Brundunum

Unbekannt ·Reychsgeschichten

Beschreibung

Reych Nr. 234 — Brundunum. Reychschronik aus Band IV (a.U. 126-149).

Volltext

234 Brundunum
„I wüßt net , was i tät – wenn i Schlaraffia net hätt...„ Diese von Rt Tonal-freddo zu neuem Leben
erweckte Burghymne charakterisiert in anschaulicher Weise das Sippungsgeschehen Brundunums.
Wie nahe jedoch Heiterkeit und Wehmut beisammen liegen, ist am mühseligen Kampf gegen
OHO’s Tücke zu erkennen: So sind uns Persönlichkeiten wie Alufex, Broschürl, Infamulus, Please-
Bittschön, Tonal-freddo, Wigo und viele andere in die lichten Gefielde Ahallas vorausgeeilt.
Kommen - Verweilen - Gehen... jeder Sasse hat auf seine Weise unauslöschliche Spuren im Reych
hinterlassen und Brundunum geprägt. Das Bemühen, die Ideale Schlaraffias zu pflegen und das
Blühen und Gedeihen des Reyches zu fördern, kommt in gar mannigfaltigen Aktivitäten zum Aus-
druck:
Zuvörderst sei die Stiftung des Hiddigeigei-Ordens durch Rt Broschürl genannt: Seit a.U. 127 wird
das gleichnamige Turney anlässlich einer Festsippung im Stadttheater alle zwei Jahrungen ausge-
richtet. Die Pflege des Andenkens an versunkene Reyche hat hier einen würdigen und im ganzen
Uhuversum anerkannten Rahmen gefunden. Die in diesen Turneys vorgelegten Werke – Früchte
umfangreicher, zum Teil mehrjähriger Recherchen – finden sogar Eingang ins Allschlaraffische Ar-
chiv. Brundunum hat sich zur Aufgabe gemacht, das Vermächtnis des Rt Broschürl zu übernehmen
und fortzusetzen.
In wahrlich tatkräftiger Weise hat Rt Glanda einen Beitrag zur Bewahrung Schlaraffischen Anden-
kens geleistet: Eine Sprosse aus dem Geländer der Teutoburg zu Prag sowie ein geschnitzter Uhu,
der dereinst links vor der Rostra der Praga stand, zieren dank seiner Bemühungen unsere Burg.
Unserem Jk Ernst – wld Rt Weingeist – gelang es am 11.3. a.U. 130 in einem gewaltigen Ringen, dem
hohen Reyche Lietzowia den Firlefanz-Humpen zu entreißen. Zwei derer Jahrungen zierte diese im
Uhuversum heiß begehrte Trophäe unsere Burg, ehe sie trotz heftigster Gegenwehr an das Reych
Auf der Heide weitergereicht wurde.
Das 75. Stiftungsfest a.U. 139 wurde in besonders würdevoller Weise im Bürgerhaus zu Simbach be-
gangen. Der Wahl des Ortes kommt insofern große Symbolkraft zu, als damit die enge Verbindung
der beiden Grenzstädte – genau zum Zeitpunkt der Schließung des profanen Grenzkontrollpostens
– demonstriert wurde.
Als Pendant zum profanen Schengen-Abkommen hatte sich Brundunum schon zuvor (a.U. 136)
genötigt gesehen, sich zur Verteidigung Schlaraffischer Werte zu rüsten: Unter Führung des Rt Al-
ufex wurde die BUG (Brundunesische Uhulanengarde) gegründet. Inzwischen legendär sind die
biennial, in der krystallinischen Zeit abgehaltenen Manöver...Burgfrauen sind im Gegensatz zu allen
anderen Krystallinen erst zum abschließenden Manöverball geladen – fallweise aber auch zur Lin-
derung allfälliger Blessuren...
Womit wir bei den leiblichen Genüssen angelangt wären. Luku-Lozzi–Ripperl, Manneskraft, Imp-
Blunzen oder Grießknödel sprechen als Sippungsthemen für sich. Dass auch zur Bayern-, zur
Bettschoner-, Fischer- und Jägersippung eine Atzung gereicht wird, sei hiemit kundgetan. Zum
Abschluss wird edelste Faunlethe kredenzt. Dass diese auch die nächsten 25 Jahrungen ohne Un-
terlass fließen und dem güldenen Ball des Schlaraffischen Spiels Flügel verleihen möge, das walte
Uhu!
C h r o n i k B a n d I V d e r A l l s c h l a r a f f i a ® m i t I n h a l t s v e r z e i c h n i s d e r 4 C h r o n i k e n O s t e r m o n d 1 5 3 , L a n g s a m , P s e u d o - S c h w a b , T a u r r i e s e u s
237 Pfalzbruggen
Uhu sei Dank haben wir unsere Burg Pfalz bey Rheyn in den Mauern der Hauswirtschaft des May-
erbräu immer beibehalten können. Vielerlei Umbauten, Umgestaltungen waren nötig, um in dem
