Beschreibung
Wagner, Julius
Titel: Tannhäuser der blinde Hesse
Reych: Nr. 312 Am Eschenwege (Eschwege)
Geb.: 1838 in Eschwege
Gest.: 31.12.1876 in Prag
Volltext
Weiland Sasse des H.R. Praga Ritter Tannhäuser der blinde Hesse, genannt „der Milde", ist als Praga-Ritter einer der ältesten Schlaraffen, die zum Ehrenschlaraffen erkürt wurden. Das Reich Am Eschenwege hat ihn dazu auserwählt, da er in dessen Gemarkung geboren wurde. Sein ausführlicher Lebenslauf geht aus der Titelseite der Schlaraffen-Zeitung Nr. 15 hervor, der hier auszugsweise wiedergegeben wird: „Erbschlaraffe, Ritter des Dynamitordens, des Ordens für Kunst und Wissenschaft, des Leipziger Hausordens, Spektralklecks des Schlaraffenspektrums, oberster Reichsinspektor sämtlicher Schlaraffenreyche des Erdballs, erblickte im Jahre 1838 das Weltlicht als profaner Julius Wagner zu Eschwege in Kurhessen. Sein Stern führte ihn nach Prag, wo er all jene Ideen in der eben aufblühenden Schlaraffia verwirklicht fand, mit denen Uhu ihn schon als Knappe erleuchtet hatte. Unter der Leitung Höllensteins und des Grafen Gleichen schlug das Uhulicht in ihm zu hellen Flammen auf, so dass er am 1. Juni 1561 früherer schlaraffischer Zeitrechnung (a.U. 2) zum Ritter geschlagen und mit der Würde des Schatzmeisters bekleidet wurde. Profane Angelegenheiten zwangen ihn am 29. November 1562 (a.U. 3) zum Austritt, aber am 6. November 1570 (a.U. 11) ist er wieder aufgenommen worden. So ward er zusammen mit Raps und Hutten zum Oberschlaraffen erkürt. Das Reych verdankt ihm viele Stiftungen. Leider veranlassten ihn ausgedehnte Reisen das Zepter des Oberschlaraffen wieder niederzulegen (1575) und nur selten den Sippungen beizuwohnen, im Geiste aber ist er immer bei seinen Schlaraffenbrüdern. Er war und ist eine feste Säule der Schlaraffia." Der weitgereiste Kaufmann ist in der Sylvesternacht 1576 (a.U. 17) mit nur 38 Jahren gen Ahall (Text: N.N. / Das Blaue Buch)
Quelle: Mediathek Schlaraffia Arnstadt