Totowa

Unbekannt ·Reychsgeschichten

Beschreibung

Reych Nr. 161 — Totowa. Reychschronik aus Band IV (a.U. 126-149).

Volltext

161 Totowa
Gegen Ende A.U. 120 beschlossen unsere Sassen, unsere so geschätzte Concordiaburg noch
schöner und angenehmer zu gestalten. So wurde zunächst eine neue Heizung eingebaut, damit
am Burgfrauenabend die Burgfrauen (und nicht nur diese!) nicht mehr im Wintermantel sippen
mussten. Dann kam eine neue Damen- und Herrentoilette, diesmal streng getrennt. In der Küche
verschwand das Ofenrohr, während geschmackvolle Wandschränke mit neuem Kühlschrank und
Kochherd dem Raum ein ganz neues Gesicht gaben.
Bei diesen Umbauten zeigten sich besonders die Rtt Rauhbank und Von der Au als Meister ihres
Faches. Um die finanzielle Zukunft der Totowa zu sichern, erbauten die Totowacken ein Zweizim-
merapartment über der Burg. Die Miete von dieser Wohnung sollte für alle Unkosten der Burg
aufkommen. Als erster Mieter zog unser wld Rt Park ein.
A.U. 129 löste sich leider das h.R. Nova Yorkia auf. Die Mehrzahl ihrer Sassen fanden in der Totowa
ein neues Heim, so auch die Rtt Lenzelot, Schängel, Achilles, Debi-Toro, Gallo-Leo, Wickel und
Ansitz.
A.U. 136 trat die Totowa dem Plattdeutschen Volksfestverein bei, einer Dachorganisation deutscher
Vereine an der Ostküste. Der PVV unterhält ein gemeinnütziges Altersheim, in dem auch die Sassen
der Totowa im Alter zur Pflege aufgenommen werden können.
Eine gemeinsame Sippung mit dem Rheinischen Sängerbund ergab sich als einer der Höhepunkte
des schlaraffischen Geschehens. Da wir über eine eigene und geräumige Burg verfügen, werden
immer wieder bedeutende Feste bei uns ausgetragen, so auch der Weckruf der „Hudson-Reyche”,
der Mummenschanz, das Fest der guten Nachbarschaft, die Vier-Reyche-Sippung und Reychsfeh-
den wie Newarka gegen Novus Portus.
Anlässlich des Ritterschlages des Jk Walter zum Rt Immer-Da fanden weitere Bauarbeiten statt: Die
innere Halle wurde völlig erneuert.
A. U. 141 luden die Rtt Russi-Kuss und Meil-o-Graf (beides Mediziner) den Nobelpreisträger der
Medizin Dr. Guenther Blobel zu einem Vortrag in die Concordiaburg ein. Er überzeugte die Totowa-
cken, sich am Wiederaufbau der Frauenkirche mit einer Spende zu beteiligen.
Mit der Auflösung des h.R. Portus Betsiae traten uns die Rtt Fietje, Cyanikus und Olympiakus bei.
Weiters übernahm unser Reych von der h. Portus Betsiae die Austragung des Kapitäns- und Admi-
ralskongresses, jedoch der Zug in den Süden, vor allem gen Florida, bedeutete für uns einige Ver-
luste. So verließen uns in den letzten Jahren die Rtt Livius, Hart-Mut, Aktivio, Tangent, Ardeus und
Foto-Geno. Aber wir hoffen, unter deutschsprechenden Amerikanern neue Sassen zu finden.
A. U. 147 feierten wir unser 100-jähriges Bestehen unter Beteiligung von zahlreichen auswärtigen
Reychen. Zu einem großen Erfolg in den letzten Jahren hat sich auch das gemeinsame Uhubaum-
fest mit den h.R. Newarka und Brooklynia entwickelt. Zum Fest kam zuletzt auch der Uhubaum-
mann. Er hatte Stollen für alle und außerdem Blumen für die Burgfrauen mitgebracht.
C h r o n i k B a n d I V d e r A l l s c h l a r a f f i a ® m i t I n h a l t s v e r z e i c h n i s d e r 4 C h r o n i k e n O s t e r m o n d 1 5 3 , L a n g s a m , P s e u d o - S c h w a b , T a u r r i e s e u s
163 Perla Palatina
Unser Reych sippte auch in den letzten 25 Jahrungen uhufroh in unser Haardtburg in der Schütt 9
in Neustadt an der Weinstraße. Schmerzlich war der Verlust vieler Sassen durch ihren Ahalla-Ritt.
Verdiente Sassen waren darunter; es seien hier nur einige der dahingeschiedenen Freunde genannt:
die Rtt Interness, Signal, Don Phoneto, Telvis, Cirrus, Erkenbrecht, Clavigo, Palanza, Orkano. Auf
ihre Leistungen sind wir stolz.
Aber wir hatten vor allem in den letzten Jahrungen auch Zugänge, sodass in unserem Reych derzeit
25 Sassen fröhlich sippen können. Selbst Ju-Kna-Si sind seit langem wieder möglich geworden,
nachdem unsere Junkertafel wieder ordentlich besetzt ist. Dazu kommen derzeit 20 Ehrenritter, die
häufig bei uns einreiten. Zwar gab es manchmal Probleme mit unserer Infrastruktur in der Burg,
die wurden aber durch das Engagement vieler unserer Sassen immer wieder fürtrefflich gemeistert.
Höhepunkt war jedes Jahr unser herbstliches Lethefest in Neustadt-Mussbach.
Diese Festsippungen sind mittlerweile im Uhuversum so bekannt, dass fast immer mehr als 100
Gäste dort anwesend sind, darunter waren sehr häufig auch Reychseinritte befreundeter Sassen aus
weiter entfernten Gauen. Die Fechsanten wurden dabei und werden auch künftig immer mit einem
Lethe-Präsent belohnt. Zudem werden hier verdiente Sassen anderer Reyche zu unseren „Jägern
aus Kurpfalz” erkürt.
Andere wichtige Ereignisse sind u.a. unsere alljährlichen Familiensippungen mit unseren Töchter-
reychen Strubinga, Pfalzbruggen, Palatium Barbarossae , Landes-Aue und An der Weinstrasse.
Dazu kommt so manches Turney: um die Heribardus-Kette, die Gaudeamus-Kette und den Ric-Rac-
Humpen. Auch unser alljährliches Bohnenmahl zieht viele Gäste an. Zum neuen Ehrenschlaraffen
„Zinnsoldat” wurde a.U. 146 der dänische Märchendichter Hans Christian Andersen erkürt.
Wir haben jüngst im Wonnemond a.U. 148 unser 100 jähriges Bestehen im Herrenhof zu Neustadt-
Mussbach in gar fulminanter Weise gefeiert. Mehr als 300 Gäste aus aller Welt feierten fröhlich
mit und waren begeistert; dieses Fest mit vielen ausgezeichneten Fechsungen war wirklich eine
„schlaraffische Sternstunde” für unser pfälzisches Reych und das Uhuversum. Aus Anlass dieses
Jubiläums haben wir ein „schlaraffisches Lesebuch” herausgegeben, in dem unsere Arbeit zusam-
menfassend dargestellt wird.
100 Jahrungen sind nun schon vergangen, seit unsere Erzschlaraffen, die Rtt Jemini und Scalpell,
unser Uhunest zusammen mit 17 Profanen in Neustadt gründeten. Fürwahr eine lange Zeit, doch
wir sind sicher, das auch im kommenden Jahrhundert Schlaraffia bei uns uhufroh weiter bestehen
wird.
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Quelle: Chronik Band IV, S. 313-314