Schlaraffia –
ein Freundschaftsbund mit Herz
Mit der vorliegenden Chronik, Band IV, wird das
schlaraffische Geschehen von a.U. 125 bis 150 für die
Nachwelt aufgezeichnet und dargestellt. Aus Anlass
des 150jährigen Bestehens Allschlaraffias erscheint es
angebracht, sowohl einen Blick in die Vergangenheit
zu werfen, wie auch Gedanken für die Zukunft darzu-
legen.
Was hat sich nicht alles in den vergangenen 150 Jahren
verändert, das den Alltag und die Lebensumstände
von anno dazumal gegenüber dem Heute gewandelt
hat. Wenn man bedenkt, dass zur Zeit der Gründung
unseres Bundes das Auto und Flugzeug – pardon:
Benzinross und Flugross – noch nicht erfunden wa-
ren, so kann man sich die Beschwerlichkeiten eines
Ausrittes kaum vorstellen. Aber mit diesen beiden bei-
spielhaft angeführten Neuerungen ist es längst nicht
abgetan: die Quasselstrippe war ebenso nicht bekannt wie das Fernsehen und der Computer. Da-
neben hat die Politik die Grenzen der Länder neu gezeichnet, autoritäre Systeme und Diktaturen
entstanden und wurden wieder in den Müll der Weltgeschichte entsorgt.
Der medizinische Fortschritt hat es mit sich gebracht, dass Krankheiten besser behandelt und Epi-
demien eingedämmt werden konnten. Dies brachte, statistisch für Mitteleuropa nachgewiesen, in
den letzten 150 Jahren eine Verlängerung der durchschnittlichen Lebenserwartung von 4o Jahren.
Alle diese, bei weitem nicht vollständig aufgezeigten Parameter üben einen gravierenden Einfluss
auf die Menschen aus. Das daraus resultierende Engagement im Beruf, aber auch die Rolle der Frau
und Mutter in der Familie, sind weitere bestimmende Faktoren geworden.
Das Leben in Prag im Jahre 1859 kann mit dem Leben in einer mitteleuropäischen Stadt von heute
keinesfalls verglichen werden. In diesem Spannungsfeld zwischen fortlaufender Entwicklung un-
serer Gesellschaft und Änderung der allgemeinen Lebensumstände sowie den von unseren Ur-
schlaraffen geschaffenen Prinzipien und Werten hat der Allschlaraffenrat das rechte Maß zwischen
Tradition und Anpassung an die geänderten Umstände für Schlaraffia zu suchen und zu finden. Ist
doch der Allschlaraffenrat dazu berufen, oberster Hüter schlaraffischen Wesens zu sein. Und um zu
wissen wohin wir gehen, müssen wir auch wissen woher wir kommen.
Wenn im Vorwort zur Chronik III vom Vorsitzenden Rt Florett angeführt wurde, Tradition bedeutet
Kontinuität, so hat diese Aussage zeitlose Gültigkeit. Tradition zieht einen hohen Durchschnitt her-
an und ein gediegenes Niveau ist auch Garant für die Zukunft unseres schlaraffischen Spieles. Soll
doch im schlaraffischen Spiel die Profanei verlassen und der Eintritt in eine virtuelle Welt des Geis-
tes gesucht werden. Dabei beseelt Uhus Flügelschlag den Schlaraffen und weist ihm den Weg in das
Reich der Fantasie. Diese Ideenwelt ist Voraussetzung für Kreativität. Wenn man unter Schlaraffia
das Schlaraffenland des Geistes versteht, so entführt uns unser Spiel in ein zeitloses Zauberland.
Und so ist und bleibt die Fantasie das Elixier, der Zaubertrank für unser schlaraffisches Spiel.
Im Wunderland Schlaraffia gestaltet eine geistige Kulturgemeinschaft eine Kultur des Erhabenen,
des Schönen und des Guten in zeitloser Folge.
Rt Ton DIN der Ö-norme (126)
Vorsitzender des Allschlaraffenrates
a.U. 146-150
C h r o n i k B a n d I V d e r A l l s c h l a r a f f i a ® m i t I n h a l t s v e r z e i c h n i s d e r 4 C h r o n i k e n O s t e r m o n d 1 5 3 , L a n g s a m , P s e u d o - S c h w a b , T a u r r i e s e u s
Persönlichkeiten sind es, die ihre Zeit prägen und Schlaraffia fordert diese Persönlichkeiten nicht
nur heraus, sie fördert sie in ihrer schöpferischen Kraft ebenso, wie auch viele vordem stille Talente.
