77 Neostadia
Den Rückblick lassen wir mit der GU-Feier für Großfürst Polydor mit großem Einritt und dem 1.
Umbau unserer Vorburg a.U.125 beginnen.
Mit dem Oberschlaraffat Rt Test, Rt Ca-det-to, Rt Jurijo, 55 sonstigen Schlaraffen und 9 Ehrenrittern
bereitete man das 100. Stiftungsfest vor, zu welchem sich am 13.4. a.U.126 in der Festburg „Spar-
kassensaal” 51(!) Sassen, 141 Gastrecken aus 35 Reychen und zahlreicher Tross versammelten. C Rt
Ari erhielt im Anschluss die höheren Weihen des Kantzlers. Seither sekkiert Rt Imechtja die einrei-
tenden Recken. Im Hornung a.U.127 trafen erstmals die Helenentaler (das h.R. Aquae Thermae)
und unsere Steinfelder Dichterschule mit 28 (!) Eigenfechsungen aufeinander.
Am 7.1.a.U.128 wird der später weitum bekannte Rt Ilex gekugelt, ein großer Sammler und auch
Mäzen. Die nächsten Jahrungen sind geprägt von regem Sippungsgeschehen mit den jährlichen
Höhepunkten: Hubertus-Sippung, Ritterschlag, Uhubaumfest mit Burgfrauen, Dichterschulen, He-
ringschmaus und Wildensteinersippung.
Engagierter Vorsipp, Frohsinn, rege Zweikampftätigkeit – aber keine „Grabenkämpfe” – führten bei
einem Sassenstand zwischen 53 und 63 Sassen und 8-12 Ehrenrittern zu einem Sippungsbesuch
von 23 bis derzeit 35 Sassen und 7-11 Einritten im Jahrungsschnitt.
Musikalisch sind allein unsere Fanfarenmeister aktiv. Hier stützen wir uns auf unsere ER G-Dur
(231), Virtuoso und Laserz (24) ab. In der Sommerung a.U.134 erhielt die Drachenburg eine Kli-
manlage, a.U.139 ein elektronisches Clavicimbel. Mit Jahrungsende a.U.142 wurde die 30-jährige
Tradition der Sippungen der niederösterreichischen Mittwoch-Reyche aus Platzgründen beendet.
Am 6.5.a.U.142 wurde OÄ Rt 6x6 der Düsenbummler (80) als erster Neostade mit dem Wiking-
Orden geehrt. Wir sind – mit ihm – stolz! In den letzten Jahrungen gab es keine Sensationen im
guten oder schlechten Sinn. Unsere Neostadia entwickelte sich zu einer großen Familie, die auch
die Burgfrauen und Witwen einbezieht.
Die Versorgung der Sassen geschieht in Eigenregie, dzt. durch die Familie Rt Ari und einige Burg-
frauen und Witwen. In den letzten 24 Jahrungen sind 42 Kugelungen, 40 Ritterschläge, 38 Ahallarit-
te und 38 Aufnahmen in den Wildensteiner-Orden zu vermerken. Am 5.9.a.U.148 wurde im Rahmen
einer Krystalline mit zahlreichen honorigen, profanen Gästen eine schlaraffische Gedenktafel für
Anton David Steiger, den Gründer der Wildensteiner Ritterschaft auf blauer Erde zu Burg Seeben-
stein, unseren ES Hainz am Stein der Wilde, an seinem ehemaligen Wohnhaus in Wiener Neustadt
enthüllt.
Zum nächsten großen Ereignis, unserem 125. Stiftungsfest im Lenzmond a.U.151 laden wir jetzt
schon herzlich ein. Unsere Neostadia ist ein Reych, das sich nicht in Größe verliert und auch nicht
unter Nachwuchsmangel leidet. Ein Reych, in dem sich die Sassen wohl fühlen und in das man
gern einreitet.
C h r o n i k B a n d I V d e r A l l s c h l a r a f f i a ® m i t I n h a l t s v e r z e i c h n i s d e r 4 C h r o n i k e n O s t e r m o n d 1 5 3 , L a n g s a m , P s e u d o - S c h w a b , T a u r r i e s e u s
79 Suerina
Der letzte Eintrag über die Suerina befindet sich im Band II der „Allschlaraffischen Chronik” und
betrifft die glorreiche Reychsfehde mit der hohen Berolina vom 12. im Windmond a. U. 90.
