der Schlaraffia angehörte und 42 Jahrungen vom Throne aus die Geschicke
der Brema leitete und während dieser 50 Jahrungen nicht eine
Sippung
versäumt hatte.
Zwei Jahrungen später konnte die Brema ihrer Eb.-Hkt. Ukl (Wilhelm
Uhlhorn), der 25 Jahrungen auf dem Thron fungiert hatte, dem Eb.-C. und
J. Deister (Felix Krause) und R. Baron von De-Most'Henes (Willi Kunz) den
Großursippenorden verleihen sowie Hkt. Herzzekn zur Eb.-Hekt., Sch. Propa
QHad< (Hugo Frosch) zum Eb.-Sch. und R. Tsdjin (Hans Paweletz) zum Eb.
erküren und ihnen für ihre schlaraffische Treue danken.
Eine besondere enge Freundschaft verbindet die Brema mit ihren Töchtern
Castellum Visurgis und Castellum Verdense, sodaß auf jeder Sippung drei
Reyche Sassen der beiden anderen einreiten. Die 3. Tochter Orbaha Chattensis
wird aber trotz ihrer weiten Entfernung nicht minder geliebt.
Ein unersetzlicher Verlust traf die Brema durch den Ahallaritt ihrer Eb-Hekt.
Unser Illing der Beste. Am 21. 2. a. u. 99 (1958) celebrierte die Brema ihrem
IlUng eine würdige Ahallafeyer, auf der Eb-Hekt. Herzzelm die Bedeutung
Illing's für das Reych Brema und der Vertreter des SRD, Eb-Hkt. Urian,
seine Bedeutung für Allschlaraffia den Sassen der Brema und den zahlreich
eingerittenen Gastrecken vor Augen stellte.
Auch sonst hat OHO's Tücke die Brema in den JahrUllgen 98 und 99 be
sonders schwer getroffen; hatten doch viele illustre Sassen den letzten Ritt
in Ahallas lichte Gefilde anzutreten: Ukl, Kali (Carl Herzog), Festentsc11lossen,
Noc (Gerhard Schumann), Hagen (Otto Stichert) und Leul~oplast (Justus Ott).
Der Abschluß dieser von OHO getrübten Winterung war jedoch das freudige
Ereignis der Ursippenfeyer für den Hauspoeten der Brema R. Purzel (William
Western).
Am 18. 10. a. u. 99 (1958) celebrierte die Brema ihr 75. Stiftungsfest in
gewohnter festlicher Weise.
Nr.53 HAI D E L B ERG A (HeideIberg)
gegründet 20. 10. a. u. 24 (1883)
Unter dem Dutzend neuer Colonien, die im 24. schlaraffi
schen Jahr (1883) im aufsteigenden Deutschen Reich ent
standen, befand sich auch die am 20. des Lethemonds ge
gründete Haidelberga. Ihre Gründer waren die Ritter Ana
tole Schuml11ric11 (Fritz Gräbert), Sl1yloch (Stadtdirektor
Werges), Tristm1 mit der Flöte Oulius Metz), A11ge Pitou
(Hennann Fradi), Bodo der StutzeHfranz, Elsterwitz der
WiisteHkönig, ]Hstus der Seml1le!wurm, Mastix der Crepe
oHl~el und Taktstod~ der Cacaobruder, später Drasal der
GlockentHnn. Die Haidelberga war eine Tochter der schon
als 6. Reych gegründeten h. Nordhusia, von der AHatole
SdJummric11 karn. Die h. Maninheimbia half als Zieh
mutter dem jungen Kind, das im Jahr der Sanction (1885) immerhin nach
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Überwindung innerer Zwistigkeiten schon 15 Sassen. ein Fahrender. vier
Ehrenritter und zwei Pilger zählte.
So WUChf das ReyCh, konnte sein 10. Stiftungsfest schon recht groß im
"Prinz Max" bcrn, wo sich auch die Burg befand, und das H. Stiftungsfest
mit einem AIlsChlaraffisChen Sommerfest verbinden. bei dem die ObersChlaraffen
Baldur, Buxkü1 und Passwilly Hunderte von auswärtigen Recken begrüßen
konnten und das profane Heidelberg zum erstenmal seine Anziehungskraft als
Stadt des Gandeamus bewies. Weitere Höhepunkte der nächsten Jahrnngen
waren: die Weihe der neu eingerichteten Neckarburg im "Prinz Max" a. u. 48
(1907). die Geburt der Tochter Porta Hercyniae a. u. 50 (1909), das 25jährige
Stiftung:stest im Wonnemond a. u. 50 in glanzvollem Rahmen. Einführung des
ständigen Gaudeamus-Turneys der Haidelberga mit PreisfeChsungen aus der
All schlaraffia und jeweils sieben Preisträgern, das zum erstenmal im Oster
mond a. u. 52 (1911) als glänzendes allsChlaraffisChes Fest durchgeführt wurde
und bis a. u. 72 (1931) dreizehnmal den Eingang vieler künstlerisch hervor
ragender Fechsungen aus allen Teilen des Uhuversums brachte. Dann erlosch
diese herrliche Einrichtung. Der Dichter Josph Victor von Scheffel war mit der
Einsetzung des AllsChlaraffischen Gaudeamus-Turneys zum Ehrenschlaraffen
Gaudeamus erkürt worden.
