Truna bavariae

Unbekannt ·Reychsgeschichten

Beschreibung

Reych Nr. 308 — Truna bavariae. Reychschronik aus Band IV (a.U. 126-149).

Volltext

308 Truna bavariae
Der seit langem gehegte Wunsch nach einer eigenen Burg ging endlich in Erfüllung. Der Burgbau
im geräumigen Dachgeschoss des Anwesens der Bäckerei Kotter wurde ermöglicht durch ein groß-
zügiges Vermächtnis des ehemaligen Oberschlaraffen Rt Baumburg, durch reichliche Spenden der
Trunasassen und zahlreicher Sassen befreundeter Reyche, sowie durch den selbstlosen Einsatz der
Mitglieder des Bauausschusses, dessen Leitung der Planer und Architekt Rt Rapidus innehatte.
Bei der vom OK Rt Eloquax in feierlicher Form zelebrierten Burgweihe am 7.10. a.U.127 war die
neue, festlich geschmückte Liendlburg mit 84 Schlaraffen fast bis zum Bersten gefüllt.
Das nach bewährter Truna-Art gepflogene schlaraffische Spiel kann sich nun in all seinen Varianten
noch freier als zuvor entfalten. Man empfindet jetzt das geheimnisvolle Wirken Uhus noch intensi-
ver als bisher. Dem Vorstand des profanen Vereins ist es vor kurzem gelungen, den Mietvertrag für
die Burg bis a.U.177 zu verlängern.
Unbestrittener Höhepunkt des Berichtszeitraumes war das 50. Stiftungsfest am 8.5. a.U.140. Nahe-
zu alle Sassen des Reyches wirkten bei der Vorbereitung, bei der Ausgestaltung und Dekoration der
Festburg sowie beim erstellen einer umfangreichen Festschrift mit. Fast 600 Schlaraffen, Burgfrau-
en, Tross und geladene Gäste erlebten eine überaus glanzvolle Festsippung.
Die Truna Bavariae ist ein bayerisches Reych. Der Grundsatz „leben und leben lassen” wird hier im
schlaraffischen Spiel umgesetzt. Die Pflege der bayerischen Sprache ist uns ein Herzensanliegen.
In beinahe jeder Sippung erfreuen uns herrliche Mundartfechsungen. Vor allem die Sippungen un-
ter dem Motto „Unser Bayernland” mit dem Turney um die König-Ludwig-Kette und die Gemein-
schaftssippungen mit dem hohen Reych Am Tegrinsee, im Gedenken an unseren Ehrenschlaraffen
Agricola bzw. Filser, befassen sich mit der Geschichte, Tradition und Lebensart der bayerischen
Heimat.
Seit a.U.137 lockt alljährlich im Eismond ein glanzvoller Neujahrsempfang mit gravitätischem Defi-
lee und sensationellen Attraktionen viele Schlaraffen aus nah und fern an.
Zahlreiche ausrittsfreudige Trunasassen pflegen im Dienste schlaraffischer Freundschaft intensive
Kontakte zu den benachbarten Reychen in Bayern und den angrenzenden Gauen Austrias. Reychs­
ausritte werden in bewährter Weise von unserem ErbSch und Reisemarschall Rt Tertius organisiert.
Insbesondere sind hier die seit a.U.136 in jeder Winterung unternommenen großen viertägigen
Ausritte in weiter entfernte Regionen des Uhuversums zu nennen, haben sie doch den Bekannt-
heitsgrad und das Ansehen der Truna beträchtlich gesteigert.
Anno Uhui 149 zählt die Truna Bavariae 41 Ritter, sowie 6 Junker und Knappen. 17 Ehrenritter zeu-
gen von der Beliebtheit in den umliegenden Reychen. Alle Trunesen tragen durch ihr individuelles
Mitwirken am Reychsgeschehen dazu bei, dass das Reych weiterhin seinem Ruf als „die sonnige
Truna” gerecht wird. Unser wohlgeratener und äußerst aktiver Nachwuchs berechtigt zu besten
Hoffnungen für die Zukunft.
C h r o n i k B a n d I V d e r A l l s c h l a r a f f i a ® m i t I n h a l t s v e r z e i c h n i s d e r 4 C h r o n i k e n O s t e r m o n d 1 5 3 , L a n g s a m , P s e u d o - S c h w a b , T a u r r i e s e u s
309 Castellum Verdense
Wenn man den Weg unseres a.U. 90 gegründeten Reyches Castellum Verdense in den vergangenen
Jahren betrachtet, so kann man eine erfreuliche Entwicklung feststellen. Nach stürmischen An-
fangsjahren sind wir sicher im Fahrwasser schlaraffischer Tradition und Qualität gelandet.
Dazu beigetragen hat die Kontinuität auf dem Thron, auf dem die Rtt ErbO Eriwa-h-n, ErbO Baron
Pusteblume und ErbO Vacancio das Steuer fest in der Hand hielten und halten und das Spiel mit
ihren Ideen befruchteten.
Das Schmierbuch, seit über 20 Jahren von Rt Menhir gefechst, dokumentiert das Geschehen im
Reych in eindrucksvoller Weise. Durch die Ausrittsfreudigkeit unserer Sassen, von denen zwei Ritter
in der Berichtszeit mit dem Basta-I-Orden geschmückt wurden, bekommen wir viele Gegenbesu-
che.
Am 22. Lenzmond a.U. 140 feierten wir unser 50. Stiftungsfest, an dem wir an einem Wochentag
(Montag) Einritte von 168 Sassen aus 27 Reychen des Uhuversums verzeichnen konnten. Wir sehen
dies als Beweis der Güte unseres schlaraffischen Spiels und der Freude, die befreundete Sassen
beim Einritt in unserer Reych haben.
Bei aller Freude fällt jedoch ein Wermutstropfen in unsere Geschichte, ist doch unser Reych durch
Ahallaritte und Wegzug von Sassen in der Mitgliederzahl erheblich geschrumpft. Dies ist jedoch für
uns Anlass, noch näher zusammenzurücken und die Qualität des Spiels hochzuhalten.
Die Begeisterung unserer Sassen für Schlaraffia und seine Ideale trägt unser Reych im Verbund mit
unseren Nachbarreychen und unserer Mutter, dem hohen Reych Brema. So können und wollen
wir hoffnungsvoll in die Zukunft schauen und freuen uns auf die nächsten Jahre schlaraffischen
Spiels.
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Quelle: Chronik Band IV, S. 393-394