Reych Nr. 276

Liebig, Justus von

Unbekannt ·J-L

Beschreibung

Liebig, Justus Freiherr von Prof.
Titel: Alchimist von der Liebighöhle
Reych: Nr. 276 Zu den Gyssen (Gießen)
Geb.: 12.05.1803 in Darmstadt
Gest.: 18.04.1873 in München

Volltext

deutscher Chemiker und Naturwissenschaftler Nach kurzer Apothekerlehre studierte Liebig Naturwissenschaften in Bonn, Erlangen und Paris. Schon mit 21 Jahren wurde er als Professor der Chemie nach Gießen berufen, wo er den Laboratoriumsunterricht begründete und völlig neue analytische Methoden entwickelte. Neben seinen Arbeiten zur analytischen Chemie, wie über das Verfahren zur Kobalt-Nickel- Scheidung, zur quantitativen Bestimmung von Blausäure und der Entwicklung einer Methode zur organischen Elementaranalyse, hat er auch Arbeiten zur technischen Chemie, wie z.B. der Galvanoplastik und der Glasversilberung geleistet. Ganz besonders ragen seine Forschungen auf dem Gebiet der organischen Chemie hervor, das er u.a. durch seine Untersuchungen über „Radikale“ (Benzoesäure, Harnsäure u.a.) und durch die Entdeckung neuer Stoffe, wie Chloral, Chloroform, Hippursäure u.a. erheblich erweiterte. Große Verdienste erwarb sich Liebig auch durch seine physiologisch-chemischen Untersuchungen und durch die agrikulturchemische Begründung der Mineraldüngung. Er gilt als der Erfinder des Backpulvers und des Fleischextraktes. Ab 1832 war er Mitherausgeber der „Annalen der Chemie und Pharmazie", 1840 veröffentlichte er seine Erkenntnisse über „Die organische Chemie in ihrer Anwendung auf Agrikulturchemie und Physiologie", 1842 „Die Tier-Chemie oder die organische Chemie in ihrer Anwendung auf Physiologie und Pathologie", 1843 ein „Handbuch der organischen Chemie" und 1844 „Chemische Briefe". 1845 wurde er in den Freiherrenstand erhoben, ging 1850 nach Heidelberg und 1852 nach München. Liebig zählt zu den größten Chemikern des 19. Jahrhunderts. Die Stadt München hat ihm zu Ehren ein Denkmal errichtet. (Text: N.N. / Das Blaue Buch)
Quelle: Mediathek Schlaraffia Arnstadt