Concilsperiode
a.U. 130 - a.U. 135
Bereits beim Concil zu Basilea a.U. 130 setzte sich ErbO Rt Humanist das Ziel, das nächste Concil
a.U. 135 zu Vindobona mit einer Praga-Gedenksippung zu eröffnen.
Damit ist auch bereits ein Punkt der Aufgabenzielsetzung des Allschlaraffenrates in der Concilspe-
riode a.U. 130 bis a.U. 135 angesprochen: das Fallen des Eisernen Vorhanges mit der sogenannten
Ostöffnung hieß den ASR umgehend zu reagieren. Die vordem in der Stammrolle gebräuchliche
Bezeichnung „derzeit nicht bestehend” musste neu überdacht und definitiv geregelt werden. Es
wurde festgeschrieben, welche Reyche durch die politischen Wirren der letzten Jahrzehnte endgültig
als „erloschen” gelten mussten, einschließlich der Praga.
Sodann waren ehemalige Reyche, die sozusagen „im Verborgenen geblüht” hatten, auf ihre Fähig-
keit des Weiterbestehens zu prüfen und es mussten für diese entsprechende Wege und Hilfestel-
lungen aufgezeigt werden. Nun, das ist mittlerweile mit deren Wiedereingliederung in Allschlaraffia
beglückende Wirklichkeit geworden. Den Legaten der 230 Reyche, die bei der Legatentagung zum
Concil a.U. 135 vertreten waren (einschließlich der damals bereits wieder eingegliederten Lipsia
und des Castrum Plaviense) konnte der Vorsitzende berichten, dass insgesamt acht ehemaligen
Reychen das schlaraffische Weiterbestehen anerkannt werden konnte, nämlich den Reychen Lipsia
(3), Suerina (79), Vimaria (85), Erforda (109), Potsdamia (111), Budissa (136), Castrum Plaviense
(172) und Geraha (291). Ihnen wurde eine Frist von längstens 10 Jahren gesetzt, innerhalb welcher
sie den Nachweis ihrer schlaraffischen Lebensfähigkeit erbringen sollten. Das war am Tage des
Concils bereits bei drei nicht erloschenen Reychen geschehen, sodass die Lipsia, Erforda und Cas-
trum Plaviense bereits wieder zu Allschlaraffia gehörten. Die fünf restlichen Reyche konnten nach
und nach folgen.
Die zweite gewichtige Aufgabe für den ASR bestand in der Umstellung der schlaraffischen Daten-
verwaltung auf EDV.
Die Landesverbände Deutschland und Austria haben, technisch aufeinander abgestimmt, diesen
Schritt jeder für sich getan und jeweils eine respektable Datenbank erstellt. Das Angebot des LVD,
die Datenspeicherung auch für die Landesverbände Helvetica, Lateinamerika und Nordamerika
gegen Kostenersatz zu übernehmen, wurde akzeptiert, sodass eine vollständige Datenbank aller
Landesverbände eingerichtet wurde - eine wichtige Voraussetzung für die seitdem rationeller und
dadurch billiger zu erstellende Stammrolle. Festhaltenswert ist auch noch der Umstand, dass erst-
malig mit dem Vorsitzwechsel auch die Chefredaktion Derer Schlaraffia Zeyttungen von Austria (Rt
Pantscherl, 207) übernommen wurde.
