Silvana

Unbekannt ·Reychsgeschichten

Beschreibung

Reych Nr. 149 — Silvana. Reychschronik aus Band IV (a.U. 126-149).

Volltext

149 Silvana
Nach dem Verlust der Waldburg a.U. 121 sippte das Reych in den nächsten Jahren in der Fronburg
des Rt Et-tu, der Heimburg des Rt Anodis und im Welsh Altenheim. Bald regte sich der Wunsch der
Sassenschaft, wieder eine feste Bleibe zu finden. Dank der Rtt Anodis, Lachmal, Löschgern, Wie-
has-I und anderer Sassen fand man eine neue Burg im Deutsch-Amerikanischen Kulturzentrum
(Lenau Park). Rt Kann-Vas ( 273 ) gebührt Dank für das erstellen kunstvoller Wandgemälde. Die
erste Sippung fand am 13.12. a.U. 126 statt; die offizielle Burgweihe am 27.11. a.U. 127. An Nach-
wuchs fehlte es nicht, und es verging fast keine Jahrung, wo nicht ein Ritterschlag stattfand. A.U. 125
wurde das 80. Gründungsfest mit einem 5-fachen Ritterschlag und Ritterehrungen celebriert. Ein
7-facher Ritterschlag a.U. 129 und 3-facher Ritterschlag a.U. 132 schufen das Fundament für eines
der stärksten Reyche im LVNA. Man sippte im Durchschnitt mit 24-26 Sassen. Unter der Ägide
der OS Anodis, Et-tu, Herakles K Juristicus und J Lachmal scharten sich die Jüngeren, die teilweise
noch heute den Nukleus der Silvana bilden. A.U. 131 wurden die Rtt Salz (119) und Siebenhitze (161)
Sassen des Reyches, und ErbO Anodis diente 10 Jahre lang als Mitglied des SRNA. Unvergesslich
die jährlich stattfindenden Uhubaumfeste, Harrungs-Turniere, Sängerfeste, Feuerzangenbowlen-
und „Tartar-mit-Blut” Sippungen. Des Reyches Feste wurden im ganzen Uhuversum bekannt, und
das 90. Gründungsfest a.U. 135, verbunden mit der Reychsfehde Nova Orleana – Porta Pasconia,
war keine Ausnahme. Die alle zwei Jahre stattfindenden Erie-Achsen- u. Mutter-Tochter Sippungen
gehören noch heute zum festen Bestandteil schlaraffischer Aktivitäten im Mittelwesten. Der LVNA
würdigte die Rtt Anodis, Et-tu, Lachmal und Hartriegel für ihre Verdienste mit der goldenen, silber-
nen und bronzenen Verdienstmedaille. Eine enge Freundschaft verbindet uns mit der h. Detroitia;
es vergeht fast keine Woche, in der man sich nicht gegenseitig besucht. Wo Freude ist, da ist auch
Leid. Wertvolle Stützen, u.a. die Rtt Berg-lieb, Herakles, Juristicus traten den Ritt gen Ahalla an. A.U.
138 feierte man einen 5-fachen Ritterschlag, verbunden mit dem 94. Gründungfest. In Rtt Herzbär
u. Lampe besitzt das Reych zwei hervorragende Zinkenmeister; Rt Löschgern ist bekannt als ein im-
mer wieder, mit neuen Ideen sich zeigender Hofnarr. Der Thron mit den Rtt Hartriegel, Pack Mass
und Siebenhitze leitete die Geschicke des Reyches in hervorragender Weise. Im Wonnemond a.U.
144 stand die Stadt Cleveland im Mittelpunkt schlaraffischer Aktivitäten; man celebrierte das 100.
Gründungsfest und die 3.000 Sippung, verbunden mit der XVI. Reychstagung des LVNA. Sassen
aus 52 Reychen und die Anwesenheit des Praga- Banners gaben dem Fest einen würdigen Rahmen.
Hierbei wurde auch die Rtt Amoroso (273), Romantiplus (119) und Piffche (4 ) mit dem Ehrenhelm
des Reyches ausgezeichnet. Rt Siebenhitze, Mitglied des ASR und SRNA wurde als Vorsitzender
des LVNA bis zur nächsten Reychstagung gewählt. Der Thron, jetzt mit den Rtt Et-tu, Reimnarr und
Ursa, garantiert weiterhin ein erfolgreiches Bestehen des Reyches . Nach einer längeren Ruhepause
celebrierte das Reych wieder einen Ritterschlag, und die Junkertafel ist zur Zeit vierfach besetzt.
Dem Nachwuchs gilt weiterhin unsere größte Aufmerksamkeit. Deutsch sprechende Amerikaner
werden in Zukunft eine wichtige Quelle unseres Nachwuchses bilden. Unsere Junkertafel ist der
beste Beweis dafür, Dank den Rtt Duden und Reimnarr für ihre ständige Suche nach neuen Pilgern.
Derzeit sippen wir im Durchschnitt mit 18-20 Sassen, obwohl es einige in der Winterung für längere
Zeit nach Florida zieht. In den letzten Jahren verlor das Reych durch Ahallaritte wertvolle Sassen wie
