Veltcuria

Unbekannt ·Reychsgeschichten

Beschreibung

Reych Nr. 114 — Veltcuria. Reychschronik aus Band IV (a.U. 126-149).

Volltext

114 Veltcuria
Das hohe Reych Veltcuria wurde von dem fahrenden Sassen der hohen Oenipontana Rt Gonzalani
der Schnauzl (Riedl Anton, k. k. Finanzobercommissär), am 30.10. a.U. 33 als erste Tochter der h.
Oenipontana gegründet und erhielt am 21.1. a.U. 35 die Sanktion der hohen Allmutter Praga.
Rt Gonzalani erscheint bereits in der Stammrolle der Jahrung 1596 (a.U. 37) als K des h. Reyches
Oppavia (87). A.U. 46 (1905) auf dessen Thron berufen, verblieb er Oberschlaraffe bis zu seinem
Ahallaritt am 15.5. a.U. 51 (1910). Als weitere erste Würdenträger der Colonie seien genannt: Fridolin
das musikalische Scheusal (Dr. Fritz Carus), in der Stammrolle 1596 seßhaft im h. Reyche Rei-
chenbergia. Mohr das Contra-C (Arnold Schwarz), Marschall R. Schauerlich der Spaltenlange (Josef
Micheletti), Junkermeister Rt Pips, Schatzmeister Rt Nimrod der Miß-gestimmte (Carl Schneider),
Ceremonienmeister Rt Roßschweif. Außerdem zählte die Colonie noch neun Ritter und die Knappen
Nr. 1 bis 5 als Erzschlaraffen.
Die Burgweihe der jetzigen Zeughausburg fand am 17.1. a.U. 121 (17. 1. 1980) statt. Es ist bereits
die fünfte Burg des h. R. Veltcuria. Die erste Burg war im Gasthof Lingg (3. Stock), die zweite Burg
im Hotel Bären - bis Beginn des 2. Weltkrieges, die dritte Burg in der Wohnung des Rt Meiladi =
heutiges Cafe „Zanona” und die vierte Burg befand sich im Gasthof Ochsen. Als ein Höhepunkt in
der Geschichte der Schlaraffia Veltcuria muss wohl das 100-jährige Stiftungsfest, welches im Mont-
forthaus unter der Schattenburg im Geiste unserer Gründungsväter am 30.4. a.U. 133 celebriert
wurde, angesehen werden. Am 30. 4. a.U. 133 wurde die Sitzung des Allschlaraffenrates im Rathaus-
saal zu Feldkirch abgehalten, und am 1.5. a.U. 133 war die Kantzlertagung auf der Schattenburg. Ein
vierfacher Ritterschlag an den Jk Helmut (Rt Fuchtl, SRH, ASR), Lothar (Rt Dis-Ponte, ErbO, ASO),
Hans (Rt Carinthus, ASO), und Siegfried (Rt Flip-Flop) wurde am 22.11. a.U. 125 vorgenommen.
Mit dem Ritterschlag an den Jk Lothar und Hans konnte der Grundstock für die Aufnahme weiterer
Musici und damit die Trendwende zu einem musikalischen Reych geschaffen werden. Große Erfolge
waren den Kunst- und Musiksippungen in der Schattenburg beschieden, bei denen den jeweils zahl-
reich eingefundenen und begeisterten Zuhörern erstaunlich gute Vorträge von Klassik über Jazz bis
Stepptanz und Multi-Mediaschau geboten wurden. Eine davon fand als Gemeinschaftssippung mit
dem hohen Reych Gallia Helvetica unter der Funktion von OK Rt Knasterix statt.
Die Veltcuria hatte das große Glück, unter dem Motto „Schlaraffia erhält jung” mehrere besondere
Auszeichnungen in ihren Reihen vergeben zu dürfen. Am 21.11. a.U. 126 durfte Rt Athleticus den
Brillanten zum GU und Rt Petros von Krautun-Drüben den GU in Empfang nehmen. Rt Don Rober-
to erhielt ebenfalls den Brillanten zum GU. Den Kristall zum GU erhielt Rt Stromfex in der Winte-
rung a.U. 142. Für 50 Jahre Schlaraffentreue konnten in der Winterung a.U. 143 die tragenden Säulen
