Reych Nr. 23

Mozart, Leopold

Unbekannt ·M-O

Beschreibung

Mozart, Leopold
Titel: Papa-Genius
Reych: Nr. 23 Augusta Vindelicorum (Augsburg)
Geb.: 14.11.1719 in Augsburg
Gest.: 28.05.1787 in Wien

Volltext

österreichischer Komponist Der Vater von Wolfgang Amadeus Mozart kam erst nach dem Studium von Theologie, Jura und Philosophie zur Musik. Zunächst betätigte er sich als Geiger des Reichsgrafen und Salzburger Domherren, später als Vizekapellmeister und Hofkomponist der Erzbischöfe von Salzburg. Er schrieb zahlreiche Werke der Kirchen- und Instrumentalmusik, hiervon 48 Sinfonien, 6 Divertimenti, 5 Flötenkonzerte, 1 Trompetenkonzert, 1 Posaunenkonzert, 3 Klaviersonaten, 12 Violinduos und vieles mehr. Dabei baute er immer wieder „natürliche“ Geräusche wie Glockenläuten oder Hundegebell in seinen Werken ein. Zu seinen bekanntesten Kompositionen zählen „Eine musikalische Schlittenfahrt“ und die „Bauernhochzeit“. Als er das Talent seines Sohnes Wolfgang Amadeus erkannte, verstärkte er seine Bemühungen um dessen Förderung und, wie man heute sagen würde, Vermarktung. Schon zuvor betätigte er sich als Musiklehrer, im Geburtsjahr seines berühmten Sohnes erschien seine „Gründliche Violinschule“, ein bedeutendes Zeugnis der Musiktheorie des 18. Jahrhunderts. Da der Ruhm des Sohnes schon in dessen Kindertagen immer stärker wuchs, war es unvermeidlich, dass ihn Leopold auf seinen Reisen zu den Höfen Europas begleitete. Während dies von seinem Fürsten und Gönner Sigismund III. Graf Schrattenbach sogar gefördert wurde, eskalierte die Situation unter dessen Nachfolger Hieronymus Graf Colloredo so sehr, dass Leopold und Wolfgang aus den Diensten des Salzburger Hofes entlassen wurden, Leopold jedoch kurz darauf wieder aufgenommen wurde. Die Position des Kapellmeisters hatte er bis zu seinem Tod inne. Als es seinen genialen Sohn nach Wien zog, wohl auch um sich gleichsam vom Salzburger Hof und dem strengen Vater frei zu machen, entfremdeten sich Vater und Sohn zusehends. Wolfgangs Ehe mit Constanze Weber trug verstärkt dazu bei. Anlässlich eines Besuchs in Wien missbilligte Leopold Wolfgangs leichten Lebenswandel und seinen beginnenden Verfall, der im Gegensatz zu seinem Genie stand. Ebenfalls in Wien wurden beide als Mitglieder der Freimaurerloge „Zur wahren Eintracht“ geführt. Wolfgang sollte seinen Vater, der 1787 in Wien starb, nur um 4 Jahre überleben. (Text: Rt. Koi (247))
Quelle: Mediathek Schlaraffia Arnstadt