167 Landeshuota
Das im Lenzmond a.U. 123 initiierte Ringelstecher-Turney wurde zum festen Bestandteil unserer
Sippungsfolge. Im Wonnemond a.U. 128 zelebrierten die Landeshuota Sassen, zusammen mit den
eingerittenen Gastrecken, ihre 2.000 Sippung im prächtig geschmückten Offizierskasino der Lands-
huter Schochkaserne. Am 14.10. a.U. 129, konnte in der 2.042 Sippung unser 80. Geburtstag gebüh-
rend gefeiert werden. Die Anzahl der Sassen wurde gesteigert, sodass zum a.U. 132 insgesamt 64
Sassen und 8 ER das Reych zierten. Großzügige Stiftungen, wie der mittlerweile allseits bekannte
Dreihelmen-Ahne sowie ein neues Reychsschwert, erfreuten nicht nur die Sassen der Landeshuota.
„In memoriam Rt Goschelbauer”, eine würdige Gedenk- u. Festsippung, an der 62 Sassen aus 19
befreundeten Reychen teilnahmen, wurde am 03.4. a.U. 133 im Zeughaus der Förderer feierlich be-
gangen. Neben der Renovierung und dem Umbau von Vorburg und Küche konnte in dieser Jahrung
auch der Mietvertrag für unsere Apollo-Burg um weitere 10 Jahre verlängert werden. Am 24.4. a.U.
134 trat unser ER Rt Skipps (15) den Ritt gen Ahalla an. Zur Landshuter Fürstenhochzeit 1993 (a.U.
134) war die Apollo-Burg an 4 Sonntagen für Sassen und deren Familien geöffnet. Am profanen
03.7. 1993 beeindruckte eine gelenkte Krystalline die anwesenden Sassen und Gäste. Teilnehmer der
Landshuter Hochzeit, zugleich Sassen der Landeshuota, zelebrierten diese in ihren historischen
Kostümen. Die 2.222 „Schnapszahl-Sippung” a.U. 135 war den Burgfrauen gewidmet. Den zahlrei-
chen Ausritten unserer Sassen in das h.R. Rio Carioca war es zu verdanken, dass am 23.5. a.U. 135
die Du-Du-Brüderschaft mit den Freunden in Südamerika besiegelt wurde. A.U. 138 wurde Rt Betoni
zum DSR gewählt und damit als Sprengelfürst Mitglied im Deutschen Schlaraffenrat. Als Ausrichter
der XXIV. Uhulympischen Winterspiele a.U. 138 erwarben sich die jüngeren Sassen des Reyches in
der Organisation dieser Veranstaltung, an der Freunde aus 38 Reychen teilnahmen, „uhusportliche”
Verdienste. Die Meldeliste für die Festsippung a.U. 138 anlässlich der Landshuter Fürstenhochzeit
1997 im Landshuter Axthalerkeller war überwältigend und übertraf alle Erwartungen. Das 90. Stif-
tungsfest konnte am 9.10. a.U. 139 im profanen Zeughaus der Förderer mit ca. 200 Gästen gefeiert
werden. Zum 28.4. a.U. 140 betrug die Anzahl der Landeshuota Sassen 64, hierzu sind 8 ER zu
addieren. Das Durchschnittsalter der Sassen lag a.U. 140 bei 59,1 Jahren, das Durchschnittsalter der
Oberschlaraffen war mit 53,5 Jahren ebenfalls bemerkenswert. Auf Initiative von Rt Leone „konnte”
sich der ASR nach 50 Jahrungen erneut dazu entschließen, eine Sitzung in der Apollo-Burg abzu-
halten. Die anschließende Festveranstaltung krönte diesen Tag. Mit Genehmigung des ASR wurde
erstmals am 14.7. a.U. 142 eine offizielle Festsippung anlässlich der Landshuter Fürstenhochzeit
2001 im Bernlochner-Saal abgehalten. Unser friedliches Reych wurde a.U. 144 in eine Reychsfehde
mit dem h.R. Rio Carioca verwickelt, die beim 75. Stiftungsfest des h.R. Paulista (275) von unseren
Sassen erfolgreich beendet wurde. Von unschätzbarem Wert für alle Sassen war neben der - unter
Beteiligung des Kunstmalers Bernhard Kühlewein - a.U. 145 durchgeführten Burgrenovierung, auch
die Archivierung unseres schlaraffisch-historischen Schriftmaterials. Das „Geheime Staatsarchiv,
Preußischer Kulturbesitz” in Berlin, gestattete Akteneinsicht in die Originaldokumente. Die Lands-
huter Fürstenhochzeit 2005 konnte in dieser Jahrung ein Novum verzeichnen: Durch die Unter-
stützung von Rt Mikro-phon-Kabel war es erstmalig möglich geworden, dass ein Verein für sich ein
Festspiel reservieren durfte. Im Rahmen dieser äußerst gelungenen Festsippung am 02.7. a.U. 146,
wurde das Festspiel als Fechsung dargeboten. Die Landeshuota wird am 10. Lethemond a.U. 149
100 Jahre alt. Hierzu ist geplant, neben einem bunten Rahmenprogramm auch eine umfangreiche
Festschrift zu veröffentlichen.