Humanist
C h r o n i k B a n d I V d e r A l l s c h l a r a f f i a ® m i t I n h a l t s v e r z e i c h n i s d e r 4 C h r o n i k e n O s t e r m o n d 1 5 3 , L a n g s a m , P s e u d o - S c h w a b , T a u r r i e s e u s
Concilsperiode
a.U. 135 - a.U. 140
Bericht über die Arbeit des Allschlaraffenrates in der Concilsperiode a.U. 135- 140 (80.- 90. Mitglie-
derversammlung des Verbands Allschlaraffia (Sitzungen des Allschlaraffenrates) unter dem Vorsitz
des Landesverbandes Schlaraffia Deutschland:
In der 80. (konstituierenden) Sitzung des Allschlaraffenrates a.U. 135 in Wien (profan am 06.11.1994)
übernahm der Landesverband Deutschland turnusgemäß den Vorsitz für die neue Concilsperiode
in folgender Besetzung: Rt Inkasso, Vorsitzender, Rt Shin-Shu, Stellvertreter, Rt Comet, Schriftfüh-
rer. Nach dem XVII. Deutschen Schlaraffentag zu Wiesbaden a.U. 138 trat durch Neuwahl folgende
bis zum Ende der Concilsperiode 135 - 140 gültige Änderung im Vorsitz ein: Rt Inkasso (Vorsitzen-
der), Rt Comet (Stellvertreter), Rt Van der Goschen (Schriftführer). Im Berichtszeitraum wurden
Beschlüsse gefasst, die zu einer Ausdehnung des Uhuversums führten. Bei der 81. Sitzung des
Allschlaraffenrates am 19. und 20. 05. 1995 ( a.U. 136) in Solothurn wurde ein Feldlager in Halle/
Sachsen-Anhalt bewilligt. Hieraus entstand unter der Mutterschaft des Reyches Lipsia a.U. 139 die
Colonie Hala Salensis, der Sanktionierung zum Reych mit der Reychsnummer 417 wurde am Ende
der Concilsperiode bei der 90. Sitzung des Allschlaraffenrates in Köln am 21. und 22.10. a.U. 140
zugestimmt. Die Sanktionierung erfolgte schließlich im Lethemond a.U. 141.
Mit der Sanktionierung der Colonie Dresa Florentis zum Reych Nr. 411 a.U. 135, der Sanktionie-
rung der Colonie Meinung´a zum Reych Nr. 413 sowie der Zustimmung der Wiederaufnahme der
Reyche Suerina (79), Geraha (291) und Vimaria (85) in den Verband Allschlaraffia ermöglichte der
Allschlaraffenrat eine weitere Festigung der Position Schlaraffias in den sogenannten „neuen Bun-
desländern“ der Bundesrepublik Deutschland. Weitere Anträge zur Sanktionierung der Colonien In
Frundsbergs Mauern zum Reych Nr. 410, Varelia achtern Diek (412), Curitibana (414), Kamlupsia
(415) und Pertha Australika (Mutterreych An der Weinstrasse) mit der Reychsnummer 416 fanden
die Zustimmung des Allschlaraffenrates.
Die Reyche Allschlaraffias sind damit auf allen 5 Kontinenten vertreten. In Brüssel kam es zur Grün-
dung der Colonie Brucsella am 27.03. a.U. 140 (spätere Reychsnummer 418, Mutterreych Dussel-
dorpia). Erfreulicherweise konnte der Allschlaraffenrat nach jeweils 10jährigem Bestehen die Verlei-
hung des AHA-Ordens an folgende Reyche genehmigen: Terra Firma (402), Am Stillen Meer (403),
Am Elbgestade (404), Porta Pasconia (405), Am Silbersee (406), Am Kap der guten Hoffnung (407)
und Porta Pacifica (408). Die Errichtung eines Feldlagers In Iglau unter der Betreuung des Reyches
Castellum Cornoviae wurde befürwortet. Als Ergebnis der Neugründungen bleibt festzuhalten, dass
sich zwar die Zahl der Reyche und Colonien in der Concilsperiode a.U. 135 - 140 von 258 auf 262
erhöht hat, dass aber die Gesamtzahl der Sassen von 10.925 auf 10.744 gesunken ist. Allein der
Landesverband Deutschland hat eine leichte Zunahme von 6.654 auf 6.710 Sassen zu verzeichnen.
Zum Teil ist dies allerdings der Übernahme des Reyches Lulutetia Parisiorum (29 Sassen) aus dem
Landesverband Austria zuzuschreiben.
Die Weiterentwicklung der elektronischen Erfassung und Verarbeitung von schlaraffischen und
profanen Daten aller Sassen stand in der Concilsperiode als wichtige Aufgabe an. Nachdem sich
die a.U. 129 in der Landeskantzlei des Landesverbandes Schlaraffia Deutschland eingeführte elek-
tronische Datenverarbeitung (EDV) bewährt hatte, und sich auf Beschluss des Allschlaraffenrates
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