Kellergewölbe unsere Burg zu erhalten, Wassereinbrüche, Schimmelbefall haben mehrfach zu radi-
kalen Neugestaltungen geführt, die unter Mithilfe der Sassen stets bewältigt wurden.
Es folgten der Einbau einer Entlüftungsanlage, eines Luftentfeuchters und einer Beschallungsanla-
ge. Auch die elektrische und allgemeine Einrichtung wurden im Laufe der Zeit erneuert, sodass wir
eine kleine und ansprechende Burg haben. Die Anzahl unserer Mitglieder stieg zunächst auf über
50 Sassen, doch durch die Tücken Ohos sank unsere Anzahl der Mitglieder und die Anzahl von
Einreitern. In einem Umfeld vieler befreundeter Reyche im Umkreis von ca 50 km (Perla Palatina,
Landes-Aue, an der Weinstraße, Maninheimbia, Wormatia, Haidelberga) hat sich auch der Abbau
von Mitarbeitern des größten Arbeitgebers in unserer Region deutlich bemerkbar gemacht. Stellver-
tretend für alle Sassen, die besonders aktiv um die Werbung von Sassen und zur Freundschaft der
Reyche untereinander viel leisten, sei an unseren zu früh gen Ahalla gerittenen Rt Notturno erinnert.
Als Musiker im Rheinland-Pfalz-Orchester und sozial und kulturell engagierter Mensch führte er
die Musik im Reych zu neuen Höhen. Auch durch Konzerte in seiner Heimburg, die Gestaltung
von Ausritten in Sommerungen hat er für den inneren Zusammenhalt des Reyches gewirkt. Dafür
gebührt ihm und allen Dank. Am 16.5. a.U. 139 haben wir das mit großem Aufwand vorbereitete
75. Stiftungsfest unseres Reyches gefeiert. Zur Festburg wurde der Kultursaal Limburgerhof erkürt
und schlaraffisch ausgestattet. Aus 47 Reychen konnten wir 370 Gäste begrüßen. Der fröhlichen
Festsippung, an der sich auch zahlreiche Gastrecken aktiv beteiligten, folgte ein ausgelassenes
Tanzbeinschwingen. Die Beziehungen zu unseren Nachbarreychen wurden durch eine erhöhte Aus-
rittfreudigkeit und durch Schaffung einiger interessanter gemeinsamer Sippungen gefördert, die
jährlich reihum zu einem Besuch führen. In unserem Falle die Familiensippung: Mutter Perla Palati-
na, Töchter die Reyche 223, 237, 305, 368; die Sippung der Montagsreyche in unserem Sprengel; d.h.
die Reyche 237, 269, 306, 385; die Sippung der Rheinreyche, d.h. die Reyche 39, 40, 237.
Auch die Beziehung zum h.R. Haidelberga wurde durch Einritte und gemeinsame Sommerungspro-
gramme gestärkt. Andere Maßnahmen sind Reychsbesuche, die wir gerne reziprok handhaben wie
z.B. zu den h.R. Wetiflar und Heylbronnen und zur Urgroßmutter Aurelia Aquensis u.a.
Wiederum haben Reychsausritte über mehrere Tage in verschiedene Reyche zu dauerhaften Freund-
schaften geführt. Ein anderes Element ist die Einbeziehung der Burgfrauen, durch eine Burgfrau-
ensippung. Es treffen sich die Burgfrauen unserer Sassen und Ahalla-Recken sowie der Nachbar-
reyche monatlich an einem Sippungsabend in dem Restaurant über unserer Burg. Zudem werden
durch Aktionen einzelner, sei es eine Weinprobe, sei es eine Einladung zu einem „besonderen Es-
sen” oder zu kulturellen Veranstaltungen die Beziehungen untereinander vertieft.
Mit Ehrenschlaraffen tun wir uns schwer, aber wir haben zwei davon. Unseren ES Fiesko, von vielen
Reychen ES Funke genannt, wollen wir in seinem Umfeld, in seiner Zeit dargestellt wissen. In einem
Turney kann um eine Kette von Rt Rostraphilos jedes 2. Jahr gerungen werden. Unser zweiter ES
ist seit a.U. 147 Rt Pardon der so-nette Vers-maler, Robert Gernhardt. Beide bewahrten sich eine
kritische Distanz zu ihrem Umfeld. Heute sind wir ein Reych mit 36 Sassen und bemühen uns stets
um Neuzugänge. Die Zahl der Einreiter aus dem eigenen Reych liegt bei 15 bis 20 pro Sippung. Sehr
erfreulich ist der gute Anklang unserer Sippungen bei den Nachbar­reychen. Die Zahl der Gastrecken
entspricht im Durchschnitt der der anwesenden eigenen Sassen.
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Quelle: Chronik Band IV, S. 354-355