156 Bostonia
Ereignisreich war die Geschichte unsres kleinen Reyches seit dem Concil zu Berolina. Viel Freud
und Leid erwarteten uns. A.U. 127 schlug Oho zu, und eine Feuerbrunst in unserer 9. Bohnenburg
zwang uns, rußgeschwärzt umzuziehen. Uhu sei Dank nur mit leichten Verlusten unserer Schätze.
Im Schulverein Boylston fanden wir mit Hilfe dessen Präsidenten und späteren Ritters „Unser”
Tatkraft eine sehr hilfreiche Aufnahme. Den letzten Stock des viktorianischen Gebäudes durften wir
dann auf unsere Kosten unter der Bauleitung unseres Rt Cazador in eine kleine, aber sehr ritterliche
Burg umbauen.
Doch schon a.U. 130 wurden wir Opfer einer Brandstiftung und verloren alles, was das Reych und
unsere Sassen schlaraffisch besaßen. Denn fast alle hatten Rüstungen und alles Schlaraffische im
großen Eichenschrank aufgehoben, denn Ausritte waren wegen der großen Entfernungen selten.
Da bot Rt Ratzeputz seine Fronburg als Notburg an, verwandelte sie jeden Freitag in die Goldene
Ratzeburg, die er nicht nur ritterlich schmückte, sondern wo er auch die geschmackvollsten Atzun-
gen fechste, die sogar die deprimiertesten Sassen zur Sippung erfolgreich anzogen.
Wiederum mussten unsere 14 aktiven Sassen tief in die Mammonbeutel greifen, um unsere jetzige
Bohnenburg in dem neuen Boylston Schulverein im Keller zu bauen. Bunkerartig wurde sie von un-
serem Rt Knülle errichtet, der auch dafür sorgte, dass unsere Bohnenburg nicht nur feuersicher war,
sondern auch eine Vorburg und gute Küche besaß. Auch das Burgverlies wurde nicht vergessen.
Viele Schlaraffenreyche und Recken spendeten selbstlos, damit wir wieder schlaraffische Zeichen
und Ahnen haben konnten, und wir sind ihnen ewig dankbar.
Einen sehr grossen Einritt Allschlaraffias genossen wir a.U. 131 zu unserem 85. Gründungsfest, ein-
schließlich ASR und viele Reyche aus dem Uhuversum. Die Boston Tea-Party, die a.U. 109 von wld
Rt Sonetto gestiftet wurde, ist das Glanzfest unseres Reyches.
Die 30. wurde das Endziel von vielen Einritten der Reyche Nordamerikas, Deutschlands, Öster-
reichs und der Schweiz. Am 4., 5. und 6.11. a.U. 146 war es uns vergönnt, unsere 100. Gründungs-
feier zu celebrieren. Bostonia wurde von Musikern gegründet, und diese 100-Jahr Feier wurde von
Rittern des LVNA und des Uhuversums, insbesonders derer Ritter der h. Fulkolinga, eines der mu-
sikalischsten in unserer Geschichte, von unserem ErbZ Rt Odouso kunstfertig eröffnet. Rtt Eric und
Odouso, die ersten Träger des Stern des Nordatlantiks-Ordens, erhielten den 40-jährigen Treuebrief
Schlaraffias.
Die Blaue Kerze wurde geschichtsschwanger von unserem Nestor ErbO „Unser” Wuz entzündet,
der als einziger unserer Sassen die schlaraffische Geschichte, die in den drei letzten Chroniken
enthalten ist, miterlebt hat. Allein zum Katerfrühstück wurden 26 Fechsungen geboten, über ein
Drittel musikalisch, alle von höchster Qualität. Unvergesslich.
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158 Sarebrucca
Die Jahrungen nach a.U. 121 waren insunders geprägt von begeisterten Schlaraffen, die aus den
Reihen des Saarländischen Rundfunks aber auch vor allem aus den Künstlern des Saarländischen
Staatstheaters hervorgingen. Genannt seien nur einige, wie die weiland Rtt Ajaxel, Radio-Kuss und
Baß-partout.
Unsere Gedanken gehen aber auch zu vielen Freunden, die heute an der ewigen Rittertafel sippen,
wobei nur einige genannt seien wie z.B. die Rtt Baroko, Bil-Drahmulus und Zoo´on.
Ein wichtiges Ereignis war der Umzug von der Undine in das Gebäude der Saarbrücker-Casino-
Gesellschaft, wo nicht zuletzt Hochwasser das Gesicht unserer Burg mitprägte. Die unsere Burg
zierenden Wappen unserer Sassen – auch das sei erwähnt – stammen von Rt Lum-Bazi, der mit viel
Liebe auch die Einritts-Einkleber unseres Reyches fechst.
Absoluter Höhepunkt fand am 8.4. a.U. 146 statt, als sich 2 Kolonien und 79 Reiche zum 100. Indie-
weltkummtag in der Congresshalle im profanen Saarbrücken einfanden.
Unter vielen anderen waren unsere Ehrengäste die Ehrenritter, der DSR Rt Ebbes, Alt-Sprengelfürst
Rt Schoppe, sowie ASR Rt Van der Goschen und ASR Rt Salomon als Schirmherr des Allschlaraffi-
schen Symphonierorchesters.
Den Bogen unserer wechselvollen Geschichte nach der uhufinsteren Zeit spannten unser Rt Kann-i-
bal sowie unser ER Shakes´Bier aus der Sicht unseres Tochterreyches Fulkolinga und des ER Nator
von unserer Ziehtochter An den zwo Pruggen.
Am Vormittag folgenden Tages fand die Festveranstaltung ihren krönenden Abschluss im Saarländi-
schen Staatstheater, wo das Allschlaraffische Symphonieorchester unter Stabführung von Rt Robin-
hut einem begeisterten Publikum sein brillantes Können in einem breiten Spektrum unter Beweis
stellen konnte, so wie unter anderen die Musiker unseres Reyches, die Rt Mops-Fidel und Ozeano.
Von unserer schlaraffischen Freundschaft zeugen heute nicht nur die alljährlichen Freundschafts-
sippungen, die Sippungen der Freitagsreyche unseres Sprengels, die Lenzsippungen gemeinsam
mit unserer Tochter, der Fulkolinga, sondern auch die Krystallinen mit Burgfrauen in der Winterung
aber vor allem auch in der Sommerung, wobei insunders die von unserem Rt Galoppo geführten
Fahrten in die Gauen Frankreichs, aber auch die jährlichen Sommerfeste zu nennen sind.
Nicht zuletzt zeugt die gut besetzte Junkertafel von einer erfreulichen Zukunft unseres ewig jungen
Reyches Sarebrucca.
C h r o n i k B a n d I V d e r A l l s c h l a r a f f i a ® m i t I n h a l t s v e r z e i c h n i s d e r 4 C h r o n i k e n O s t e r m o n d 1 5 3 , L a n g s a m , P s e u d o - S c h w a b , T a u r r i e s e u s