419 Medina Mayurca
In nur sechs Jahrungen vom Stammtisch zum Reych – eine Chronologie der schlaraffischen Grün-
dung des allzeit fröhlichen Reyches „Medina Mayurca”:
Zwischen Lethe- und Windmond a.U. 139 gründen vier Schlaraffen auf der bis dahin uhufinsteren
Mittelmeerinsel Mallorca einen Stammtisch, es sind dies die Rtt Mari(n)tim (404), Optilux (45) und
Perplex (17) sowie der Jk Volker (54). Ihre Gruppe nennen sie, in Anspielung auf den mittelalterli-
chen Namen der Insel, „Medina Mayurca”.
Am Ende der ersten Winterung zählen vier Ritter, zwei Schildknappen, zwei Prüflinge und zwei
Pilger zu den ständigen Besuchern des Stammtisches. Die „Sippungsabende” finden oft in den
Heimburgen der Schlaraffen statt, verlaufen jedoch immer nach Spiegel und Ceremoniale. In dieser
Winterung kann der Stammtisch 28 Einritte aus 14 Reychen verzeichnen.
Im Hornung a.U. 141 übernimmt das h.R. Hammonia die Mutterschaft für die schlaraffische Neu-
gründung. Bereits im Lenzmond a.U. 142 findet die feierliche Erhebung zum Feldlager statt. Im
Wonnemond a.U. 144 wird die Colonie „Medina Mayurca” mit 18 Sassen (neun Ritter und neun
Profane) gegründet.
Schon im Lethemond a.U. 144 begeht die Colonie das Fest der Burgweihe und der ersten Sippung
in ihrer neuen „Alcoraia-Burg”. In nur zwei Jahrungen und mit mehr als 5.000 Stunden Muskelhy-
pothek hatten die Sassen der Colonie aus einem alten Kuhstall eine stilvolle und allen Ansprüchen
gerecht werdende Schlaraffenburg gemacht. Freunde in aller Welt hatten das Vorhaben großzügig
unterstützt.
Illustre Gäste aus dem Uhuversum geben der Burgweihe und ersten Sippung in der Alcoraia Burg
ein festliches Gepräge; viele von ihnen sind eigens zu diesem Ereignis auf die Sonneninsel gereist.
Mit besonderem Jubel werden die Würdenträger des Mutterreyches Hammonia empfangen, die an
diesem Uhutag zum ersten Male das vollendete Werk der Tochter in Augenschein nehmen und mit
Lob und Anerkennung nicht sparen. Der OI der Hammonia lässt es sich nicht nehmen, in die Funk-
tion einzutreten und die vom Ordenskapitel seines Reyches verliehenen Tituln für hervorragende
schlaraffische Verdienste an Sassen der Medina Mayurca zu verleihen. Schließlich und endlich gibt
es auch in der Schmuspause eine gelungene Premiere zu vermelden: Atzung und Labung durch
eine eigene Styxin.
Nur drei Winterungen sind ins Land gezogen, da kann, am 7.5. a.U. 146, der ASR-Vorsitzende Rt
Ton DIN, in Anwesenheit der Schlaraffenräte Rtt Bon Charmin (SRA), Van der Goschen (ASR), Don
Miguel (ASR), Salomon (ASR) sowie weiterer 350 Gäste aus insgesamt 80 Reychen die feierliche
Sanktion des Reyches Schlaraffia Medina Mayurca celebrieren. Als Präsent übergibt SRA Ton DIN
dem jungen Reych die prächtige, auf echtem Kalbfell handgefechste Gründungsbulle. Ihm gehören
an diesem Tage 23 Sassen – neun Gründungsritter, elf Profane und drei Knappen - an.
Die weitere Entwicklung des Reyches Medina Mayurca verläuft in ruhigen Bahnen. A.U. 146 wird ein
eigenes Hausgesetz verabschiedet. Es schreibt u.a. die Neuwahl des Thrones alle drei Jahrungen
vor.
Als Oberschlaraffen der Medina Mayurca fungierten ab Gründung der Colonie die Rtt Spottbrett,
Peer-Cassy und Campesino (a.U. 144/145), die Rtt Heidiwitzka und Peer-Cassy (a.U. 145/146), die
Rtt Heidiwitzka und Renn-Gold (a.U. 146/147/148) sowie die Rtt Renn-Gold und Pasanada (a.U.
148/149).
C h r o n i k B a n d I V d e r A l l s c h l a r a f f i a ® m i t I n h a l t s v e r z e i c h n i s d e r 4 C h r o n i k e n O s t e r m o n d 1 5 3 , L a n g s a m , P s e u d o - S c h w a b , T a u r r i e s e u s
420 Unter‘m Mehlsack
Die 1. Sippung zur Gründung mit der Erhebung des Feldlagers zur Colonie war am 9.10. a.U. 145.
Durch die Sanktionsfeier am 18.3. a.U. 147 unter der Teilnahme von 153 Schlaraffen aus 57 Reychen
und über 100 weiteren Gästen wurde die alte freie Reichsstadt Ravensburg vollwertiger Teil des
Uhuversums.
Mit den Rittern Ton DIN, O´Bolus, Schilf und Van der Goschen wohnten gleich vier der Allschlaraf-
fenräte der feierlichen Ceremonie im Schwörsaal zu Ravensburg bei.
Niemand hätte erwartet, als sich am 27.10. a.U. 140 sechs Ritter zum ersten Stammtisch trafen und
beschlossen, Schlaraffia eine neue Heimstatt in der mit viel Eigenarbeit und Fleiß neu errichteten
Burg zu geben, und dass nach einer so kurzen Zeit heute schon über 30 Sassen des Reyches jeden
Dienstag zu fröhlichem Spiel im Reych „Unter´m Mehlsack” zu Füßen des Mehlsackturmes, dem
Wahrzeichen der Stadt, treffen.
Mit Begeisterung folgen mehrere Pilger und Prüflinge dem schlaraffischen Spiel und viele Sassen
aus nahen und fernen Reychen erweisen dem jungen Reych ihre Aufwartung, so dass oft kaum die
Plätze der Burg ausreichen, um alle aufzunehmen.
Eine abwechslungsreiche Sippungsfolge reizt so manchen Sassen, die Rostra zu erklimmen. Zum
Beispiel wenn Großmutter „Gallia Helvetica” und Urgroßmutter „Turicensis” bei alpenländischer
Mundart in gemeinschaftlicher Sippung die Burg bevölkern, oder beim Turney um die Bildende
Kunst Gemälde und Lichtbilder das Thema bestimmen, sind Frohsinn und Heiterkeit in die Burg
eingezogen.
Schon in der Jahrung der Sanktion konnte der erste Ritterschlag im Reych vollzogen werden. Gleich
drei Junkern wurde a.U. 149 nach strenger Prüfung und hervorragenden Ritterarbeiten das Schwert
übergeben. Neun Knappen und Junker bevölkern zurzeit die Junkertafel und harren der Beförderung
in den nächsten Stand.
Dankbarkeit zollen wir dem Reych „Porta Alpina Constantiae”, das die Mutterrolle übernahm und
mit Fürsorge und großer Unterstützung den nicht ganz hindernisfreien Weg zum Gedeihen des
Feldlagers und der Colonie begleitete.
„Unter´m Mehlsack”, liebe Gäste, heißt Willkommen Euch zum Spiel …
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