Im Band III wird die Suerina nicht erwähnt, denn über das Reych war seit 1945 in den ostdeutschen
Gemarkungen wiederum eine uhufinstere Zeit hereingebrochen. Dennoch sippten regelmäßig und
streng nach Spiegel und Ceremoniale Sassen der Suerina im Verborgenen, d. h. in Heimburgen,
wenn auch von der Staatsmacht argwöhnisch beäugt. Die vielseitige Unterstützung von Freunden
aus westlichen Gemarkungen in dieser Zeit war für die Suerina lebenserhaltend. Erst seit dem Ende
der uhufinsteren Zeit, also seit a. U. 130 (profan 1989), konnte sich die Suerina wieder frei entfalten.
„Der Freiheit Hauch wehet mächtig durch die Welt” – mit diesem Thema begann in der Sippung am
10. im Windmond a. U. 130 ein neues Kapitel in der Geschichte der Suerina. Zahlreiche Freunde aus
benachbarten und ferneren Reychen halfen, damit die Suerina in den Bund „Allschlaraffia” wieder
aufgenommen werde.
Stellvertretend sollen genannt sein die hohen Reyche Im Sachsenwald, Lubeca, Hammonia und
Ante Portas Mundi. Besondere Aufbauhilfe leisteten die Rtt Käptn Fiete, Piepenkerl, Marzi-Pan und
Peer-Du. Die Rtt Equosan und Endlos wurden dauerhaft in der Suerina sesshaft. Die feierliche Wie-
deraufnahme erfolgte am 19.4. a. U. 138 im Hotel Astron im profanen Schwerin-Krebsförden.
Ein Sasse der Suerina muss wegen seiner Verdienste besonders gewürdigt werden: Rt Babyfex der
Vielgeliebte. Ein Nebengelass baute er zur Schlaraffenburg, der Niklotveste, um. Seine Heimburg
wurde in der Uhufinsternis zum organisatorischen und geistigen Zentrum der Suerina. Nach der
Wende war er es besonders, der die Voraussetzungen zur Wiederaufnahme in Allschlaraffia schuf.
Im Uhuversum wurde das Reych vor allem mit Rt Babyfex gleichgesetzt. Leider musste er viel zu
früh, wenige Tage vor seinem 59. Wiegenfeste, am 6.12. a.U. 141 seinen Ritt gen Ahalla antreten. In
der Folgezeit fiel es der Suerina nicht leicht, seinen dringenden Appell „Lasst kein Vakuum entste-
hen” beständig umzusetzen.
Durch das Engagement eigener Sassen und dankenswerter Weise durch die Hilfe der Freunde aus
den benachbarten Reychen konnten schwierige Situationen überwunden werden. Langsam stabili-
sierte sich das Reych.
Nach Notburgen in verschiedenen Gaststätten wurde ab der Winterung 146/147 die Suerina endlich
dauerhaft sesshaft. Als Mieter bei den hiesigen Logen durften die Sassen im Kellergewölbe eine
herrliche Burg einrichten. Zielstrebig arbeitet das Reych an seinem Bestand. Anno Uhui 148/149 ste-
hen 22 Sassen in der Stammrolle, davon 15 Ritter, 3 Junker und 4 Knappen. Mehrere Sassen wirken
weit über die Reychs- und Sprengelgrenzen hinaus, z. B. im Allschlaraffischen Orchester.
Schlaraffische Freundschaft, Kunst und Humor bestimmen den Geist der Sippungen. Ganz im Sin-
ne der Erzschlaraffen der Suerina ist für unser Spiel nicht die Quantität, sondern die Qualität das
Entscheidende.
Ein Höhepunkt unseres Spiels ist das Turney um die „Silberne Laute”, das die besten Barden von
weit und breit im Lenzmond zu uns zieht.
Am 9.3. a.U. 146 fand die 2.500 Sippung statt. Am 23.10. a.U. 151 wird die Suerina ihr 125. Stiftungs-
fest begehen.
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