Lulutetia Parisiorum

Unbekannt ·Reychsgeschichten

Beschreibung

Reych Nr. 385 — Lulutetia Parisiorum. Reychschronik aus Band IV (a.U. 126-149).

Volltext

385 Lulutetia Parisiorum
Nichts seit a. U. 125 traf die Lulutetia Parisiorum so wie der Ahallaritt des Rt Marco Polo am 27.5.
a.U. 134. Ihm verdankt sie ihre Entstehung, sein markantes Wesen hatte sie geprägt; noch a.U. 130
hatte seine Großursippenfeier gut 300 Einreiter aus dem weiten Uhuversum angezogen.
So kam bei manchem zur Trauer noch Besorgnis, das Reych selbst werde ihn verwaist kaum lange
überleben. Das Reych jedoch blieb dem Motto der Stadt Paris treu: „Fluctuat nec mergitur”
Aber auch ihm blieb leider das seit Verlust der herrlichen Seineburg II a.U. 122 ungelöste Burgpro-
blem treu. Die seither 12. „ständige” Burg verlor es a.U. 149 auch wieder. Nur a. U. 137-140 hatte es
dank Rt Josthenner II wieder eine Burg wirklich für sich, ein denkmalgeschütztes Ex-Künstleratelier
in sanftem blau und rot.
Alle anderen Burgen, in Pfarrgemeindesälen oder Gaststätten, waren für jede Sippung auf- und ab-
zurüsten. Ein a.U. 142 sehr kontrovers gefasster Plan der Errichtung einer Containerburg hinterließ
nur bedauerliche Erinnerungen.
Die nach a.U. 125 zunächst bei ca. 40 stabile Sassenzahl sank nach und nach auf 20 (bei stets viel
kleinerem vor Ort aktivem Kern), trotz 5-fachem Ritterschlag a.U. 126 und trotz bis a.U .137 20
neuen Knappen beim damaligen ErbJ Rt Asterix – dann freilich nur noch 8.
Die profan begründet in der Lulutetia Parisiorum seit jeher starke Fluktuation ergab allzu viel Ader-
lass. So sippen längst anderswo mehr Schlaraffen aus dem „Brutkasten der Lulutetia” als bei uns
selbst. Da auch manch junger „Hoffnungsträger” nicht blieb und selbst hochverdienteste Recken
wie Rt Hierunda und Rt Sosatius gegen das Alter nicht gefeit waren, war kaum noch verkraftbar der
Wegzug von Stützen wie dem Rt Knispel, später Mitgründer und OS der Brucsella, dem vorherigen
OS Rt Ben Genussi a.U. 130, a.U. 136 gar zugleich von Rt Mach zwo und OS Rt Assimil, beide bald
anderwärts in Thronwürden. Rt Ben Genussi jedoch kehrte a.U. 141 zur Lulutetia. zurück, um, ob-
schon profan weiter in Deutschland wohnhaft, wieder alle Kraft ihrem Wohl zu widmen.
Trotz Sorge um Enttäuschung mancher Freunde wie im Reych Castrum Brigantium, die ihr vor und
nach der Gründung so viel geholfen hatten, wechselte die Lulutetia Parisiorum a.U. 143 zum LV
Deutschland. Die Kontakte zum dort nächsten Sprengel 8 hatten sich auf vielen Ebenen ständig
intensiviert, was zum LV Austria hin so, wie es unser Reych mit seinen Problemen benötigte, einfach
nicht möglich war.
Undenkbar war und ist das schlaraffische Spiel gerade in Paris ohne die vielen Einritte der Freunde
aus so vielen Reychen, zu häufig kleinen aber, auch durch sie, oft feinen Sippungen genau wie zu
großen Festen, z.B. der Pariser Ringsippung der blau-roten Reyche am 12.4. a.U. 127; der Dreibur-
gensippung der Reyche Basilea, Sacrodunum und Lulutetia in Basel am 5.10. a.U. 130 (Concils-
vorabend); der gemeinsamen Sippung mit dem Reyche Barcinonensia am 22.5. a.U. 134 in der
Provence; dem 25-jährigen Stiftungsfest am 07.11. a.U. 139; zu den seit a.U. 140 von Rt Austernfix
