Operette „Die gold'ne Meisterin". Lieder wie „Du liebe, goldene Meisterin" aus der gleichnamigen Operette oder „Küssen ist keine Sünd' . . ." aus der bereits 1903 im Theater an der Wien aufgeführten Operette mit Alexander Girardi in der Titelrolle, sind Eingeschlossen in sein Werk sind neben 60 Operetten und Singspielen auch Tänze, Lieder und Klavierstücke. Während des Dritten Reiches wurden seine Werke verboten, obwohl er sich katholisch taufen ließ. In dieser für ihn schweren Zeit lebte er in äußerster Not, obwohl er von Verfolgungen verschont blieb. Die Stadt Wien ernannte ihn zum Professor, gab ihm das Bürgerrecht und verlieh ihm das Silberne und Goldene Ehrenzeichen. Als er seinen 75. Geburtstag feierte, erhielt er den Ehrenring der Stadt Wien. Als er starb, erhielt er ein Ehrengrab im Zentralfriedhof zu Wien. (Text: N.N. / Das Blaue Buch)
Quelle: Mediathek Schlaraffia Arnstadt