Beschreibung
Silberstein, Heinrich
Titel: Lyri Lauterich
Reych: Nr. 261 Bonaerensis (Buenos Aires)
Geb.: 28.10.1888 in Allestein / Ostpreußen
Gest.: 01.10.1983 in Buenos Aires
Volltext
Rt. Lyri-Lauterich hatte schon früh eine Begabung für die Dicht- und Tonkunst. In jungen Jahren kam er zur Schlaraffia und wurde a.U. 54 Ritter in der h. Posnania. Bald glänzte er mit gehaltvollen und wohlgereimten Fechsungen, sodass Rt. Enterich, Kantzler der h. Posnania ihn aufforderte, für die von ihm geleitete Posner Zeitung zu schreiben. Später wurden viele Beiträge von ihm im Berliner Tageblatt, den Lustigen Blättern u.a.m. veröffentlicht. Nach 4 Kriegsjahren in Russland kam er als Verwundeter in einem Lazarettzug nach Posen zurück. Als Posen polnisch wurde, optierte er für Deutschland und zog mit Frau und drei Kindern nach Stettin. Damals wurde er als Junkermeister durch sein Wirken in der h. Sedina und durch viele Ausritte im Uhuversum bekannt. Im profanen Jahr 1932 nahm Lyri-Lauterich eine leitende Stellung im Deutschen Kreditorenverband Berlin an. Dadurch musste er oft für die Industrie- und Handelskammer Berlin ins Ausland reisen. Als Deutschland uhufinster wurde, konnte er Dokumente und wertvolle Berichte der h. Berolina für das Archiv der Allmutter Praga mitnehmen. Sie liegen heute im Archiv der h. Berna. Im März 1938 (a.U. 79) siedelte Lyri-Lauterich mit der gesamten Familie nach Buenos Aires, Argentinien über. Bald war er dort einer der „7 Aufrechten“, die zusammen mit gleichgesinnten Freunden die schlaraffischen Ideale festigten, verbreiteten und spiegelgerecht sippten. 10 Jahrungen später, als die uhu finstere Zeit beendet war, entstand aus diesem Freundschaftsbund das Reych Rio Platensis. Rt Lyri-Lauterich, „Unser Lyri“ ist a.U. 124, kurz vor der Vollendung seines 95. Lebensjahres gen Ahalla geritten. Er hat über 70 Jahrungen unserem Bunde angehört. ErbO Fürst Lenau sagte in seinem Nachruf über seinen Weggefährten: „Unser Lyri, Patriarch Allschlaraffia, Inhaber von 11 Ehrenhelmen, Ehrenvorsitzender des Landesverbandes Lateinamerika, Mitglied des ASR von a.U. 110 – 115, Träger der Brillanten zum Grossursippenorden, hat in seinem 70jährigen Schlaraffenleben der Schlaraffia unwandelbar die Treue gehalten, Werte geschaffen und weitergegeben. Er war ein froher, herzlicher Mensch und stets allen ein guter Freund.
Quelle: Mediathek Schlaraffia Arnstadt