Das Interesse für unseren Bund ist bei Profanen zu wecken, um sie unserem Bunde zuzuführen.
Und es gibt diese Persönlichkeiten, man muss sie nur suchen. Daher liegt die Zukunft Schlaraffias
in den Mitgliedern die wir auswählen, und die nach uns das schlaraffische Spiel weiterführen wer-
den. Sei sich daher jeder Schlaraffe seiner verantwortungsvollen Aufgabe bewusst, wenn er einen
Pilger unserem Bunde vorstellen will. Und bedenken wir, dass wir ein Freundschaftsbund sind, der
nicht Wert auf Masse sondern Klasse legt. Nicht die Quantität, die Qualität macht das Niveau un-
seres Bundes aus. Halten wir uns daran, so braucht uns für die Zukunft Allschlaraffias nicht bange
zu sein.
So war, ist und wird unsere Allmutter Praga das Symbol, die Inkarnation des schlaraffischen Wesens
bleiben. Und wenn sich das zum 150. Wiegenfest unserer Allmutter Praga abgehaltene Concil in
Vorarlberg das Motto „Ein Concil mit Herz“ aufs Panier geschrieben hat, so möchte ich ein Zitat
unseres Ehrenschlaraffen Faust hinzufügen: „Reichtum, Aussehen, Macht, alles ist unbedeutend
und nichtig gegen die Größe des Herzens. Das Herz allein ist das einzige Kleinod auf der Welt.”
Für das Mitwirken zur Gestaltung des schlaraffischen Spieles ist es mir ein Anliegen, eine Vielzahl
von Dankesadressen auszusprechen. Beginnen möchte ich bei meinen Vorgängern im Vorsitz des
Allschlaraffenrates, nämlich die Rtt Raetus (125-130), Inkasso (130-135), Humanist (135-140) und
Schilf (140-145). Ihnen gilt der besondere Dank für die umsichtige Führung unseres Bundes.
Dank zu erstatten obliegt mir aber auch an die Redaktions-Kommission der Allschlaraffischen Chro-
nik IV unter dem Vorsitzenden wld Rt Plautulus (bis a.U. 149) und seinem Nachfolger Rt RAM, der
Allschlaraffischen Lied- und Filmkommission unter dem Vorsitzenden Rt Tonio und dem Allschla-
raffischen Symphonie Orchester für seine wertvollen künstlerisch-musikalischen Darbietungen im
gesamten Uhuversum.
Weiters den Leitern der schlaraffischen Einrichtungen, und zwar Rt Barocanto für das Allschlaraf-
fische Archiv, Rt Pe-tantris als Nachfolger für Rt Sym-Bartibas für die Allschlaraffische Bibliothek,
Rt Asex-tant für die Allschlaraffische Ahnen- und Ordenssammlung, Rt Libero für Allschlaraffia im
Uhunetz, Rt Führ-Witz für die Führung des ES-Verzeichnisses, Rt Hell-go für seine Tätigkeit als Spie-
gelkoordinator sowie dem engagierten Team in der Datenzentrale Allschlaraffias.
Eine besondere Dankesadresse möchte ich dem Chefredakteur der DSZ Rt RAM aussprechen. Sie
alle haben mir, gemeinsam mit meinen Ratskollegen und deren Landesverbänden tatkräftige Hilfe-
stellung in meiner Funktionsperiode geboten und mir so die Erfüllung meiner Aufgaben erleichtert.
Zur Ausgabe des Chronikbandes IV ist noch anzuführen, dass dieser mit einem Nachhang versehen
werden wird. Dies ist darin begründet, dass die Zeitspanne von a.U. 125 bis zum XXIV. Concil a.U.
150 umfasst sein soll und auf Grund des gewünschten Erscheinens beim XXIV. Concil und des da-
mit erforderlichen Redaktionsschlusses etliche Monde vor dem Concilsbeginn das Concilsgesche-
hen erst in diesem Nachhang Aufnahme finden kann.
Möge die Chronik, Band IV, eine geneigte Aufnahme im Uhuversum finden, auf dass auch in Zu-
kunft Humor, Kunst und Freundschaft als schlaraffische Ideale in Verbindung mit Toleranz und
humanistischer Lebenshaltung als Symbol der Allmutter Praga in eine gedeihliche Zukunft weiter
getragen werden. Und vergessen wir dabei nicht, dass das Herz dazu gehört.
Dies walte Uhu!
Für den Allschlaraffenrat a.U. 150
Ton DIN
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Der
Allschlaraffenrat
berichtet
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