Novus Portus

Unbekannt ·Reychsgeschichten

Beschreibung

Reych Nr. 152 — Novus Portus. Reychschronik aus Band IV (a.U. 126-149).

Volltext

152 Novus Portus
Wie schon in der Chronik a.U. 125 berichtet, wird unser in der Universitätsstadt New Haven (Yale
University) gelegenes Reych schon seit vielen Jahren von schweren Nachwuchssorgen geplagt.
Aber es war auch von der Hoffnung einer wiedererblühenden Novus Portus die Rede – diese Hoff-
nung wurde vor allem von Rt Kunst nie aufgegeben.
Sein unermüdlicher Einsatz hat sich dann endlich erfüllt: Die Sassenzahl stieg, und die Junkertafel
war, wenn auch spärlich, wieder besetzt. Zwischen a.U. 125 und 132 wurden 5 Ritterschläge abge-
halten. Die Rittertafel glänzte mit Namen wie Aquafix, Cie-n-Cie, Hoyer, Hypothenus, Kunst, Frax,
Drehgraf. Ein paar Jahrungen später war das Reych wieder stark und kräftestrotzend.
Mit weiteren Ritterschlägen (Rtt Geier, D-Narius, Gastrofix, Tausendsassa sowie Culinarius und
UHU-lies-es, sowie dem Sesshaftwerden des Rt Raumund-Icke) konnte nun endlich wieder regel-
mäßig mit 10-12 Sassen gesippt werden. In dieser schönen Zeit wurde die mittlerweile im ganzen
Uhuversum bekannte Pickelhaubensippung in die Sippungsfolge des Reyches aufgenommen. Bei
der erstellung des Vademecums a.U. 134/135 durch die Rtt Hoyer und D-Narius fehlte ein Thema für
einen Sippungsabend. „Dann feiern wir doch einfach Kaisers Geburtstag” meinte Rt Hoyer, und Rt
D-Narius vermerkte dieses Thema. Obwohl die ersten paar Sippungen fast „reychsintern” abgehal-
ten wurden, war das kleine aber allzeit frohe Reych bald selbstbewusst genug, in der Winterung 136
zur ersten „Pickelhaubensippung” zu laden. Es waren so viele Einritte zu verzeichnen, dass sogar
Klapptische und –Stühle gebraucht wurden, um allen einen Platz an der Rittertafel zu sichern. Über
30 Fechser stritten um den ersten Titul „Infantrist”. Heute hat das Reych vom Major zum Infant-
risten alle Ränge vergeben, sogar Reychspieß, Regimentsmedikus und Fremdenlegionäre gibt es.
Der Vieledle, wld Rt Gastrofix, polierte die nächsten Pickelhaubensippungen dann durch seinen bei-
spiel- und selbstlosen Einsatz zu echten Festereignissen auf: Atzung mit Bismarckhering und Pell-
kartoffeln, Fürst Bismarck und Lethe vom Fass, sowie dem Dienstgrad gerechte Schulterklappen,
gehören heute selbstverständlich dazu. Gefördert durch die innige Freundschaft des Rt D-Narius
zu den Rittern aus dem Frankensprengel und insunders seinem Vater, dem wld Rt Apodoris (304),
begrüßt die Novus Portus jedes Jahr auch dieses wackere Fähnlein zur Pickelhaubensippung.
Rt Gastrofix war auch der Gründer des Sterns des Nordatlantik. Dieser prachtvolle Orden wurde
a.U. 145 von ihm gestiftet und wird an Schlaraffen verliehen, die innerhalb dreier Jahrungen in alle
Nordatlantikreyche (z.Zt. 105, 123, 128, 152, 156, 161, 197) einreiten. Er schmückt heute glänzend und
schwer die Brust von schon über 100 Schlaraffen.
Ein vorläufiger Höhepunkt in der Geschichte des Reyches war die 100-Jahrfeier a.U. 146, zu der
viele Ritter aus dem ganzen Uhuversum einritten. Von Rt D-Narius geleitet, wurde nach dem festli-
chen Teil die 11. Pickelhaubensippung celebriert. Leider konnten, von Oho befohlen, die treuen Rtt
Hoyer, Hypothenus und Gastrofix diese Feier nicht mehr miterleben. Nur kurze Zeit später wurde
dem Reych dann auch der Erbjunkermeister und Oberschlaraffe Rt Aquafix entrissen. Durch einige
Fahrendmeldungen und Austritte ist das Reych heute mit nur noch acht verbleibenden Sassen sehr