der Veltcuria, die Rtt Stänk Erich und Uhulex, sowie in der Winterung a.U. 146 Rt Blitzfex geehrt und
gefeiert werden. Unter der maßgeblichen Mitwirkung von Rt Bohris konnten in Zusammenarbeit
mit ER Pantscherl (207) bereits a.U. 115 die 7. Uhulympischen Winterspiele durchgeführt werden.
Diese entwickelten sich so zu dem, was sie heute sind, eine verbindende und erlebnisreiche schla-
raffische Veranstaltung. Die Krönung war sicher die Abhaltung der XX. Jubiläumsfestspiele a.U. 128.
Ein anderer Höhepunkt in der Geschichte der Uhulympischen Winterspiele war die Erkürung von Rt
Bohris (114) zum 1. Uhulympischen Vizepräsidenten. Nach 32 Jahren wurde durch OK Rt No aner
a.U. 147 die Freundschafts-Sippung der Vorarlberger Reyche wiederbelebt, welche nicht nur als Vor-
bereitung für die gemeinsame Ausrichtung des bevorstehenden Concils a.U. 150 dienen, sondern
auch die Verbundenheit der „Ländle”-Reyche festigen soll.
C h r o n i k B a n d I V d e r A l l s c h l a r a f f i a ® m i t I n h a l t s v e r z e i c h n i s d e r 4 C h r o n i k e n O s t e r m o n d 1 5 3 , L a n g s a m , P s e u d o - S c h w a b , T a u r r i e s e u s
119 Cincinnatia
Unsere Sassen gelten als besonders eifrig, denn die Zufahrten zu unserer Eulenburg sind für einige
unserer Sassen sehr lang, z.B. GU Kaiser Franz legt in seinem Enthusiasmus mehr als 300 km
hinter sich, um mit uns zu sippen.
Um unser Häuflein zu stärken, reiten Ritter aus der Silvana und der Detroitia (4-500 km) zu uns ein.
Besonders wären zu nennen die ER Et-Tu, Long-Genius und Siebenhitze, sowie die regelmäßigen
Mutter-/Tochtersippung mit dem h.R. Silvana in Columbus OH.
Aus allen Richtungen des Uhuversums kamen Ritter zu unserem 100. Gründungsfest, das a.U. 134
festlich gestaltet wurde. Selbst Sassen aus europäischen Gauen ritten ein. So groß ist unsere Burg
auch nicht, und so feierten wir diese schöne Begebenheit in einem gediegenen Hotel in Kentucky.
Um auf das Persönliche zu kommen, muss hier bemerkt werden, dass Rt Pharma-Poet viele wich-
tige profane Auszeichnungen erhielt, u.a. das Ehrenkreuz für Kunst und Wissenschaft von Öster-
reich; Mitglied der Königlichen Akademie von Spanien sowie Order of Merit der Cambridge Univer-
sität in England.
Rt Unser Romantiplus ist ein Weltenreychsbummler. Er wurde der erste Wikingritter aus Ahamerika
und der einzige Doppelreiter zum Kolumbusorden I. Klasse. Er vertritt unser Reych vorzüglich und
macht uns wirklich weltbekannt.
In den letzten Jahrungen änderte sich die Zusammensetzung unseres Reyches. Wir haben vor-
wiegend Geschäftsleute, Naturwissenschaftler und Ingenieure als Sassen, aber auch zwei Vollblut-
künstler: Rt Ritmico, Musicus par excellence, und Pharma-Poet, der Erfasser der Welt in Maler-
farben. Das Mammonproblem wird durch die Rtt Travello und Romantiplus etwas gelindert. Wir
danken für ihre Großzügigkeit.
In der Sommerung haben wir immer 2 oder 3 Picnics mit gutem Essen, Spielen und bester schla-
raffischer Unterhaltung – immer ein nettes, gelockertes Beisammensein. Obwohl wir ein kleines
Reych sind, sind wir froh, dass es eines in Cincinnati gibt.
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Quelle: Chronik Band IV, S. 293-294