390 Kaiserpfalz
Die großartige Gründungsfeier der Colonie Kaiserpfalz a.U. 119 und die Sanktionsfeier a.U. 121 in
der Aula regis der historischen Kaiserpfalz Goslar mit jeweils 900 Teilnehmern hatte Folgen. Die
profane Stadt hatte erstaunt bemerkt, welch einen großartigen Versammlungsraum das Museum
besaß.
Sie beschaffte eine Bestuhlung und nahm fortan hohe Mieten von den Benutzern. Diese konnten
und wollten wir nicht zahlen. Deshalb mussten die Feste zur AHA-Übergabe a.U. 131 und zum 25.
Stiftungsfest a.U. 144 in profanen Gasthaussälen in bescheidenerem Umfang stattfinden.
Während der Feldlagerzeit trugen die Gründungsritter als ein Zeichen der Verbundenheit ein Rü-
ckenschild mit dem Adler, dem Wappen der Stadt Goslar, über den unterschiedlichen Rüstungen.
Das wurde als Auszeichnung sanktioniert und mit einem Titul „Pfalzgraf de Goslaria” verbunden,
der künftig in Reychswürden verdient wirkenden Sassen verliehen werden soll.
Die Finanzierung des Ausbaus unseres als baufällig eingestuften Fachwerkhauses zur Burg war im
Wesentlichen einem Getränk zu verdanken. Rt Archäologes hatte aus wilden schwarzen Kirschen ei-
nen aufgesetzten Quisselbeersaft gebraut, der in kleinen Fläschchen für 1 Rosenobel/Stück verkauft
wurde. Im eigenen Reych und bei vielen Ausritten wurden so erstaunliche Beträge eingesammelt.
Auch kleine Gemäße mit Burgbaumörtel trugen im Verkauf zum Erfolg bei. Zur Erinnerung an diese
Zeit stiftete Rt Ramm die Quisselbeerkette um die in einem internen Turney gestritten wird. Nicht
vergessen sei auch der umfangreiche handwerkliche Einsatz aller Sassen, der unsere Burg zu ei-
nem behaglichen Treffpunkt auch für private Feste der Sassenschaft gemacht hat.
Als ein besonderer Festtag des Reyches im schlaraffischen Spiel hat sich auch der „Handgifdendag”
zum Jahresbeginn entwickelt. Er folgt einer alten Tradition, sich zum neuen Jahr die Hand mit allen
guten Wünschen zu reichen. An diesem Tag wird außer einer taxfreien Atzung auch der Quissel-
beersaft und die „Brennewieskoschale” (eine Brandweinkaltschale mit Weißbrot) gereicht, um die
Erinnerung an die Gründungszeit wach zu halten.
In einer kleinen profanen Stadt mit mehreren konkurrierenden Vereinigungen konnte sich unser
Reych gut behaupten. Zum Jahresende a.U. 148 zählt es 34 Sassen. Darunter befinden sich noch 7
Erzschlaraffen. Wir sehen hoffnungsvoll in eine gute Zukunft.
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391 Josefina California
Unsere Sippungen und Feste fanden anfangs auf einem Luxus-Grundstück in Los Altos statt, das
unbewohnt war, aber durch eine private Vereinbarung des Rt Filenikuss mit dem abwesenden
deutschen Besitzer für unsere Zwecke benutzt werden durfte. Im Gegenzug verpflichtete sich das
Reych, alle Gartenanlagen im besten Zustand zu halten. Rt Gaudeo und zwei jüngere Ritter in den
vierziger Jahren waren auf dem Thron. Das Durchschnittsalter der 26 Sassen war Mitte 50. Rtt
Saudi-Boy, Pumpelmuhs und Kn 14, der spätere Rt Baryon, brachten neue Ideen und Initiative in die
Sippungen. Max von Eyth wurde als Ehrenschlaraffe des Reyches gewählt.
Die Freundschaftssippung der pazifischen Reyche in Pismo Beach im Jahre a.U. 128, an dem sich
über 120 Sassen beteiligten, war ein rauschender Erfolg . Rt Hanseatus als K war ein vorzüglicher
Organisator. Zwei junge Sassen, die späteren Rtt Deko-Fex und Sume brachten Karneval und rheini-
schen Humor, mit Akkordeon Begleitung. Ein Maskenball mit 3 Akkordeon Spielern mit Burgfrauen
und Sassen der Josefina und des Mutterreyches Franciscana war ein großer Erfolg.
Rt Copernicus und Burgfrau luden beide Reyche zu einem Schützenfest auf ihrem Grundstück in
Santa Cruz am Ozean ein; über 50 Gäste nahmen teil. Rt Hanseatus gewann den musikalischen
Wettbewerb. In jenem Jahr a.U. 130 fiel das 10-jährige Jubiläum der Sanktionsfeier des Reyches. Es
war ein großartiges Fest in einem Großhotel in San Jose, und es war verbunden mit dem Turney
der blauen Berge mit Beteiligung von wieder etwa 120 Sassen aus allen westamerikanischen und
westkanadischen Reichen.
Wir hatten einen Amerikaner in unseren Reihen, Rt Lexikus. Ein Zweiter, der sein Deutsch von
seinem Großvater gelernt hatte, stieß zu uns. Leider traten beide nach einigen Jahrungen aus weil
sie sich sprachlich nicht adäquat fühlten. Während unser zuvor so aktive Hfn Rt Wollt-Er zur h.
Franciscana überwechselte, kam von dort Rt Sa-tier und dieser fungierte dann auf unserem Thron.
Auch brachte er seinen langjährigen Freund Rt Konstruktief an die Rittertafel mit. Dieser stellte
seine Heimburg für mehrere Frühlingsfeste, die gut besucht wurden, zur Verfügung.
Da es so aussah, als ob die langjährige Josefinenburg verkauft werden würde, bemühte sich Rtb
Ohmius erfolgreich und fand a.U. 136 eine gemietete Burg, die zwar jedesmal auf- und abgebaut
werden muss, aber punkto Lage und Kosten durchaus praktisch war.
In den folgenden Jahren traten eine Reihe der aktivsten Sassen den Ritt nach Ahalla an. Jedoch ein
Knappe der Vindobona wanderte ein, Rt Bärzillius übernahm das Kantzleramt und durch Bemühun-
gen der Rtt Ohmius und Gaudeo stießen die Rtt Don Albergo, Orbital und Wartburg sowie einige
Junker und Knappen zu uns, so dass sich die Reihen wieder auffüllten.
So war das 25 jährige Stiftungsfest ein voller Erfolg, ein rauschendes Fest in einem Prunkhotel am
Flughafen von San Francisco in Gegenwart von über 100 Sassen und Gästen.
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