gerichtlicher Suspendierung aus der Stammrolle gestrichen. Die Petovia hatte
am 7. des Christmonds a. u. 34 (15'93) die Colonie KllittelfeIdia gegründet.
Im Lethemond a. u. 68
wurde die Poetovia von der h. Marpurghia
durch ihren R. Frauel110b und den R. Relwrd (Bosna
wiedererweckt. Am
25. des Lenzmonds a. u. 79 (1938) ist das Reych aus dem Verbande All
schlaraffias ausgetreten.
In den Stammrolien a. u. 100 (1959) werden in bestehenden Reychen er
wähnt: 3 seßhafte und 4 fahrende Sassen.
Nr. 59 FRA N CIS C AN A CA LI f 0 R N 1 A
(San Frandsko, Californien)
gegriindct 26. 1. a. u. 25' (1884)
Die Urgeschichte Allschlaraffias
wie sehr
diese ihr Entstehen und Weiterverbreiten deutschen
BüIlllenkünstlern verdankt. Für diese, durch die
ihres Berufes zur
Ge'~wungencn bedeutet Schlaraffia eine Art Asyl in
der profanen Fremde. Wo sie noch keine Niederlas
sung UHU's fanden, erbauten sie ihm eine und
warben Jünger in
und
Kreisen.
Gleiche Ursachen,
Wirkungen. Die An
fangsgesd1ichte wiederholt sich in den Bereichen der Neuen 'Veit. UHU erklärt
die Zeit für reif, den ersten Flug über die großen Wasser zu wagen.
In die beiden letzten Dekaden des 19. JahrhundertS fälit die Hochblüte
des Deutschtums und der deutschen Kultur auf amerikanischem Boden. Von
drüben kommende Theatergesellschaften fanden reichen Zuspruch; der Erfolg
der einen zog andere nach sidl, die an der künstlerischen und materiellen
Ernte beteiligt sein wollten. Mit ihnen kam UHU.
Solch eine Schauspieltruppe begann im Herbst 1883 ihr
San Francisco. Zu ihren Mitgliedern zählte Adalbert
h. Berolina. Er begeisterte die Stammtischrullde seiner
und Be
kannten für den schlaraffischen Gedanken durch solch
Bered
samkeit, daß bereits am 16. des Windmonds a. u. 24
83) beschlossen wurde
"auch hier so eine Schlaraffia" zu gründen. Leider war aber der Junker
Adalbert spiegelgemäß gar nicht
die Rolle eines Gründers 2;U
Jen; es mußte daher ein außergewöhnlicher Ausweg
h. Berolina schlug ihm in absentia zum R. COhliHbus der
stand der Gründungsbewi1ligung nichts mehr im Wege, da sich für sie auch
Erbkantzlel' Barnabas der h. Allmutter besonders eingesetzt hatte. Die Fran
502
dscana California konnte sich als erstes außereuropäisches Reych im Eis
mond a. u. 25 (1884) der wachsenden Großmacht UHU's anschließen.
Obwohl viele der Erzschlaraffen bald wieder austraten, wuchs die Colonk
unter Hkt. Columbus weiser
Durch ein gar gewaltiges Fest wurde
a. u. 26 die Reychs-Sanktion
Ihm wohnte als Pilger die zukünftige
Exzellenz R. Sigillarius bei, der
das Kantzlerambt während 25 Jahrun
gen betreute.
Der Ahallaritt dreier Sassen sowie der Wegzug mehrerer anderer bedrohte
a. u. 30 (1889) bedenklich den Bestand des jungen Reyches. Der Verlust
wurde wettgemacht durch die Mitglieder einer neuen Theatergesellschaft,
unter ihnen R. Sclweidcrtöte1 VOH der
Gründer und Sasse der h.
Nova Yorkia. Um diese Zeit ritt auch R.
der TÖl1ebarmer ein; zu den
Worten des R. Perrus der Erdballb.;t111111er schuf er die
des Liedes
"Des Schlaraffen Glaube, Liebe,
eine edle Bereicherung unserer
Die wieder aufgeblühte Franciscana konnte zwei Reyche aus der Taufe
heben, beide weit entfernt von der Mutter und profaner Umstände wegen
nicht
geblieben; es waren dies die h. Siuii1grtai-Tse und die
letztere wurde von R. ÖlwunH gegründet, der später der h. Los-
Angela
Für diese hat die Franciscana a. u. 63
die Stelle
der Ziehmutter übernommen. Zum zweitenmal unterzog sich das
dieser
ehrenvollen Aufgabe, als a. u. 98 (19,7) die Colonie Prima Canadensis ent~
stand.
