Strubinga

Unbekannt ·Reychsgeschichten

Beschreibung

Reych Nr. 223 — Strubinga. Reychschronik aus Band IV (a.U. 126-149).

Volltext

223 Strubinga
Die vergangenen 25 Jahre waren geprägt durch den Ahallaritt vieler Freunde, die unser Reych ab a.U.
89 wieder aufgebaut hatten. Die letzten beiden Schlaraffen aus der Zeit vor der großen Weltfehde
waren die Rtt Spielwas und First Franzl, der aus dem hohen Reych Friedlandia gekommen war.
Von den 38 Freunden, die in den ersten 10 Jahrungen nach dem Wiederentstehen in der Strubinga
ihr Glück gefunden hatten, sippen, Uhu sei’s gedankt, immer noch die hochverehrten Rtt Dürrer,
Spinn-Dell und Kaschef. Unter der Führung der Oberschlaraffen Spitz-fex, mit 26 Jahren auf dem
Thron die prägende Herrlichkeit, Injurius, Gwachsl, Clausewitzerl, Spinn-Dell, Zehnterl, Schandi,
Sofakles, Bommi-Boy und Hippo-Lied sippte Strubinga, das Herz Altbayerns, im schlaraffischen
Geist ihrer Vorfahren.
Der 22.4. a.U. 127 wird für Strubingas Sassen als eine ihrer erhabensten Sippungen im Gedächtnis
bleiben: Ulrich Schmidl, ein Bürger der Stadt Straubing, der in den Jahren 1535-1552 in spanischen
Diensten als Geschichtsschreiber bei der Eroberung der La-Plata-Länder dabei war, wurde zum Eh-
renschlaraffen „Historiador vom guten Wind” erkürt.
Seit a.U. 130 sippt Strubinga in der neuen Bernauerburg im Gebäude der Hypo-Vereinsbank, die
nach eigenen Wünschen baulich gestaltet und liebevoll eingerichtet wurde.
90 Ritter, Junker und Knappen aus 19 Reychen machten der Strubinga zum 75. Stiftungsfest a.U. 137
in der Festburg, dem wunderschönen Barocksaal im Kloster Oberalteich, ihre Aufwartung.
Die feierlich zelebrierte 2.000 Sippung am 19.4. a.U. 146 war ein besonderes Ereignis durch die
Verleihung des GU-Ordens für 50 Jahre Zugehörigkeit zum Bund der Schlaraffen an Rt Dürrer und
des Großkristalls zum GU-Orden an Rt Spitz-Fex. Darüber hinaus konnten in den letzten 25 Jahren
noch 22 Ursippenorden, 14 Großursippenorden, darunter an Rt Spinn-Dell für 50 Jahre, 2 Brillanten
und 1 Großkristall zum Großursippenorden überreicht werden.
Seit mehr als 20 Jahren unternahmen die Strubingen mit ihren Burgfrauen jährlich eine mehrtägige
kulturelle Schlaraffenreise in nahe und fernere Gaue. Der Höhepunkt war a.U. 146 die Reise nach
Slowenien zur Eröffnung der Sonderausstellung über die ehemaligen Reyche Petovia (58) und Poe-
tovia (274) in Pettau (Ptuj).
Rt Gwachsl hatte die Chronik über die versunkenen Reyche verfasst und zusammen mit dem Muse-
um die Ausstellung im Schloss Pettau gestaltet. Mit Freunden Bayerischer, Steirischer und Kärntner
Reyche erlebten 115 Sassen, Burgfrauen, Burgknäpplein und Burgmaiden aus 15 Reychen ein wohl
einmaliges schlaraffisches Ereignis.
ASR-Vorsitzender, Rt Ton DIN, meinte: „Die Ausstellung hat uns einen Blick in Vergangenes geboten
und so manchen Nebelschleier des Vergessens und der Vergänglichkeit erhellt. Für manchen auch
persönliche Reminiszenz an Personen, die seinem Herzen nahe standen. Uns bleibt nur das Hoffen
auf eine Zukunft, in der Völkerverständigung, Humanität und Toleranz allseits geachtet wird”.
Strubinga zählte nahezu konstant 45 Sassen, die regen Anteil an den Sippungen nahmen und viele
Freunde aus dem Uhuversum zum beliebten Ziel ihres Einrittes werden ließen. Enge Verbindungen
wurden in den alljährlichen Niederbayrisch/Oberpfälzischen Freundschaftssippungen sowie den
Familiensippungen mit Mutter Perla Palatina und ihren Töchtern gepflegt.
C h r o n i k B a n d I V d e r A l l s c h l a r a f f i a ® m i t I n h a l t s v e r z e i c h n i s d e r 4 C h r o n i k e n O s t e r m o n d 1 5 3 , L a n g s a m , P s e u d o - S c h w a b , T a u r r i e s e u s
225 Confluentia
Ab 1980 (a.U. 121/122) befand sich unsere Burg - wegen Verkaufs der Vorgängerin - für 11 Jahre
im „Weinhaus Schwaab” direkt am Moselufer in Koblenz-Metternich. Dort wurde klein aber fein
gesippt, und unsere alljährlichen Lethesippungen fanden im benachbarten Felsenkeller unseres
