Reych Nr. 165

Schmidt, Martin Johann

Unbekannt ·S-U

Beschreibung

Schmidt, Martin Johann (auch Kremserschmidt)
Titel: Barock der Kremser
Reych: Nr. 165 Kremisia Wachaviae (Krems / Donau)
Geb.: 25.09.1718 in Grafenwörth
Gest.: 28.06.1801 in Stein an der Donau

Volltext

österreichischer Maler und Radierer Der Kremserschmidt lernte zunächst bei seinem Vater, dem Bildhauer Johann Schmidt und später bei G. Starmayr in Stein a.d. Donau. Als Starmayr beauftragt wurde, die Volkskammer in Ratz zu dekorieren, arbeitete Schmidt als sein Assistent und malte einige Bilder. Es wird angenommen, dass er seine Studien in Wien und Venedig vervollständigte (um 1746). Angeregt durch die Bilder von Giuseppe Maria Crespi sowie durch die niederländische Malerei, besonders durch Rembrandts Kunst, schmückte er zahlreiche Barockklöster und -kirchen in Oberund Niederösterreich mit Fresken, wie das Refektorium des Klosters Dürnstein (1755), die Krypta der Klosterkirche Göttweig (1765), die Stadtpfarrkirche in Krems (1787) und mit Altargemälden, wie die „Taufe Christi" in der Stiftskirche in Melk (1755), „Himmelfahrt Christi" in der Piaristenkirche in Krems (1756). Kennzeichnend für seine Arbeiten sind seine volkstümliche Auffassung, die feinen Lichtstimmungen und Farbharmonien. In Wien hat der prominente Maler des spätbarocken Altarbildes relativ wenig Werke geschaffen. Man findet sie in der Karmeliterkirche und in der Melkerhofkapelle. In der Wachau lohnt eine Besichtigung der hochgelegenen Pfarrkirche St. Mauritius mit dem Spätwerk von Schmidt „Marter des heiligen Mauritius". Weitere Spätwerke finden sich auch in Göttweig, Maria Taferl und Schmidt hat in seiner Spätzeit klassizistische Vorwürfe behandelt, wie „Urteil des Midas", „Schmiede des Vulkan", die sich im Barockmuseum in Wien befinden, aber in der Lichtführung, der flüssigen Malweise und dem gefühlsgesättigten Ausdruck ist er immer ein Meister der Barockmalerei geblieben. (Text: N.N. / Das Blaue Buch)
Quelle: Mediathek Schlaraffia Arnstadt