Glorimontana

Unbekannt ·Reychsgeschichten

Beschreibung

Reych Nr. 257 — Glorimontana. Reychschronik aus Band IV (a.U. 126-149).

Volltext

257 Glorimontana
Die Sassen der Glorimontana sehen sich nach wie vor in der Tradition der altbergischen Ritter-
schaft, die mit dem Schlachtruf „Hya, Berge roemrijke!”, hochdeutsch: „ruhmreiches (Land) Berg!”
große Schlachten geschlagen hat.
A.U. 66 wurde dieses Motto zum pseudolateinischen Glorimontana, dem Namen des Reyches 257.
Das Vademecum a.U. 148/149 weist 45 Sassen aus, darunter alte Klassenkameraden aus dem Gym-
nasium unweit unserer Stahlburg, Freunde aus der Jugendzeit und ehemalige Kollegen.
So wurden alte Freundschaften unter den Schwingen des Uhu erneuert. Etliche Freunde sind über
25, ja über 30 Jahrungen oder noch länger dabei. Zwei Ritter sippen bereits in der dritten Generati-
on, in der Nachfolge von Vater und Großvater. Diese sind: Rt Basson (Rt Karika, 330 und Rt Froh-
sinn, 38), sowie Rt Scotti (Rt Kurz-Fex, 257, und Rt Pittjupp, EZ, 257).
Nach Erscheinen der Chronik a.U. 126 erlebte das Reych einen herben Verlust durch den Ahallaritt
des Rt Raudi D.E.R. reisefrohe Spötter, aber am 5.2. a.U. 129 wurden für jeweils 40 Jahrungen Zuge-
hörigkeit zu unserem Bund die fünf Säulen des Reyches geehrt: die Rtt Dro-Kreuz, Enrico, Kurz-Fex,
Motorich und Pankreas.
Am 4.8.131 fand auf Schloss Burg noch einmal das vielgerühmte Fest der Roten Rose statt. Es war
das 23. und aus technischen und organisatorischen Gründen leider auch das letzte. Bisher! Das
soll uns aber die Freude am Sippen nicht verdrießen. So konnten wir am 10.3.136 unseren 70. Grün-
dungstag begehen.
Am 9.3.137 wurde bei uns die Reychsfehde der hohen Reyche Elberfeldensis versus Hagena ausge-
tragen. Am 16.1.139 folgte eine 5-fache Großursippenfeier für die Rtt Dro-Kreuz, Enrico, Motorich,
Nostra-Dramus und Kurz-Fex im reich geschmückten Saal des Remscheider Schützenhauses. Am
Vorabend des XXII. Concils zu Colonia Agrippina a.U. 140 stellten die befreundeten Nachbarreyche
Glorimontana und Elberfeldensis in einer Gemeinschaftssippung mittel­alterliche Berufe und ihr
Umfeld dar, zur großen Freude und Begeisterung der Eingerittenen.
Ein großes Ereignis folgte am 20.5. a.U. 141, das lang ersehnte 75. Stiftungsfest mit befreundeten
Recken und Tross aus 60 Reychen mit weit über 400 Personen und musikalischer Begleitung des
ASO, welches am Folgetag geleitet von wld Rt Putto (8) ein glänzendes Konzert gab.
Eine großartige Bandbreite des schlaraffischen Spiels wurde begeistert angenommen und erhielt
von beiden Regionalgazetten eine erstklassige Beurteilung als Lohn für die von den Sassen geleis-
tete Arbeit.
Die Glorimontana hat bedeutende Heroen der Kunst und Wissenschaft zu ihren Ehrenschlaraffen
erkoren: Die Brüder und Grafen Anton Wilhelm Florentin und Vincenz von Zuccalmaglio wurden
als ES „Kein schöner Land” und „Montanus” für ihr musikalisches Wirken, ihre Sagensammlungen
und ihre Beiträgen zur Geschichte und gesellschaftlichen Gestaltung im Bergischen von uns geehrt.
Ebenso wurde der erste Nobelpreisträger, der Remscheider Physiker Wilhelm Conrad Röntgen, zum
ES „Strahlemann” ernannt.
Es bleibt noch zu erinnern an die Sängerkriege auf der Stahlburg a.U. 142 und 146, die am 14.3.149
