346 Cell-Erika
In Anwesenheit von sechs Erzschlaraffen konnte, in Verbindung mit der Geschlechter-Sippung der
h. Reyche Berolina, Hannovera, Brunsviga, Castellum Peinense, Cell-Erika und Auf der Heide am
16.11. a.U. 126 gemeinsam mit rund 400 herbeigeeilten Uhubrüdern „25 Jahre Cell-Erika” in der
großen Festburg der „Congress Union Celle” gefeiert werden. Mittelpunkt des Festes war ein gro-
ßes vom Rt Graph-Kino inszeniertes Schauspiel um unseren Heimatdichter Otto Bögeholz, in dem
Sassen der Cell-Erika als Schauspieler auftraten.
In der folgenden Sippung wurde dann auch feierlich der „Allmutter Praga„ gedacht. Was wäre Schla-
raffia ohne sie? Anlässlich des 30-jährigen Bestehens unseres Reyches a.U. 131 wurde der Rt Don
Sevillo für seine 25-jährige Tätigkeit als Kantzler geehrt. A.U. 135 konnte die Cell-Erika ihre 999.
Sippung wiederum in der Festburg der „Congress Union Celle” mit vielen eingerittenen Sassen
feierlich begehen.
Unserem ErbO Graph-Kino konnten wir am 23.2. a.U. 137 zu 30 Jahrungen Oberschlaraffe gratulie-
ren. In den darauf folgenden Jahrungen mussten wir leider von vielen verdienten Sassen Abschied
nehmen, die gen Ahalla geritten waren, um an der ewigen Rittertafel Platz zu nehmen. Aber am
28.10. a.U. 141 gab es wieder einmal ein großes Fest. Es galt in der Festburg der „Congress Union
Celle” das 40-jährige Stiftungfest und den 195. Geburtstag von ES „Unser Otto” Bögeholz mit über
280 eingerittenen Sassen und ihren liebreizenden Burgfrauen befreundeter Reyche zu feiern.
Im Wechsel haben die Rtt Graph-Kino und Mach’mal ausgesuchte Texte von Otto Bögeholz vor-
getragen. Der anlässlich der 25-Jahr-Feier aufgelegt Band 1 Otto Bögeholz „Alles ist Gefühl” war
schnell vergriffen, es wurde eine Neuauflage gedruckt, die wiederum reißend Absatz fand. Band 2
Otto Bögeholz „Gefühl ist alles” erschien auf Initiative „Unseres lieben” Großfürsten Rt Monitor
a.U. 144.
Die Sippungsfolge der Cell-Erika besteht natürlich nicht nur aus Jubiläumsfeiern, es wird auch viel
ausgeritten. Ein Sippungsabend je Winterung wird immer wieder zu einem besonderen Höhepunkt,
das sind die wechselseitigen Reychseinritte der Brema und Cell-Erika. Möge diese 30-jährige Tradi-
tion noch lange fortbestehen.
Die Heideburg wurde a.U. 107 feierlich geweiht und ist zur Freude der Sassen bis heute mit schla-
raffischem Leben erfüllt. Unser Erzschlaraffe und ErbO Imperator Rex Graph-Kino machte den Vor-
stand des profanen Vereins „Schlaraffia Cell-Erika e.V.” darauf aufmerksam, dass der Eigentümer
des Hauses Schuhstr. 48 den Verkauf des Grundstücks fest geplant hat. Schnell wurde der Kauf des
Hauses in einer außerordentlichen Generalversammlung im Sommer 2002 beschlossen und von
den bevollmächtigten Rtt Stör-de-bäker und Don Immo-nett in die Tat umgesetzt.
Seit Ende a.U. 143 sippt die Cell-Erika nunmehr 6 Jahrungen in eigener Burg. Der in den letzten
30 Jahrungen in einem Burgbau-Fonds ersparte Mammon reichte für den Ankauf des historischen
Gebäudes in zentralster Lage von Celle nicht aus und so haben etliche Sassen durch viele Stunden
Eigenleistung sowie durch finanzielle Hilfen zum Ankauf der Immobilie und zum großen Aus- und
Umbau der Heideburg beigetragen.
Dadurch wurde die Zukunft des Reyches Cell-Erika gefestigt, zumal unser Großfürst, der Rt Don
Immo-nett, bereits Pate von 16 Sassen, ständig für Nachwuchs sorgt.
