Der
Oberschlaraffe fragt nun: ,,]unkenueister, sind Eure Jun/ur noch WilleHs
Ritter zu werden?"
Antwort des Junkermeisters.
Der fung. Oberschlaraffe fragt weiter: "Verdienen diese ],mker die 110ue Aus
zeichmmg?"
Antwort des Junkermeisters.
Hierauf entläßt der Oberschlaraffe den lunkermeister, und erteilt dem Herold den
die Junker durch ihren Meister vorstellen zu lassen. Der Herold vollzieht
und der Junkermeister führt sodann die Junker vor den Thron, die
unter dreimaliger würdiger Verbeugung sich dem Thron nahen. Der Junkermeister
stellt sie einzeln dem Namen und der Nummer nadl vor, und der fung. Ober
schlaraffe
,,]unher, ich
Eudt im Natuen des AHA, OHO Jmd UHU, der Oberschlaraffel1
U11d Ritter unseres überaus fröhlichen Reyches, seid Ihr bereit elen Rittersdllag Z'l
empftmgen?"
Die Junker antworten mit: "Ja!"
Hierauf fährt der fung. Oberschlaraffe fort: "So verharret I;j GelueiHschaft lUit dem
Ritter ]unker1#.clster In eiltel' letzten entsteH Prüful1g Eurer selbst, bis wh Eual
rufen. "
Hierauf entfernen sich Junkermeister
Hierauf ziehen sidl Junkermeister und
und Junker wo möglich aus dem Lokale.
Junker möglid1st weit zuriick.
Der
Obersdllaraffe beruft nun durch den Herold den Schulrat und stellt an ihn
die Frage, ob er die Befähigung der Junker für vollkommen hält.
Antwort des Sd1UIrates.
Sodann holen die Truchsesse die Junker nebst ihrem Junkenneister, und es folgt des
fung. Oberschlaraffen Festrede über die Bedeutung der Schlaraffia und der von den
Junkern zu erlangenden neuen Würde. Nadl der Festrede ziehen sim Junkermeister
und Junker wieder zurück. Der fung. OberschlaraHe fordert alsdann den geheimen
Schlaraffenrath auf, zu erscheinen, und
.. Habt iur weiseH Riitlte der Schlaraffia gegen deH Ritterschlag irgendwelclte Eilt
zu lUachel1?"
Antwort des geheimen Schlaraffenrathes.
Der fung. Oberschlaraffe fragt nun weiter: "So ]eH1a11d unter deH edleH Rittem
Unseres Reymes eine ernsthaftliche Einsprache wider des Junkers/(der Junker)
Standeserl1öhUltg zu tun hat, so steue er aHf, uHd redei"
Findet mlll eine solche Eil1spradle zu Ungunsten eines Junkers statt, so haben sämt
liche Ritter über die Tragweite der Folgen für den Junker abzustimmen. Findet
dagegen kein Einwand statt, so gibt der rung. OberschlaraHe den fanrarenmeistern
das Zeimen zu einem Trompetenstoß, der für den lunkermeister und sein
den Ruf der Wiederkehr zum Throne bedeutet. Alles erhebt sich nun, und der fung.
Oberschlaraffe teilt dem Junker, im Falle der Ritterschlag noch nicht zulässig ist,
den desrallsigen Besdlluß der Rittersdlaft mit -
im anderen Falle aber spricht eI:
"Dural des AHA-Höchsten G"mst bestil1mlt, hab eH die Oberschiaraffelj ulla Ritter
Unseres so überaus fröhlicllCll Reyches beschlosseIl, El1ch in ihre Gemeinschaft alif
zunehme;:. Leistet vor dem AHA, OHO uHd UHU de,j Sc!lwur der Trelie auf delj
bemfel1el1 Leib des AHA-Höchstel1i"
150
Nach diesen Worten tritt der Kantzler mit dem AHA (Trinkgefäß) in der Hand zu;n
Thron, und liest, nachdem der Junker, oder sind es mehrere, die Junker paarweise
den Teppich zum ersten Male betreten. und der Junkermeister sich zum Adels
marschall gestellt hat, die EidesformeL welche also lautet;
"Schwört beim UHU, OHO. AHA,
den Geistem der Schlaraffia,
das Malz und den HopfeH zu eTtreH,
dem Wirte das Taufm zu wehreN!
Stets Tteiter UNd froll zu sein
[;r ,tHserell1 lustigen Vel'eiN.
AucJ.1 keine Nacht/mg zu schwä/Jzen,
Und SONsten auch bei uns zu gliiHzeH!
PÜH/ttUch deN Beitrag zu el1trichten,
Zu filgen Euch in den Spruch der GerichteH!
A1-H Scherz und Emst stets Teil zu Nellmel!,
Und HidJt Euch bloß zu Nichts bequell1eH!
Dies schwört mir beüH UHU, OHO und AHA!
DelJ Geistern der Schlaraffia!"
Die :zwei letzten Verse werden von der ganzen Ritterschaft im Chor wiederholt.
