377 Castellum Cellense
In der Chronik des Verbandes Allschlaraffia III. Band war in den letzten Sätzen, unser Reych betref-
fend, davon die Rede, dass unser Reych klein sei. Dem ist nichts hinzuzufügen, da ja, allein schon
von den örtlichen Gegebenheiten und der Einwohnerzahl her, kaum mehr erwartet werden kann.
Trotz alledem fühlen wir uns in unserem Kreis äußerst wohl und streben nicht danach, Klasse
durch Masse zu ersetzen.
Wie es scheint, befinden wir uns damit auf einem goldenen Mittelweg, denn, was die Einritte in un-
ser Reych anlangt, können wir davon ausgehen, dass man uns nicht nur in unserer näheren Umge-
bung, was die große, immer noch steigende Anzahl der Einritte aus unserem Mutterreych beweist,
sondern auch im weiten Uhuversum zu schätzen weiß und daher auch gerne einreitet.
Auch wir selber sind keine Stubenhocker, was durch viele Ausritte, nicht nur die der Rtt Rauch und
„i”, bewiesen wird.
Bezüglich der Einritte wäre festzuhalten, dass in den vergangenen 25 Jahrungen 4000 !!! stattge-
funden haben. Auf Grund dieser vielen Einritte, die sich natürlich besonders bei Feierlichkeiten
ergaben, war es oft notwendig, in Festburgen auszuweichen, da die Burg Hohlensteyn, in der wir
seit 1.10. a.U. 104 sippen, bestenfalls 45 Sassen fasst.
So z.B. die 22. Steirisch-Kärntnerische Freundschaftssippung (130 Einritte und 80 Burgfrauen),
dreimal die Eisenwurzensippung, siebenmal die Dreiländersippung, neunmal die Storchenreiter-
sippung sowie mehrere Festsippungen, wie beispielsweise die Festsippung am 9.3. a.U. 145 anläss-
lich „50 Jahre Wiedererweckung Castellum Cellenses” und die Festsippung am 25.1. a.U. 146 „75
Jahre Castellum Cellense”.
Unser diplomatisches Corps besteht derzeit aus 11 Ehrenrittern, 6 Botschaftern, jeweils 5 davon
aus unserem Mutterreych und 6 Konsuln. Ehrenritter aus unserer Sassenschaft wurden wld Rtt Ips
und Imho-Depp sowie die Rtt Au und Rauch, Botschafter wurden wld Rt Imho-Depp sowie die Rtt
Rauch und „i”, (2 x). Den Basta-Willkomm-Orden dritter Klasse errangen die Ritter Rauch und „i”,
den Austria-Freundschaftsorden Ritter „i”,. Mit dem Komtur zum Austria-Verdienstorden wurden
wld Rtt Ips, Ox und Imho-Depp und die Rtt Prothesius, Rauch, Au, Dietrich, „i”, Spiralikus und
Granit ausgezeichnet.
Zu guter Letzt sei noch eine kleine Episode am Rande vermerkt: Als Folge eines spontanen, zuvor
nicht abgesprochenen Reychsausrittes in das h.R. 124 Hippolytana, das just am selben Tag in das
h.R. 13 Linzia ausgeritten war, sodass elf unserer Sassen vor der verschlossenen Burgpforte stan-
den, wurde ab a.U. 129 vereinbart, jeweils abwechselnd in einem der drei Reyche die sogenannten
Dreiländersippungen abzuhalten. Diese Sippungen sind immer wieder überaus freudige Ereignisse,
auf die wir nicht mehr verzichten wollen.
Wir haben sehr viele heitere, viele denkwürdige und leider auch manch traurige Sippungen erlebt,
es gab viele Höhepunkte aber Uhu sei es geklagt, leider auch einige Tiefen.
Das Zusammengehörigkeitsgefühl hat uns diese aber meist schon nach kurzer Zeit überwinden
lassen. Darauf wollen wir auch in Zukunft bauen und sehen daher den kommenden Zeiten mit
großer Zuversicht entgegen.