die Rtt Falkenberg, Vippachus und Akkordeon, und die Rtt Salz und Wie-has-I zog es nach Austrias
Gauen zurück. Aber getreu den Worten: „Hier bin ich Mensch, hier darf ich’s sein” wird auch in der
Zukunft Uhu uns treu zur Seite stehen.
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152 Novus Portus
Wie schon in der Chronik a.U. 125 berichtet, wird unser in der Universitätsstadt New Haven (Yale
University) gelegenes Reych schon seit vielen Jahren von schweren Nachwuchssorgen geplagt.
Aber es war auch von der Hoffnung einer wiedererblühenden Novus Portus die Rede – diese Hoff-
nung wurde vor allem von Rt Kunst nie aufgegeben.
Sein unermüdlicher Einsatz hat sich dann endlich erfüllt: Die Sassenzahl stieg, und die Junkertafel
war, wenn auch spärlich, wieder besetzt. Zwischen a.U. 125 und 132 wurden 5 Ritterschläge abge-
halten. Die Rittertafel glänzte mit Namen wie Aquafix, Cie-n-Cie, Hoyer, Hypothenus, Kunst, Frax,
Drehgraf. Ein paar Jahrungen später war das Reych wieder stark und kräftestrotzend.
Mit weiteren Ritterschlägen (Rtt Geier, D-Narius, Gastrofix, Tausendsassa sowie Culinarius und
UHU-lies-es, sowie dem Sesshaftwerden des Rt Raumund-Icke) konnte nun endlich wieder regel-
mäßig mit 10-12 Sassen gesippt werden. In dieser schönen Zeit wurde die mittlerweile im ganzen
Uhuversum bekannte Pickelhaubensippung in die Sippungsfolge des Reyches aufgenommen. Bei
der erstellung des Vademecums a.U. 134/135 durch die Rtt Hoyer und D-Narius fehlte ein Thema für
einen Sippungsabend. „Dann feiern wir doch einfach Kaisers Geburtstag” meinte Rt Hoyer, und Rt
D-Narius vermerkte dieses Thema. Obwohl die ersten paar Sippungen fast „reychsintern” abgehal-
ten wurden, war das kleine aber allzeit frohe Reych bald selbstbewusst genug, in der Winterung 136
zur ersten „Pickelhaubensippung” zu laden. Es waren so viele Einritte zu verzeichnen, dass sogar
Klapptische und –Stühle gebraucht wurden, um allen einen Platz an der Rittertafel zu sichern. Über
30 Fechser stritten um den ersten Titul „Infantrist”. Heute hat das Reych vom Major zum Infant-
risten alle Ränge vergeben, sogar Reychspieß, Regimentsmedikus und Fremdenlegionäre gibt es.
Der Vieledle, wld Rt Gastrofix, polierte die nächsten Pickelhaubensippungen dann durch seinen bei-
spiel- und selbstlosen Einsatz zu echten Festereignissen auf: Atzung mit Bismarckhering und Pell-
kartoffeln, Fürst Bismarck und Lethe vom Fass, sowie dem Dienstgrad gerechte Schulterklappen,
gehören heute selbstverständlich dazu. Gefördert durch die innige Freundschaft des Rt D-Narius
zu den Rittern aus dem Frankensprengel und insunders seinem Vater, dem wld Rt Apodoris (304),
begrüßt die Novus Portus jedes Jahr auch dieses wackere Fähnlein zur Pickelhaubensippung.
Rt Gastrofix war auch der Gründer des Sterns des Nordatlantik. Dieser prachtvolle Orden wurde
a.U. 145 von ihm gestiftet und wird an Schlaraffen verliehen, die innerhalb dreier Jahrungen in alle
Nordatlantikreyche (z.Zt. 105, 123, 128, 152, 156, 161, 197) einreiten. Er schmückt heute glänzend und
schwer die Brust von schon über 100 Schlaraffen.
Ein vorläufiger Höhepunkt in der Geschichte des Reyches war die 100-Jahrfeier a.U. 146, zu der
viele Ritter aus dem ganzen Uhuversum einritten. Von Rt D-Narius geleitet, wurde nach dem festli-
chen Teil die 11. Pickelhaubensippung celebriert. Leider konnten, von Oho befohlen, die treuen Rtt
Hoyer, Hypothenus und Gastrofix diese Feier nicht mehr miterleben. Nur kurze Zeit später wurde
dem Reych dann auch der Erbjunkermeister und Oberschlaraffe Rt Aquafix entrissen. Durch einige
Fahrendmeldungen und Austritte ist das Reych heute mit nur noch acht verbleibenden Sassen sehr
geschwächt und muss wieder mit sorgenvoller Miene in die Zukunft blicken.
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Quelle: Chronik Band IV, S. 308-309