Der erste Weltkrieg brachte auch der Haide!berga eine starke Einschränkung
der Sippungen, doch konnte die schlaraffische Arbeit bald wieder beginnen.
Schon warf das nahende größte Ereignis seine Schatten voraus: Als Stätte des
X. AllsChIaraffisd1en Konzils war Heide!berg gewählt worden. So erlebte denn
die Haidelberga und erlebte die erstaunte und begeisterte Stadt Heidelberg
vom 17. bis 22. Erntemonds a. u. 65 (1924) ein Fest ohnegleichen, zu dem
die romantische Landschaft und das hauptsächlich als Tagungsstätte dienende
Heide!berger Schloß einen unvergleichlich schönen Rahmen bildeten. Viele
Ritter in den Weiten des Uhuversums werden sich jener
in der Haide!
entsinnen, der Verhandlungen unter Hkt. Devast von der Allmutter
Festsippung und
Feier am Gaudeamusdenkmal mit Ansprache
von R. Fidtte (Praga), Festspiel im SChloßhof und in SChwetzingen. N eckar
fahrt usw. ObersChlaraffen der Haiderberga waren zur Zeit dem Konzils Ajax,
Pathos und Beliebt. Das ReyCh erhielt vor und nach dem Konzil kräftigen
Zustrom neuer Kräfte, so daß a. u. 66 (1925) insgesamt 66 Ritter, Junker
und Knappen zu verzeichnen waren. Noch einmal gab es Höhepunkte mit
der würdig ausgestatteten Feier der Wiederkehr des 100. Geburtstages unseres
Ehrenschlaraffen Gaudeal11us, dem Heide!berg seine schönsten Lieder verdankt,
a. u. 67 (1926) mit dem AllschlaraffisChen Gaudeamus-Turney, das dann nach
Jahren ruhiger Entwicklung u. u. 72 (1931) noch einmal folgen konnte und
zwar zum letzten Mal. Die nun folgenden Vorgänge in den ReyChen sind
bekannt; am 28. Hornung a. u. 78 (1937) fand die Auflösung statt. Ein
kräftiger Zirkel aber hielt am Stammtisch bis gegen Kriegsende durch.
Die ersten Vorbereitungen zum Wiedererstehen des Stammtischs und dann
auch des ReyChes begannen Ende a. u. 86 (1945). Sie hatten zur Folge, daß
vom Januar 87 (1946) ab wieder regelmäßig gesippt wurde. Nachdem die
Behörde die Genehmigung
hatte, erfolgte am 14. Hornung a. u. 87
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Nr. 54 DU S S E L D 0 R P I A
(Diisse1dorf)
gegründet 3. 11. a. U. 24 (1 S S 3)
1.
Die Gründung der h. Dusseldorpia fällt in eine Zeit,
in der sich Uhu mächtig auszubreiten begann. Allein in
den Jahrungen 23/24 und 24/25 wurden 18 Reyche ge
gründet. Erzschlaraffen dieser Reyche waren in erster
Linie Schauspieler und Sänger, die sich an den Bühnen
dieser Städte trafen und in ihrer sdllaraffischen Begei
sterung dort das Banner Uhus pflanzten. 50 blieb es
auch nicht aus, daß in der Gemarkung des profanen
Düsseldorf, das als Kunststadt einen alten, guten Ruf
genoß, eine Colonie gegründet wurde. Die Initiative
hinzu ging von R. Reif-ReifliHgeH (Alfred Einicke) aus. R. Reif-ReifliHgeH war
im Uhuversum kein Unbekannter. Er war Erzschlaraffe der h. Norimberga und
Mitbegründer der h. Dresdensia. Zuletzt war er Oberschlaraffe der h. Augusta
vindelicorum. Von dort kam er nach Düsseldorf. wo er sofort mit den Rittern
Mäklig der
der h. Magdeburgia (Vietor Hertel), Socrates der Stets
bereite der h.
(Bruno Geidner), Epicur der JÜHgere der h. Sedina (Max
Hänseler), SteiHpilz der Naturlmeiper der h. Sedina (Julius Wilhelmi) und
Wolfram VOH Esc11iHbach der h. Lipsia (Georg Schütte-Harmsen) die Colonie
Dusseldorpia gründete. Es gelang diesen wackeren Recken, eine Reihe Profaner
für Uhu zu begeistern, so daß sich zu den sechs Gründungsrittern noch neun
Knappen als Erzschlaraffen gesellten. Nunmehr konnte R. Reif-Reif/iHgeH die
h. Augusta vindelicorum bitten, bei der hohen Allmutter die Genehmigung
zur Coloniegründung nachzusuchen. Diese wurde erteilt und in Nr. 67 der
Zeyttungen veröffentlicht. Die h. Elberfeldensis wurde zum Mutterreych
bestimmt.
2.
Die Colonie blühte schnell auf. Sie erhielt Zuwachs sowohl aus profanen
als auch aus schlaraffischen Kreisen. Die Jahrung 25/26 (1884/85) brachte
einen Zugang von 13 Knappen; außerdem meldeten sich drei alte, bewährte
Schlaraffen seßhaft. Die h. Allmutter genehmigte die Sanktionierung, die unter
der Teilnahme stattlicher Fähnlein befreundeter Reyche festlich begangen wurde.
Die Hoffnung, die Allschl
[… Fortsetzung im Originalband]