C h r o n i k B a n d I V d e r A l l s c h l a r a f f i a ® m i t I n h a l t s v e r z e i c h n i s d e r 4 C h r o n i k e n O s t e r m o n d 1 5 3 , L a n g s a m , P s e u d o - S c h w a b , T a u r r i e s e u s
347 Welfia zue Buchhorn
Bisher sind sie immer in die bayerischen Gefilde, zur Insulinde, geritten, jedoch mit zunehmendem
Alter und Bresthaftigkeit kam immer mehr der Wunsch auf, dass die aus der Gegend Ravensburg,
Friedrichshafen und Umland gen Lindau reitenden Sassen sich in Friedrichshafen eine eigene Burg
bauen wollten. So trafen sich 10 Ritter aus württembergischer Gemarkung und der Jk 22 von der
Insulinde am 16.11. a.U. 101 in der „Krone” in Friedrichshafen um die Gründung der „Gesellschaft
der Kunstfreunde e.V.” vorzunehmen. Während Rt MachKrach den administrativen Teil mit der Mut-
ter regelte, hatte Rt Quacal einen ehemaligen Eiskeller in der „Krone” entdeckt, und nach vielen
Mühen, Kosten, und enormer Eigenleistung hatte die Welfia ihre erste „Welfen-Burg” in der Schanz-
straße. Dort begann das schlaraffische Spiel mit der ersten Schlaraffiade am 27.5. a.U. 102. Schon
am 30.9. a.U. 102 erfolgte die Colonieerhebung vor 22 eigenen Sassen und 142 Gastrecken aus 38
Reychen. Die Burgweihe erfolgte am 14.10. a.U. 102 durch den OÄ Rt Singlaut und als dann am
11.05. a.U. 104 durch den ErbO A-Soo die Sanktion stattfand, ehren 315 Gastrecken aus 87 Reychen
und Colonien das neue Reych „Welfia zue Buchhorn am Bodensee” mit ihrem Besuch. Gar schnell
entwickelt sich reges schlaraffisches Leben: Man ringt um Faust-, Funke-, Tonheroen- und Heimat
– Ketten; ein Duell ist kein Problem bei dem ritterlichem Spiel und selbst eine Reychsfehde gen
„Am Stauffen” festigt die Bande der Freundschaft noch enger, ja, weit über die Nachbarreyche rings
um den Bodensee hinaus gehen sie: durch Germania, Austria, nach Helvetia, ja sogar Ahamerika.
Das 25. Stiftungsfest feiern die Welfen a.U. 127 mit ihren Freunden in der historischen Zehntscheuer
in Ravensburg. Drei Winterungen später muss allerdings die erste Welfen-Burg aufgegeben werden,
da der Eigentümer vom Hotel „Krone” den ehemaligen Eiskeller, der mit so viel Liebe und Engage-
ment zur ersten Welfen-Burg ausgebaut wurde, anderen Zwecken zuführen will.
Durch Vermittlung des Rt Wolke wird ein ebenbürtiger Kellerraum in FN-Ailingen im „Altes Rat-
haus” gefunden, schon bald gedeiht hier wieder unser schönes schlaraffisches Spiel. A.U. 138 bleibt
auch die Welfia nicht verschont von den Unbilden Ohos. Bei den Vorbereitungen zu einem neu-
en Burgvorhaben gelingt es nicht, eine einmütige Haltung der Sassen hierzu herbeizuführen. Die
Harmonie zerbricht und als Folge wenden sich einige Sassen von der Welfia ab mit dem Ziel einer
Reychsgründung in Ravensburg, was ihnen u.a. auch mit Hilfe ihres Mutterreyches Porta Alpina
Constantiae gelingt. Heute ist diese Krise längst überwunden, das schlaraffische Spiel in der Welfia
blüht wie eh und je. Neue Sassen wurden gewonnen, an der Junkertafel erfreuen sich zur Zeit 4
Junker und dank des Zugewinns mehrerer musikalischer Talente hat sich ein Reychsorchester gebil-
det, das nicht nur die eigenen Sassen, sondern sich auch in den Nachbarreychen großer Beliebtheit
erfreut, und somit auch zur Festigung der freundschaftlichen Bande beiträgt. Nun steht das Reych
der Welfen wieder vor einer neuen Burg: Im „Buchhorner Hof” in Friedrichshafen hat mit Beginn der
Winterung 148/149 in der „Buchhorn-Burg„ das schlaraffische Leben der Welfen neuen Aufschwung
genommen und auch hier erklingt wie einst das „Lied der Welfen”:
Wo trutzig sich die Burg erhebt,
Wo ein rot-silbern Band durchzieht,
die standhaft wehrt profanen Stürmen.
ein Spiel von ritterlichem Treiben.
Wo stolz das Löwenbanner weht,
Wo Kummer weicht und Trübsal flieht,
von steilen Zinnen, hohen Türmen.
wo Alltagssorgen draußen bleiben.
Dort ist die Feste ohne gleich,
Wo Frohsinn herrscht und Ernst zugleich,
dort ist der WELFEN allzeit fröhlich Reych:
dort ist der WELFEN stolzes Reych:
Uhu es ewig schirmen mög`: „Hie guat Welfia alleweg„ !
C h r o n i k B a n d I V d e r A l l s c h l a r a f f i a ® m i t I n h a l t s v e r z e i c h n i s d e r 4 C h r o n i k e n O s t e r m o n d 1 5 3 , L a n g s a m , P s e u d o - S c h w a b , T a u r r i e s e u s
Siehe auch: Otto Bögeholz — Der erfundene Heimatdichter. Die Legende des fiktiven Heimatdichters ist eng mit dem Reych Cell-Erika verbunden.