mit viel Freude fortgesetzt werden.
C h r o n i k B a n d I V d e r A l l s c h l a r a f f i a ® m i t I n h a l t s v e r z e i c h n i s d e r 4 C h r o n i k e n O s t e r m o n d 1 5 3 , L a n g s a m , P s e u d o - S c h w a b , T a u r r i e s e u s
261 Bonaerenis
A.U. 125 zählte das Reych 26 Sassen, davon 20 Ritter, 6 Knappen und Junker. Der Sassenstand hat
sich bis a.U. 147 auf 34 erhöht. Unsere Pampaburg hat sich nicht geändert und war keinen Proble-
men ausgesetzt, da der Hospes begeistert von unserem Bund ist und ihm das Reych gar feierlich
für seine Aufmerksamkeit dankte.
Als der Hospes einmal sein Lokal vermietet hatte, gab es Schwierigkeiten, da die Gerichtsbarkeit
beim Bruch des Mietvertrages unsere Burg mit einbezog. Daher waren wir gezwungen, in Notbur-
gen unterzukommen, bis sich die dunklen Wolken verzogen hatten und wir zurückkehren durften.
Bei dieser Gelegenheit begründeten wir einen Burgfond, zum Ankauf einer eigenen Burg.
A.U. 141 erfolgte ein Großeinritt, der Brückenritt zwischen den nord- und lateinamerikanischen
Reychen. Es gab ein rauschendes Fest im Deutschen Club, wie es schöner nicht sein hätte können.
Wir bemühen uns, die Sippungen auf hohem, geistvollem Niveau zu halten und musikalisch zu
bereichern. A.U. 130 ritten wir zuversichtlich zur Reychsfehde mit der Rio Carioca gen Porta Alegren-
sis. Wie erwartet, ließ uns unsere gelungene, feine und leise Art den Sieg über die laute und grobe
Polterei der Rio Carioca erringen.
A.U. 141 wurde Utz Schmidl zu unserem ES ernannt. Ein Fähnlein aus der h. Strubinga, die Utz
Schmidl ebenfalls zum ES erkürt hatte, ritt bei uns ein und half mit, dieses ersten Deutschen auf
argentinischem Boden zu gedenken.
A.U. 140 erkürten wir ASR Comet und etwas später den verdienten Kantzler des hohen Reyches Rio
Platensis Rt Blitzstift zu Ehrenrittern.
Im Ostermond a.U. 145 durften wir das allererste Auftreten des ASO in Südamerika geniessen. Das
Orchester begann seine Konzertreise in Buenos Aires und bot ein buntes Potpourri meisterlicher
Musik, das seinen Höhepunkt in der Bonaerenser Reychshymne fand, einer Schöpfung unseres Rt
Fil-Ludi.
A.U. 146 erlebten wir eine wunderschöne Gemeinschaftssippung mit der h. Rio Platensis aus Anlass
der Sitzung des LVLA in Buenos Aires. A.U. 147 gab es viele harmonische Sippungen, unter ande-
rem mit einem Fähnlein deutscher Sassen auf seinem Südamerikaritt und dem grossen Ereignis
eines fünffachen Ritterschlages, der von ErbO Rt Babbelfex magistral zelebriert wurde.
Im Heumond konnte der Vorsitzende des LVLA Rt Tamosis bei einer Freundschaftssippung mit
unserem Schwesterreych Rio Platensis vier altgedienten Rittern den GU-Orden überreichen. Später
erfolgte der Einritt mehrerer Mitglieder des ASR in den Gemarkungen unseres Reyches, sodass
die Ereignisse dieser Jahrung unvergesslich bleiben. Zum Abschluss bleibt nur, mit Rt Nicomet zu
sagen:
„Eine schöne Zeit war es, wie immer, ein tolles Reych, ja, ja das sin ´mer !”
C h r o n i k B a n d I V d e r A l l s c h l a r a f f i a ® m i t I n h a l t s v e r z e i c h n i s d e r 4 C h r o n i k e n O s t e r m o n d 1 5 3 , L a n g s a m , P s e u d o - S c h w a b , T a u r r i e s e u s
Quelle: Chronik Band IV, S. 367-368