Winzerhospes statt, eine wahre Bereicherung unseres Spiels und von Gastrecken gerne besucht.
Das Reych erbebte damals aber auch heftig wegen der versuchten Stammtischgründung „Antuna-
cum”. Aus eigener Kraft und mit allschlaraffischer Unterstützung konnten das Reych - zwar mit Ver-
lusten - aber dank schlaraffischen Geistes diese Prüfung letztendlich gut meistern. Die Notwendig-
keit einer „eigenen” Burg wurde aus vielerlei Gründen in den Folgejahren immer unausweichlicher.
Im August/September des Jahres 1987 (a.U. 128), nach vielen Planungen für viele andere Objekte in
Koblenz und Lahnstein, die Rt Sir Archi im Auftrag des Reyches betrieb, boten uns das Glück und
die Stadt Koblenz, beflügelt von unserem Rt Ouvert-Türe, die langfristige Nutzung und Betreuung
der ehem. Pallottiner-Kapelle in Koblenz-Ehrenbreitstein an. Das war damals zwar eine ursprüng-
lich zum Abbruch gedachte neugotische Bauruine aber, wie erkennbar, ein idealer Ort für unsere
Zwecke. Der damalige Vorstand - die Rtt Gutmuth, Micronorm und Polychrom - ließ sich diese
Gelegenheit nicht entgehen. Das Reych stimmte dem Projekt freudig zu, dessen reychsspezifische
Planungen der Rt Sir Archi als Generalburgbaumeister und als Co-Bauleiter im Auftrag des Vorstan-
des erbrachte und umsetzte. Mit Hilfe des Landes Rheinland-Pfalz erstand so ein bauliches Kleinod
wieder. Wir erhielten mit einem langfristigen Betreungs– und Nutzungsvertrag eine im Uhuversum
viel bewunderte Burg. Unsere finanzielle Basis für das Wagnis und die Innenausstattung hatte das
langjährige, umsichtige Walten des Schatzmeisters Rt Freut Euch und das Engagement sehr vie-
ler Burgbausteinspender gebildet. Seit der grandiosen Burgweihesippung am 9.11.1991 (a.U. 132),
pflegen wir dort das schlaraffische Spiel auch zur Freude der vielen einreitenden Freunde aus dem
ganzen Uhuversum. Das Reych hat sich inzwischen mit vielen Höhen und kleinen Tiefen bei 45 bis
50 Sassen stabilisiert und nennt seit geraumer Zeit eine stattliche Junkertafel sein eigen. Damit
verbunden ist die Hoffnung darauf, dass so das Burg-Kleinod erhalten werden kann und die Blüte
des Reyches anhält. Nicht zuletzt deshalb hat die Schlaraffia Confluentia im Februar 2004 auch ei-
nen gemeinnützigen Förderverein gegründet, der dem Erhalt des von uns genutzten und betreuten
Gebäudes dienen soll. Er hat ein informatives eigenes Internetportal unter http://www.fepke.de.
Mit dem Förderverein kommt das Reych neben der schlaraffischen Nutzung der ehemaligen Ka-
pelle zwei weiteren essentiellen vertraglichen Verpflichtungen nach. Diese sind die Öffnung des
Hauses für öffentliche kulturelle Veranstaltungen aller Art und dessen innerer baulicher Erhalt. Zwi-
schenzeitlich haben wir dafür bis zu neun Benefizevents per anno veranstaltet. Wir besitzen seit
a.U. 147 ein gut gepflegtes eigenes Reychs-Internetportal unter http://www.schlaraffia-confluentia.
de, mit dem wir das Uhuversum aktuell informieren. Zu unseren Besonderheiten gehört auch die
Pflege der Tradition der „Ritter vom Deutschen Eck”. Das festliche, uhuversale Gedenken und Ge-
schehen findet alle vier Jahre in repräsentativen Koblenzer Festburgen, nächstens a.U.149 statt.
In unserer 2.175 Sippung am 14.4.2007 aus Anlass unseres 85. Geburtstags und der Austragung
des „Firlefanzturneys” zwischen den h.R. Herbipolis und Porta Arduennae jährte sich auf den Tag
genau auch zum 60. Mal die Genehmigung der französischen Militärverwaltung zur „Wiederge-
burt” unseres Reyches nach der uhufinsteren Zeit. Am 19.04. a.U. 148 konnten wir der Wiedergrün-
dungsversammlung a.U. 88 gedenken und am 16.05. a.U. jährte sich ebenfalls zum 60. Male die
Wiedergründungssippung.
C h r o n i k B a n d I V d e r A l l s c h l a r a f f i a ® m i t I n h a l t s v e r z e i c h n i s d e r 4 C h r o n i k e n O s t e r m o n d 1 5 3 , L a n g s a m , P s e u d o - S c h w a b , T a u r r i e s e u s
Quelle: Chronik Band IV, S. 347-348