Sodann spricht der fung. Oberschlaraffe:
"So frage Idl Eud1 del1H itH Namen Unseres gelJ1eiljschaftlicheH Heiles, lJabet litr
jedes Wort dieses feierlich eH Schwures vernOUJlften, .md \Vollet Ihr aeHse1be/1 auf
den berufeHeH Leib des AHA-Höd1sten leisten, so rufet eiH lautes: ,Ich schwöre!'''
Der Junker. der während der Verlesung der Eidesformel schon die rechte Hand auf
das heilige Gefäß gelegt hat, spricht laut und deutlich: "Ich schwöre!" und der
Kantzler und der Herold treten zurück.
Die nächsten Worte des Oberschlaraffen sind nun:
"Kl1iet l1iedcl'''
Der Junker kniet und der fung. Oberschlaraffe schlägt ihn dreimal mit dem Schwert
im Namen des AHA. OHO und UHU, küßt ihn auf die Stirn und hebt ihn auf.
Unter vielen Tamtamschlägen, Tusch und Fanfaren empfängt der Junker sodann vom
Oberschlaraffen rechts die Rittenniitze. vom OberschlaraHen links die Schärpe und
tritt dann vor die spalierbildenden Ritter zurück. Sind mehrere Junker, die zu Rittern
geschlagen werden sollen, so wird immer an zweien zugleich die Ceremonie vor·
genommen. Ist der letzte Junker zum Ritter geschlagen. so tritt der Adelsmarschall
vor und übergibt dem fung. Oberschlaraffen die Namensverzeichnisse der einzelne:!
neuen Ritter. Aus dreien Namen, die für jeden neuen Ritter bereit gehalten werden,
erwählt der neue Ritter sich einen und der fung. Oberschlaraffe spricht nach der
Wahl:
"Der lUHiler No . .... ist durch des AHA-HöchsteH GUl1st. des Gesetzes Laut. de;'
OberschlaraffeH, Ritrer und seineH eigenen WilleH forum Imd immer der Ritter
der gewählte Name).
Nach jedem Namen erfolgen Tusch, Fanfare und LULU-Ruf der Ritter. Durch den
Mundschenk ist inzwischen der gefünte OHO in Bereitschaft gehalten, und nach der
Namens-Verkündigung begrEßt der fung. Ober~chlaraHe die neuen Ritter mit einem
OHOtrank, worauf abermaliger LULU-Ruf der Ritter und Singen des AHA-Liedes
No. 4 stattfindet. Hierauf folgen die Dankreden der neuen Ritter, die je durch
Tusch und anhaltende Fanfaren geschlossen werden.
-
151
NaCh einigen Worten entläßt der
Unter Trompetengeschmetter und Pau
ObersChlaraffe die neuen Ritter,
kengerassel ziehen nun alle Reychs
siCh nun zurückziehen, und von den
angehörigen. vorall die neuen Ritter,
alten Rittern bewillkommnet werden,
vor dem Thron vorüber, die Ober
während die Truchsesse die alte Ord
schlaraffen treten unter den Baldachin
nung wieder herstellen.
und alles zieht hinaus.
Jeder neue Ritter hat alsdann den AHA kreisen zu lassen, den zu trinken er nun
zum ersten Male berechtigt ist. Die neuen Ritter werden vom Kantzler protocolliert.
4. Die Erhebung :zum Junker
Ist ein Reychsbürger
Junker ZU werden, so hat der Junker- und Reychs..
marschall die Anzeige hiervon
Reychsmarschall zu machen. worauf Letzterer an
den ObersChlaraffen Bericht erstattet. Sobald der Oberschlaraffe seine Genehmigung
erteilt hat, werden Tisch und Stühle an die Wand
und die Ritter stellen sid1
vor den Tischen auf. Die ReyChsbürger nehmen ihren Platz an der Eingangstür, die
Junker versammeln sich bei dem Junkermeister und versehen sich mit den kleinen
Trompeten, der Fanfarenmeister tritt hinter den RegierungstisCh, und sChickt sich an
zum Trompetenstoß.
Sobald nun der bng. Oberschlaraffe den Junkermeister aufgefordert, ihm die zum
Junkerstand herangereiften ReyChsbürger vorzustellen, schreitet cer lunkermeister il1
Begleitung der Junker zur Tür, und führt die gereiften
vor den Regie
rl111gstisCh, bei welcher
die lunker den
zu blasen haben.
Nach der Präsendation knien die Reychsbürger auf den
vom Truchseß ausge
breiteten Teppich, und der Oberschlaraffe hält eine Anrede an dieselben. Nach dieser
erheben sich die Reychsbürger auf den Stoß der Trompete des Fanfarenmeisters, und
der Oberschlaraffe fragt sie, ob sie gewillt sind, gute und wackere lunker werden
zu wollen, welche Frage sie zu bejahen haben.
1st das Versprechen gegeben. so ernennt der Oberschlaraffe sie zu Junkern und er,
teilt ledem die zu seinem Vornamen gehörige Nummer, und reicht jedem einzelnen
die Hand. Der Truchseß hält den UHU gefüllt in Bereitschaft, und der OberschlaraHe
trinkt den neuen Junkern zu, die Ritter und alten Junker trinken ebenfalls.
Sodann hält der von den neuen lunkern gewählte
eine Dankrede an den
Oberschlaraffen. NaCh
[… Fortsetzung im Originalband]