initiierten AHAtlantischen Freundschaftssippungen, jährlich bisher auf der Insel Oléron: Also, ob
Seine oder Atlantik, immer gilt : „Fluctuat nec mergitur!”
C h r o n i k B a n d I V d e r A l l s c h l a r a f f i a ® m i t I n h a l t s v e r z e i c h n i s d e r 4 C h r o n i k e n O s t e r m o n d 1 5 3 , L a n g s a m , P s e u d o - S c h w a b , T a u r r i e s e u s
386 Am Hellenstein
Das zehnjährige Stiftungsfest rückte heran. Das Konzerthaus in Heidenheim war am 12. 5. a.U. 125
wiederum die bunt geschmückte Festburg. 104 Gastrecken aus 42 Reychen nahmen an dieser stim-
mungsvollen Festsippung teil, die abwechselnd von den Rtt Vehemento, Kunkulus sowie Ahnstrich
fungiert wurde.
Die feierliche Verleihung des AHA-Ordens fand durch Rt Avers vom Mutterreych Ulma in Vertretung
des bresthaften ASR Florett statt. Schlaraffischer Geist und Frohsinn durften Urständ feiern in den
Fechsungen des Abends und bewiesen die Verbundenheit zu den Nachbarreychen.
Bei der erstellung der Sippungsfolgen des Reyches wird großer Wert auf eine sorgfältige und vielsei-
tige Themenauswahl gelegt, um der Sassenschaft ein kreatives und aktives Mitmachen zu ermög-
lichen. Auch Ausritte in befreundete Reyche werden ständig unternommen, um die Freundschaft
weiterzuleiten. Laut Hausgesetz muss jeder Oberschlaraffe nach drei Jahren den Thron verlassen.
Er kann nach mindestens einer Jahrung wieder gewählt werden.
Alle zwei Jahre unternimmt das Reych zusammen mit Burgfrauen einen großen mehrtägigen Reych-
sausritt in entferntere Reyche. Es waren immer sehr erlebnisreiche Tage und stimmungsvolle Sip-
pungen mit den Freunden der besuchten Reyche. Seit a. U. 129 findet zusammen mit dem Reych
Zu den Teutschherren im zweijährigen Wechsel die mobile Freundschaftsippung „Fahrendes Volk”
statt, die großen Anklang im Uhuversum findet.
In den Ordensfesten konnte das Reych vielen Rittern danken für ihre Einritte und erwiesene Freund-
schaft. Als besondere Auszeichnung wird der Titul „Ritter von der Silberdistel”, verbunden mit ei-
nem Aufnäher, an Ritter verliehen, die sich durch langjährige Einritte und aktive Teilnahme am Sip-
pungsgeschehen verdient gemacht haben. Derartig ausgezeichnete Recken dürfen als besondere
Gruppe einreiten.
Am 13.1. a.U. 139 wurde der Schriftsteller Michael Ende vom Reych zum Ehrenschlaraffen Jim Knopf
erkürt. Das 25-jährige Stiftungsfest wurde am 8. 5. a.U. 140 in der Festburg Konzerthaus gefeiert.
75 Gastrecken aus 23 Reychen konnten begrüßt werden und erlebten eine grandiose, von echtem
schlaraffischem Geist getragene Festsippung, die von den Rtt Turbi, McStrem sowie Vehemento
fungiert wurde.
Dem Reych gehören derzeit 45 Sassen an und in der Sippungsfolge geht es nun auf die 1.000 Sip-
pung zu. Diese soll am 29.1. a.U. 149 schwungvoll gefeiert werden.
Dankbar können wir sehen und erleben, dass viele Sassen befreundeter Reyche in Treue und gern
am Hellenstein einreiten. Das Reych hofft, weiter wie bisher lebendige Sippungen zelebrieren zu
können, Uhus Banner hoch zu halten und die schlaraffische Idee weiter zu tragen. So sieht das
Reych einer weiteren gedeihlichen Zukunft mit Optimismus entgegen. Das walte Uhu!
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Quelle: Chronik Band IV, S. 470-471