C h r o n i k B a n d I V d e r A l l s c h l a r a f f i a ® m i t I n h a l t s v e r z e i c h n i s d e r 4 C h r o n i k e n O s t e r m o n d 1 5 3 , L a n g s a m , P s e u d o - S c h w a b , T a u r r i e s e u s
378 Graetz an der Mur
A.U. 125 stand für die Graetz unter einem guten Stern, denn bereits im Lenzmond war das bisherige
Feldlager „Monte Lunach” in der Lage, an die Graetz als Mutterreych den Antrag zur Coloniegrün-
dung zu stellen. Mehr als 200 Sassen aus dem weiten Uhuversum ließen es sich nicht nehmen, bei
der Colonie-Gründungsfeier im Windmond a.U. 125 anwesend zu sein. Die Colonie entwickelte sich
so prächtig, dass der Sanktionsfeier 2 Jahrungen später nichts im Wege stand. Die verdienstvolle
Arbeit der Gründungsritter aus der Graetz, Fiedel, Klipp-Klapp und Schilcher, fand damit ihren krö-
nenden Abschluss. Das vierte Tochterreych in der Geschichte der Graetz war geboren.
Freud und Leid liegen eng beieinander. A.U. 129 musste Rt Kittchen den Ritt gen Ahalla antreten,
der 38 Jahre lang mit Leib und Seele der Graetz verbunden war. Seine Verdienste um das Reych und
bei der Zusammenführung der Ur- und Allschlaraffia bleiben unvergessen. Das 60. Stiftungsfest
a.U. 133 gab der Graetz wieder die Gelegenheit, ihr kreatives Potential und ihre künstlerische Leis-
tungsfähigkeit unter Beweis zu stellen. Zur Aufführung gelangte das „Grusical” Wahnhäuser wozu
Graetzer Sassen Idee und Text lieferten. Es ist hier nicht der Rahmen, alle Beteiligten zu nennen,
aber eine Ausnahme sei gestattet: Rt Mufti, dessen geniale musikalische Gesamtleitung wesentlich
zum Gelingen des großen Werkes beitrug. Eine besondere Auszeichnung wurde der Graetz a.U. 138
zuteil. 25 Jahrungen waren seit der Zusammenführung Ur-All vergangen. Grund genug für die 6 ehe-
maligen Urschlaraffenreyche ein gemeinsames „25. Allschlaraffisches Stiftungsfest” zu feiern und
das in den Gemarkungen der Graetz. In der überfüllten Festburg im Brauhaus Puntigam in Graz traf
sich schlaraffische Prominenz samt Tross, um die vergangenen 25 Jahrungen im allschlaraffischen
Rahmen festlich zu begehen. Bald darauf galt es für die Graetz ihre technische Leistungsfähigkeit
unter Beweis stellen zu müssen. Planungen des Hospes machten einen Umbau unserer Vorburg
und des Zugangs zur Burg erforderlich. Hier bewährte sich einmal mehr die hohe technische Kom-
petenz einiger Sassen und so konnte der Umbau in der Jahrung 142/143 zügig verwirklicht werden.
Die Hochstimmung des Reyches wegen des gelungenen Burgumbaues wurde im Christmond a.U.
143 jäh beendet, als völlig unerwartet Rt Mufti der Tonangeber, gen Ahalla ritt. Er war nicht nur ein
großer Musiker sondern auch eine große Persönlichkeit mit einem großzügigen schlaraffischen
Herzen, dessen Wirken weit über die Graetz hinaus reichte. So kam es, dass ohne seine Mitwirkung
das 75. Stiftungsfest vorzubereiten war, das wir in großem Rahmen im Lenzmond a.U. 148 feiern
konnten. Die Anwesenheit des Vorsitzenden des ASR Rt Ton DIN und Abordnungen aus 26 Reychen
bestätigten den Stellenwert den die Graetz innerhalb Allschlaraffias erreicht hat. Unter der Devise
„Der Geist der Graetz” wurde ein breiter Bogen über das Wirken der Graetz in dieser Zeitspanne
dargeboten. Die Form war eine bunte Abfolge von aktuellen Fechsungen sowie Bild- und Tonkonser-
ven aus dem Archiv. Den Höhepunkt der musikalischen Beiträge bildete die Aufführung der eigens
für diesen Anlass von Rt Atonaleon (4) komponierten Metamorphose über den Graetzer Wahl-
spruch „Ernst der Sinn und hoch das Ziel, doch die Form ein heit’res Spiel” durch das verstärkte
Reychsorchester der Graetz. Dass dieses Programm von den in großer Zahl eingerittenen Freunden
und deren Tross so begeistert aufgenommen wurde, war der schönste Lohn für die zahlreichen aktiv
Mitwirkenden an dieser Festsippung.
Dass in zahlreichen KrIstallinen während der Sommerungen auch die Burgfrauen in das schlaraffi-
sche Geschehen eingebunden werden, ist eine lange Tradition der Graetz und vertieft den Zusam-
menhalt im Reych. Angesichts einer erfreulich starken Junkertafel hat das Reych allen Grund, voll
Optimismus auf die kommenden 25 Jahre zu blicken.
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