C h r o n i k B a n d I V d e r A l l s c h l a r a f f i a ® m i t I n h a l t s v e r z e i c h n i s d e r 4 C h r o n i k e n O s t e r m o n d 1 5 3 , L a n g s a m , P s e u d o - S c h w a b , T a u r r i e s e u s
168 Dornbirna
Am 5.5. a.U. 125 konnte die Dornbirna das 75. Stiftungsfest in festlichem Rahmen des Kulturhauses
zu Dornbirn feiern. Nebst illustren Gästen wie dem ASR-Vorsitzenden Rt Florett (11), dem späteren
Vorsitzenden Rt Raetus (153) und ASR Rt Amourl (207) konnte das Reych mit vielen Freunden ein
familiäres Fest feiern. In den folgenden Jahren wurde der Ruf eines gastfreundlichen, herzlichen und
unkomplizierten Reyches weiter verfestigt. Freundschaftliche Beziehungen zu verschiedenen Rey-
chen, besonders rund um den Bodensee, wurden über Jahre gepflegt. Die Schulden des Gleisburg-
Baues konnten getilgt werden. Eine Auflage, für die kostenlos von Rt Holzfex (114) zur Verfügung
gestellte Garderobe in der neuen Gleisburg, wurde nicht eingehalten. Für eine Winterung sollte zu
jedem Sippungsabend der Veltcuria zumindest ein Dornbirna-Sasse einreiten und eine Fechsung
halten. Als Pfand wurden die „Cazzesen” (Dornbirna-Sassen mit Wohnsitz im profanen Götzis –
ad cazzeses) als Leibeigene der Veltcuria rekrutiert. Ein Lehensherr aus der Gallia Helvetica sollte
diese vor Übergriffen bewahren (Rt Tempa, nun ER Raetus). Es ergab sich ein konfliktfreies und
beflügelndes Spiel zwischen in Dornbirn wohnhaften Sassen und eben diesen „Cazzesen”. Legen-
däre Cazzesenfeste auf der Neuburg bei Koblach und unzählige Krystallinen führten im Reych zu
einer seltenen Einmütigkeit und Vertrautheit. Es gelang immer wieder, Nachwuchs zu finden und
das Reych konnte stets eine stolze Anzahl an Einritten verzeichnen. Ein Sippungsabend in der Win-
terung 140/141 gab dann dem Reychsgeschehen eine gewaltige Wende. Der LV Austria war auf der
Suche nach dem Concilsort a.U. 150. Der Thron trug dies vor, worauf sich das damalige Gewissen
des Reyches, Rt Columbus, zu Wort meldete: „Auch wenn es ein Traum bleibt, man sollte es versu-
chen”. Darauf wurden mit der Tante „Veltcuria” und der Tochter „Castrum Brigantium” Verbündete
gesucht und gefunden! Beim Schlaraffentag in Klagenfurt (12.5. a.U. 142) konnte mit der Vorstellung
des Konzeptes eine überwältigende Mehrheit erzielt werden. Eine zweite Bewerbung aus Südafrika
machte die Sache spannend, doch beim XXIII. Concil zu Lulucerna a.U. 145 entschieden die Legaten
endgültig für Vorarlberg. Das Reych Dornbirna, das beim XXI. Concil zu Vindobona unentschuldigt
fehlte, sollte nun zu den Organisatoren zählen, welch Aufstieg! Zu den rührigen CazzesenKrystal-
linen wurde ein Stammtisch im Kreuz in Dornbirn installiert, der sich toll entwickelte. Mit dem
„Samstagscafé” in einer alten Malerwerkstätte in Götzis (eigentlich der Geburtsort des Concilsge-
dankens) ist ein dreifaches Treffen der Freunde wöchentlich möglich. Die Kantzlertagung des LVA
in der Winterung 147/148 wurde mit großer Begeisterung durchgeführt. Im Eismond 149 stand die
2.500 Sippung des Reyches mit dem Thema „Was schätze ich an der Dornbirna” an. Dann galt es
das 100. Stiftungsfest vorzubereiten, das zwei Tage vor Redaktionsschluss dieser Chronik stattfand
(29.3. a.U. 149). Mit Burgfrauen, Gästen und 220 Sassen aus 44 Reychen konnten wir eine viel
gelobte Festsippung celebrieren, an die sich mancher gerne erinnern wird. Sicher eine Sternstunde
unseres Reyches. So durften wir die ehemaligen Vorsitzenden des ASR Rt Humanist (122) und Rt
Schilf (153), wie auch den amtierenden Rt Ton DIN (126) nebst zahlreichen Räten des ASR und der
Landesverbände LVA, LVD und LVH begrüßen. Mit vielen Ideen und unbändigem Einsatz durften
wir die strahlenden Augen fast aller Besucher als Dank entgegen nehmen. Ein unbändiger Wille
der Sassenschaft, viele Ehrenritter und Freunde waren uns behilflich. Unser Reych mit aktuellen
43 Sassen, davon 12 an der Junkertafel, dazu 20 Ehrenritter, wollte und konnte beweisen, dass
das Motto „Concil mit He
[… Fortsetzung im Originalband]