Landesverband Austria — Bericht a.U. 125-149

Unbekannt ·Reychsgeschichten

Beschreibung

Bericht des Landesverbandes Austria über 25 Jahrungen

Volltext

Der Landesverband Schlaraffia Austria (LVA) von a.U. 125 bis 31. Eismond a.U. 149
Statistisches
l Die Landeskantzlei a. U. 125 – 150
l Die Praga – Gedenksippung a.U. 135
l Das XXI. Concil zu Vindobona a.U. 135
l Das Praga-Tor und die Praga-Gedenktafel
Weitere Geschehnisse
l Neugründungen:
Monte Lunach (400)
am 24.11. a.U. 125
Am Kap der guten Hoffnung (407)
am 20.9. a.U. 127
Medina Mayurca (419)
am 10.5. a.U. 144
Perla Costa Blanca (422)
am 14.10. a.U. 146
Colonie Zu den Vinokraten (423)
am 10.11. a.U. 148
l Änderungen:
Das h.R. Lulutetia Parisiorum (385) wechselte am 1.5. a. U. 139
zum Landesverband Deutschland.
l Aufgelöst:
Don Quichote (352)
am 1.5. a. U. 149
Sassenstand nach der Allschlaraffischen Stammrolle:
a.U. 125/126
2.549 Sassen
a.U. 148/149
2.427 Sassen
Als Chefredakteur für „Der Schlaraffia Zeyttungen“ fungierte in der XXI. Concilsperiode (a.U. 130-
135) Rt Pantscherl (207) und seit a.U. 146 Rt RAM (328).
Auszeichnungen:
Mit Beschluss des Schlaraffenrates Austria vom 13.11.144 wurde Rt Humanist (122) zum Ehren-
vorsitzenden des Schlaraffenrates der Austria Reyche und mit Beschluss vom selbigen Tage am
13.11. a.U. 144 die Rt Calvados (4), Riss (24) und Ol Clear (296) zu Ehrenräten des Schlaraffenrates
Austria erkürt.
Die Landeskantzlei Austria a. U. 125 bis 149
A.U. 125 befand man sich noch in der computerlosen Zeit und war daher gewohnt, die notwendigen
schlaraffischen Verwaltungsarbeiten mit geringstem Aufwand zu erledigen. Rt Offseppo (84) ver-
waltete und druckte die Stammrolle, ebenso „Derer Schlaraffen Zeyttungen“ und die Sippungsfolge
in seinem Verlag, ohne Zeitdruck und Hektik. Die Sassen von „damals“ hatten es nicht so eilig, wie
es heute zu sein scheint. Auch kam der Verlag mit einer Sachverwalterin aus, welche mit viel Geduld
und Lupe, aber ohne Computer, unsere Druckwerke zustande brachte. So nahm es nicht wunder,
dass die „Zulieferer“, sprich Kantzler, ihre Arbeit auch ohne Gedrängel verrichten konnten.
Dieser Gemütlichkeit war aber auch die Landeskantzlei Austria unterworfen, die es zu dieser Zeit im
heutigen Sinne noch gar nicht gab. Die Unterlagen wanderten zum jeweiligen Landeskantzler, von
Landesverband austria
C h r o n i k B a n d I V d e r A l l s c h l a r a f f i a ® m i t I n h a l t s v e r z e i c h n i s d e r 4 C h r o n i k e n O s t e r m o n d 1 5 3 , L a n g s a m , P s e u d o - S c h w a b , T a u r r i e s e u s
Wohnung zu Wohnung, von Keller zu Keller, von Dachboden zu Dachboden. Dass bei dem öfteren
Wechsel der Landeskantzler viele Unterlagen auf der Strecke blieben – also verloren gingen - der
Mäuseplage oder dem Schimmel anheim fielen, war unvermeidlich.
A.U. 126 wurde Rt Nockwell (266) zum Landeskantzler bestellt. Nach seinem persönlichen Motto,
„dem Bunde zu dienen“, war er stets bemüht, allen Reychen und Schlaraffenfreunden zu helfen. Er
witterte bereits die Zeichen der Zeit, konzentrierte sämtliche Unterlagen in seinen privaten Büro-
räumen, welche er kostenlos dem LVA zur Verfügung stellte. A. U. 130 war es dann so weit, dass der
Computer, der in den letzten 15 Jahrungen die Kommunikation im Erdenrund mehr veränderte als
es in den vergangenen Jahrhunderten der Fall war, es für die Landeskantzlei unvermeidlich machte,
sich umzustellen.
Rt Humanist (122) kontaktierte den Deutschen Landesverband und es wurde beschlossen, die bei-
den Kantzleien getrennt, aber mit den gleichen Computersystemen zu führen. Die Anfangsschwie-
rigkeiten waren gewaltig, Gesamtabstürze des Systems an der Tagesordnung! Rt Aqua (31) und Rt
Nockwell (266) erreichten dennoch, zusammen mit den Burgfrauen Rt Don Aqua (221) und Rt Ol
Clear (296), dass die Verwaltung in relativ kurzer Zeit funktionierte.
Inzwischen werden ja bekanntlich alle fünf Landesverbände von einer Zentralkanzlei, der Datenzen-
trale Allschlaraffia (DZA) verwaltet.
