Beschreibung
Hüsch, Hanns-Dieter
Titel: Der Niederrheiner
Reych: Nr. 252 Gladebachum Monachorum (Mönchengladbach)
Geb.: 06.05.1925 in Moers
Gest.: 06.12.2005 in Windeck-Werfen
Volltext
deutscher Schriftsteller und Kabarettist Hanns Dieter Hüsch war Kabarettist, Komiker, Dichter, Liedermacher, Kinderbuchautor und Satiriker war er bekanntlich ebenfalls. In 53 Jahren machten ihn über 70 Kabarettprogrammen, mehr als 20 Platten-, Funk- und Fernsehproduktionen sowie zahlreiche Bucherfolge zu einem der produktivsten Persönlichkeiten seines Genres. Seine Jugend im protestantisch-kleinbürgerlichen Milieu des Niederrheins prägten ihn und waren das zentrale Thema seines Schaffens. Er sagte selbst „Alles, was ich bin, ist niederrheinisch.“ abgebrochenen Medizinstudium Theaterwissenschaft, Literaturgeschichte und Philosophie in Mainz. Erste Auftritte im Mainzer-Studenten-Kabarett „Die To(l)leranten“ folgten. 1956 gründete er mit „arche nova“ sein erstes Kabarett, das bis 1961 fortbestand. Kern seines Schaffens ist die mit einem Schmunzeln versehene Abrechnung mit Kleinbürgertum und Spießertum, bei dem er es meisterhaft verstand, dem Volk „auf´s Maul zu schauen“. Ein frühes, charakteristisches Werk ist „Frieda auf Erden“, bei dem er seine erste Frau verewigte. „Das schwarze Schaf vom Niederrhein“, „Überall ist Niederrhein“ und „Essen kommen“ sind als weitere typische Programme bzw. Bücher von Hüsch auch über den Niederrhein hinaus bekannt. In den 60er Jahren wandte er sich der Studentenbewegung zu, mit der er aber später brach. Hüsch arbeitete für Radio und TV, u.a. vertonte er Stummfilme wie „Laurel und Hardy“ und „Die kleinen Strolche“, seine Stimme ist vielen untrennbar damit verbunden. Mit dem Programm „Hüsch – Live“ gelang ihm 1973 der große Durchbruch. Hüsch wurde mehrfach für seine Arbeiten ausgezeichnet, u.a. mit dem Deutschen Kleinkunstpreis, dem Bundesverdienstkreuz, der Ehrenbürgerschaft seiner Heimatstadt Moers, die Ehrenbürgerwürde der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz, die Carl-Zuckmayer-Medaille des Landes Rheinland-Pfalz oder den „Kabarett-Oscar“ für sein Lebenswerk. Die Moerser Zentralbibliothek wurde in Hanns-Dieter- Hüsch-Haus umbenannt. Auf dem Walk of Fame in Mainz befindet sich ein Stern für sein Lebenswerk. (Text: Koi (247)
Quelle: Mediathek Schlaraffia Arnstadt