Auf die Vergangenheit zurückblickend muß des furchtbaren Erdbebens und
Feuers gedacht werden, Elementarereignisse, die die Stadt San
Francisco fast völlig zerstörten. Während die Trümmer noch rauchten,
das Reych in unversehrt gebliebenen Heimburgen der Sassen. Schlaraffische
Hilfsbereitschaft durfte es in vollem Maße an sich selbst erleben. Kaum war
die Kunde von dem verheerenden Unheil ins Uhuversum gedrungen, wurde
Beistand von allen Seiten angeboten. Aber Franciscana nahm nur eine
von 500 Rosenobeln aus den Händen der Allmutter an sowie einen iSA'c""'"
Betrag als Erlös eines Konzertes. das der 111lvergeßliche R. Rostradamus in den
Gemarkungen der h. Nova Yorkia veranstaltet hatte. Die Burg am Goldenen
Tor konnte neu errichtet werden. Ein bleibende Stätte für das Reych wurde
aber erst vor 10 Jahrungen gefunden.
Trotz der Abgelegenheit der Franciscana wurden bei ihr im Laufe der Zeit
seßhaft 20 Sassen amerikanischer und 11 europäischer Reyche. Zwei Ritter
kamen von der h. Shanghai-Tse. Die Zahl der aus eigenen Reihen hervor
gegangenen Schlaraffen ist befriedigend; die große Zahl von Erbwürden
trägern
für deren getreue
und den inneren Zusammen
halt des
Sein ältester Sasse ist der im ganzen Uhuversum bekannte
und beliebte R. Quezal der SdlWOb, der nunmehr seit 58 Jahrungen UHU ge
treulich dient.
-
503
Nr. 60 FRA Neo V A DIA (Frankfurt/Oder)
gegründet :26. :2. a. u. :25 (1884)
Die Francovadia wurde am 16. des Hornungs
1584 als Tochter der Lignicia gegründet. Die Zahl
der fahrenden Sassen machte sich in nachteiliger
Weise auf die Weiterentwicklung des Reyches be
merkbar. A. u. 45
begann eine neue Blüte
periode für das früher so kümmerlich gedeihende
Reych. Der Gründer des Reyches, R. Hans Dido,
verstand den alten Sassen in schöner Weise die Tage
früherer Jahrungen wieder vor Augen zu zaubern
und so wurde, nach sorgsamer Vorbereitung des Nachwuchses, das 25. Stiftungs
fest in gar glanzvoller Art und Weise
das Zeugnis davon ablegte, daß
in der alten Oderveste echter schlaraffischer Geist herrscht. Am 27. des Wind
monds a. u. 1586 gründete die Franvovadia das Reych Gordicia. A. u. 74
(1933) gehörte das Reych nicht mehr dem Verbande Allschlaraffias an. In den
Stammrollen a. u. 100 (1959) werden In bestehenden Reychen vier seßhafte
Sassen erwähnt.
Nr. 61 ROT T ERD AMI A
(Rotterdam)
gegründet 15. 3. a. u. :25 (1884)
Die Rotterdamia wurde am 15. des Lenzmonds 1584 durch R. Odysseus dett
ScJl11ellen der h. Amstelodamia gegründet. Nach langjährigen vergeblichen Ver
suchen das h. Reych Rotterdamia lebensfähig zu erhalten, haben dessen Sassen
das Reych am 22. des Windmonds 1597 freiwillig aufgelöst, sind jedoch All
schlaraffia erhalten geblieben, da sie von der Begünstigung des § 11 aL 4
Gebrauch gemacht haben und vom h. Reyche Amstelodamia als dessen
fahrende Ritter immatrikuliert worden sind.
Nr. 62 GLAU C H A V I A
(Glaucltau/Sacltsell)
gegründet 17. 6. a. u. :25 (1884)
Die Gründung des
Glauchavia fällt in die
Jugendzeit des Chronisten, und dieser glaubte deshalb,
den an ihn herangetragenen Gedanken, die GesCt1ichte
dieses einst stolzen, aber auch überaus fröhlichen
Reyches für die Chronica zu schreiben, nicht ablehnen
zu dürfen. Als kleiner Knirps schon sah er seinen Vater
als Junker }ulius von de)' Stanze, Ez, später R. Letter
der Schwabacher (J. Pickenhahn sen.) zur Muldenveste
reiten, ebenso kann er sich noch dessen Rittes zur h.
Allmutter erinnern anläßlich ihrer< 25jährigen Gründungsfeier.
DoCh zur
Gründung selbst. Wenn dieselbe auch bereits in den früheren Bänden der
allschlaraffischen Chronica ausführlich gesChildert wurde, soll sie hier nochmals
kurz gestreift werden.
-
504