geschwächt und muss wieder mit sorgenvoller Miene in die Zukunft blicken.
C h r o n i k B a n d I V d e r A l l s c h l a r a f f i a ® m i t I n h a l t s v e r z e i c h n i s d e r 4 C h r o n i k e n O s t e r m o n d 1 5 3 , L a n g s a m , P s e u d o - S c h w a b , T a u r r i e s e u s
153 Gallia Helvetica
Am 1.5. a.U. 145 konnte die Gallia Helvetica ihr hundertjähriges Bestehen mit einer Festsippung
feiern. Rund 400 Schlaraffen mit Burgfrauen und Tross aus 55 Reychen waren zu dieser Sippung
eingeritten und bewiesen so ihre Verbundenheit zu unserem Reych.
Gleichentags fand in unseren Gemarkungen die 100. Sitzung des Allschlaraffenrates statt, dies –
wie ASR Rt Van der Goschen in seiner Rede erwähnte - in Erinnerung an die erste Sitzung des All-
schlaraffenrates a.U. 98 in den Gemarkungen unseres Reyches, die schließlich zum Wiedererstehen
unseres Bundes führte.
Immer wieder stellten sich auch in dieser Berichtsphase Sassen der Gallia Helvetica in den Dienst
Allschlaraffias. Mit den Rt Raetus und Schilf durfte das Reych zwei Mal den 1. Vorsitzenden des ASR
stellen. In dieser Funktion leitete Rt Raetus das Concil zu Basilea (130) und Rt Schilf dasjenige zu
Lulucerna (a.U. 145).
Das 100. Stiftungsfest war wohl das herausragende Ereignis in der Berichtsphase.
Andere Glanzlichter wurden eher reychsintern gesetzt, so, „wie es Tradition der Gallia Helvetica” ist
und es auch der Verfasser der Chronik von a. U. 125 treffend vermerkte.
Erwähnt seien speziell die verschiedenen Kunstsippungen, jeweils unterschiedlichen Themenkrei-
sen gewidmet, aber jederzeit sehr hoch stehend, und die Konvente, zu denen alle zwei Jahre die
Träger der Titul „Edler von der Gaudeamusburg”, „Treuer von der Gaudeamusburg”, „Kurfürst von
der Pfalz” und „Amicus Galliae” zu einem Fest mit Aufführungen unseres „Kurfürstlichen Theate-
rensembles” zusammengerufen werden.
Der Pflege der Freundschaft dienten sowohl die zahlreichen Ausritte einzelner Sassen in befreunde-
te Reyche als auch die Reychsausritte zum Teil in entfernte Gemarkungen, bei denen neue Freund-
schaftsbande geknüpft wurden.
Erwähnt seien hier auch die Uhulympischen Winterspiele, an denen regelmäßig Gallia-Sassen teil-
nahmen, und die in der Berichtsphase drei Mal von unserem Reych organisiert und durchgeführt
wurden.
Die Gallia Helvetica lebt aber nicht nur in der Tradition, sondern öffnet sich auch der Zukunft: Seit
a.U. 144/145 verfügt unser Reych über eine eigene Homepage. Vielleicht ist es die Verbindung der
eigenen Geschichte mit der eigenen Zukunft, die es dem Reych ermöglichte, auch in Zeiten des
allgemeinen Mitgliederschwundes die Sassenzahl stabil zu halten oder sogar zu erhöhen – diese
Tatsache ist aber sicher auch ein Hinweis auf das Zusammengehörigkeitsgefühl der Sassen unseres
Reyches.
Mit dem gelungenen Umbau in der Winterung a. U. 147/148 wurde schließlich die Burg auf einen
zeitgenössischen Stand gebracht, sodass unser Reych aller Voraussicht nach auch in den nächsten
25 Jahrungen in der Gaudeamusburg unter Hochhaltung der Grundsätze unseres Bundes - Freund-
schaft, Kunst und Humor - sippen kann; damit auch in Zukunft gilt, was einmal der Fechsant eines
Nichtamtlichen Protokolls feststellte: „Die Gallia Helvetica hat eine große Vergangenheit hinter sich
und eine ebenso große Zukunft vor sich, sie stellt ein Kulturzentrum dar, ohne indes ein Museum
zu sein.” – Das walte UHU!
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Quelle: Chronik Band IV, S. 309-310