Reych Nr. 51

Rembrandt Harmenszoon von Rijn

Unbekannt ·P-R

Beschreibung

Rembrandt Harmenszoon von Rijn
Titel: Hell-Dunkel
Reych: Nr. 51 Chasalla (Kassel)
Geb.: 15.07.1606 in Leiden
Gest.: 04.10.1669 in Amsterdam

Volltext

niederländischer Maler Der Sohn eines Müllers besuchte zunächst die Lateinschule und kurzfristig auch die Universität, aber schon als Zwanzigjähriger richtete er sich eine Werkstätte ein, um sich seiner Malerausbildung zu widmen. Er war Schüler von P. Lastmann und Swanenburgh und blieb bis 1631 in Leiden. In dieser Frühzeit schuf er hauptsächlich biblische Bilder in kleinen Formaten, deren Szenen sich im Dämmrigen oder durch Hell-Dunkel-Gegensätze dramatisierten Innenraum abspielten, wie „Paulus im Gefängnis", „Die Hl. Familie", ein „Selbstbildnis" (um 1628), „Simon im Tempel" sowie Radierungen „Bildnis der Mutter", „Diana im Bade" u.a. Nach seinem Umzug nach Amsterdam heiratete er die aus reichem Hause stammende Saskia Uylenburgh. Hier begann die zweite, erfolgreiche Schaffensperiode, in der er alle Stoffgebiete , biblische Szenen und Portraits, Landschaften, geschichtliche und mythologische Darstellungen und Genreszenen umfasste. Außer diesen Darstellungen, die er zu rubensähnlichen, barocken Kompositionen gestaltete, wie z.B. „Danae“, wandte er sich dem intensiven Studium des Gesichtes zu. Er wurde der gefragteste Portraitist von Amsterdam und schuf - nach der Tradition des Landes - zahlreiche Gruppenbilder örtlicher Vereinigungen, wie die dramatisch aufgefasste „Anatomische Vorlesung des Dr. Nicolaes Tulp" oder die „Nachtwache". Die Entwicklung ging vom harten Naturalismus der Frühzeit und dem scharfen Hell-Dunkel zur Milderung der Härten und zunehmender Farbigkeit. Werke dieser Zeit sind die „Gewitterlandschaft“, „Opfer Manoahs", die Radierungen „Verkündigung an die Hirten", „Heimkehr des verlorenen Sohnes" und der „Tod Mariä". Die Spätzeit ist charakterisiert durch ein Nachlassen allzu dramatischer, barocker Wirkungen und eine zunehmende Verinnerlichung. Zu dieser Epoche gehören die Hauptwerke „Christus und die Ehebrechein", „Christus und die Jünger in Emaus" (Louvre), „Jakobs Segen", „Rückkehr des verlorenen Sohnes", „Jan Six", das Gruppenbildnis „Die Staalmeesters", die „Judenbraut“, „Christus heilt die Kranken", „Die drei Kreuze" und ,,Kreuzabnahme bei Fackelschein". Seine Ca. 700 Gemälde, Ca. 300 Radierungen, Ca. 1600 Zeichnungen sind über die ganze Welt verstreut und gehören zu den begehrtesten Kunstwerken. Rembrandt gelangte durch sein unermüdliches Schaffen rasch zu Wohlstand, konnte aber nicht wirtschaften. Er gab sein ganzes Vermögen für Altertümer, Bilder, Schmuck und kostbare Kostüme aus, die er mit großer Leidenschaft sammelte, so dass 1656 sein restliches Vermögen zwangsversteigert wurde. Rembrandt starb arm, einsam und verlassen. (Text: N.N. / Das Blaue Buch)
Quelle: Mediathek Schlaraffia Arnstadt