Dennoch ist die Führung einer selbständigen Landeskantzlei Austria für viele Arbeiten unverzicht-
bar (Landesredaktion der DSZ, Anzeigenverwaltung und dgl.).
Auf Anregung von Rt Humanist beschloss der SRA, einen ständigen Sitz für die Landeskantzlei zu
schaffen und dank der großzügigen Unterstützung des h. R. Vindobona konnte der LVA in deren
Gebäude in der Währingerstrasse eine passende Kanzlei mit Archivräumen und Besprechungsraum
anmieten.
14 Jahrungen diente Rt Nockwell dem LVA und der Allschlaraffia. A.U. 140 legte Rt Nockwell sein
Amt als Landeskantzler und auch seinen Sitz im SRA zurück. Für seine unermüdliche Arbeit und
seine Verdienste um Schlaraffia wurde Rt Nockwell am 5.3. a.U. 143 der Musi-Ring verliehen, den er
bis zu seinem Ahallaritt am 26.6. a.U. 146 mit großem Stolz und besonderer Freude trug.
Der Musi-Ring
Über Anregung von Rt Humanist schenkte der Landesverband Schlaraffia Austria Rt Musi (ASR
und SRA von 111 bis 130) aus Anlass seines 70. Geburtstages am 12. Herbstmond a.U. 122 einen
goldenen Uhu-Ring.
Rt Musi verfügte zwei Tage späte: „Mit Rücksicht darauf, dass es sich bei diesem Geschenk um
einen beachtlichen Wertgegenstand handelt, verfüge ich, dass nach meinem Ahallaritt dieses Ge-
schenk als MUSI-RING von einem Sassen des Landesverbandes Schlaraffia Austria weiter getra-
gen wird, der wiederum sofort nach Erhalt des Ringes schriftlich erklärt, wer nach seinem Ahallaritt
den Ring tragen soll (analog dem „Iffland-Ring“ des Wiener Burgtheaters).
Bei der Auswahl des jeweiligen „Ring-Trägers“ sollte, ohne Rücksicht auf Würde oder Funktion des
Auserwählten, darauf Bedacht genommen werden, dass es sich um einen Freund handelt, der mit
seinem ganzen Herzen unserem Bunde zugetan ist! Mein Nachfolger als Träger des „Musi-Ringes“
soll ErbO Rt Kobolt der Aufgeplaßte (174) sein“.
Rt Musi ist am 21.10. a.U. 135 gen Ahalla geritten. Der nachfolgende Träger des Musi-Ringes, Rt
Kobolt, ritt am 7.2. a.U. 143 gen Ahalla. Der derzeitige Träger des Musi-Ringes ist Rt Humanist (122),
der diese Auszeichnung am 25.1. a.U. 147 verliehen bekommen hat.
Zum Nachfolger von Rt Nockwell als Landeskantzler wurde a. U. 140 Rt Glatzioso (24) bestellt und
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am 7.2. a. U. 145 übernahm Rt Viedocus (361) diese Funktion, die durch Wahl beim a. o. Schlaraffen-
tag zu Graetz an der Mur am 18.11. a.U. 147 einstimmig bestätigt wurde.
Die Praga-Gedenksippung am 3. Tag im Windmond a. U. 135
Diese war wohl der Höhepunkt im 25-jährigen Geschehen des LVA. Die Idee dazu hatte der dama-
lige Vorsitzende des ASR Rt Humanist geboren, doch wagte man es damals uhuversumweit nicht,
an die Machbarkeit derselben zu glauben.
Es gelang Rt Humanist aber, die Rtt Ol Clear und Riss von dieser Idee zu begeistern und so konnte
der Traum einer Gedenksippung für die Allmutter Praga realisiert werden. Es war ein Vorhaben, das
sich Rt Humanist bereits beim Concil zu Basilea a. U. 130 gesetzt hatte. Durch den persönlichen
Einsatz der Rtt Riss(24) und Ol Clear (296) konnte die Statni Opera Prag, das ehemalige Deutsche
Theater, gemietet werden, Rt Ol Clear erstellte das kaufmännische Konzept und war in der Folge für
sämtliche Finanztransaktionen und Finanzprobleme zuständig. Ihm zur Seite stand Rt Glatzioso,
der das Konzept der Praga-Sippung verfasste, die künstlerische Leitung inne hatte, Regie führte
und das Bühnenbild entwarf, für dessen kongeniale Umsetzung sowohl bühnentechnisch als auch
kulissenmäßig wld Rt Wurzelbär sorgte.
Das Theater war bis auf den letzten Platz besetzt, 681 Sassen und mindestens ebenso viele Begleit-
personen nahmen an dieser Veranstaltung teil. Nach Eintreffen des 1. Vorsitzenden des ASR, Rt
Humanist (122), tauchte zu Beginn der Sippung, die ASR Rt Riss zelebrierte, das Praga-Tor wie aus
dem Nichts aus dem Nebel auf.
Nach der Begrüßung der anwesenden Ehrengäste, welche von Vertretern des Staatspräsidenten
und

[… Fortsetzung im Originalband]
Quelle: Chronik Band IV, S. 43-48