(1955) beging die Norimberga in den Büchersälen den Tag, an dem sie den
75. Jahresring schloß. In der Ladung, die auch in der Form wieder an die
Größe und den Glanz der alten Norimberga erinnerte, hIeß es:
Sieben lind ein halbes laltrzehnt si!td
Ullsere allzeyt frö/1lid1e Norilflberga,
der k Frage!,
l1at sie durdigestal1del1, die Jal1re des Friedens ebcl1so wie die
Jer/lre der Um'z;l1e ..... .
A. u. 97 (1956) brachte eine neue Burg in der Gaststätte "Vier
z.:iten". So Uhu will, wird es die lezte Notburg sein. A. u. 100 soll eine
auf dem Gelände der alten Sachsburg erstehen. Am 12. Ostermond a. u.
8) feierte das Reych die 2000. Sippung.
auf ein paar Seiten zusammengedrängt, 78 Jahre Geschichte der
Viele Namen fehlen. Einige Sassen, die über Jahrzehnte hin
dem
in selbstloser Weise gedient haben,
stellvertretend für alle
stehen: Unser Tamos der Drel1strol11er, Ping-Ping lj·:it delI'! gute/i
und
Hannibal das Goldlierz. ~-
Im Jahre 1959 wird Allschlaraffia 100 Jahre alt. Das Stiftungsfest soll in
den l'Vlauern Nürnbergs
werden. Die
weiß die Ehre zu
schätzen, die Legaten
gesamten Uhuversums in
Gemarkung be
zu dürfen, in Nümberg, der alten Reydlsstadt, von der Ehrensdl1araffe
Parsival seinen Hans Sadls
läßt:
Wie friedsam treu er SttteH
getrost 111 Tat und Werk
Liegt nidit il1 Deutsdilmtds Mitte,t
meil1 liebes Nuerel1berg!
Ni'. 18 Elvi 0 N A (LaibacbJ lugost) auch
Nr. 154 A E MON A
(Ljubljana)
gegründet 7. 10. a. U. 21 (1880) bzw. 20. 2. a. u. 46 (1905)
Die Emona wurde am 7. des Lethemonds 1580
durch Ritter der Reyche Grazia und Sempronia ge
Mit jugendlicher Begeisterung stürzte man
sich in die geöffneten Schranken und rang um
preis, und mandl echt schlaraffische Tat gibt Kunde,
vom echt schlaraffischen Geiste. der in der neuen
Gemeinde herrschte. So gründete am 11. des Lethe
monds 1581 der Ritter POCOpiH das h. Reych
Dodl 1587 verschwindet die Emona vollständig aus
der Stammrolle. Sang- und klanglos war sie
Der Wiederauferstehung des
stellten sich gar manche Hindernisse
entgegen, doch immer wieder machten sich bewährte Recken an die Arbeit.
Nach 15 Jahren wurde das h. Reych Grazia gebeten, die Mutterstelle zu
übernehmen, und am 20. des Hornungs a. u. 46 (1905) konnte das schlaraf~
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fische Banner neuerlich aufgepflanzt und das Reych Nr. 154 Aemona gegründet
werden. Am 29. des Brachmonds a. u. 48 (1907) führte das Reych in Veldes
(Oberkrain) ein Sommerfest der südlichen Reyche durch, das einen glänzenden
Verlauf nahm. Am 5. des Ostermonds a. u. 79 (1938) ist die Aemona aus
dem Verbande Allschlaraffia ausgetreten. In den Stammrollen a. u. 100 (1959)
werden in bestehenden Reychen erwähnt: Sieben seßhafte und drei fahrende
Sassen.
Nr. 19 TU R leE N S I S (Zürich, Schweiz)
gegründet 5. 10. a. u. 21 (1880)
Am 5. 10. 15 SO hat Graf Blol1del der
zusammen mit bedeutenden Persönlichkeiten der Stadt
Zürich die "Turicia" gegründet. Der Name wurde
später in "Turicensis" umgeschrieben, um dem kor~
rekten Latein Genüge zu tun. ,~1utterreych war die
h. Wratislavia. Aus der Turiccnsis hinwiederum sind
10 Tochterreyche hervorgegangen: a. u. 45 (1904)
die h. Gallia Helvetica und a. u. 93 (1952) die h.
Aquae Helveticae! Dann die indessen erloschenen
Reyche oder Reyche, die infolge großer, räumlicher Trennung sidl eine ,,fremde"
Mutter zulegten: 1581 die h. Onoldia und die h. Strasseburgia. 1582 die
h. Mediolana, 1583 die h. Assindia, 1585 die h. Novum Strelitium, 1586 die
h. Metis, 1587 die h. Aquisgranum und a. u. ;, (1914) die h. Castrum
Bonnense.
Daß der zündende Uhufunke von Zürich in so manche andere Stadt über~
sprang, mag beweisen. wie das stolze und stets vürnehme Reych an der
Ummat nadl allen Himmelsrichtungen hin enge, schlaraffisme Beziehungen
unterhielt. Diese Tatsache wurde auch in den berühmten, allschlaraffismen
Sommerfesten a. u. 39 (1898), 46 (1905) und 68 (1927) sichtbar, mit Einritten
aus über 100 Reymen, Dampferfahrten auf dem Zürimsee, Dampfroßfahrten
auf die Jungfrau und ArtiJ1cium ignis in Interlaken.
Das große Ereignis in der Geschichte war jedoch unbestritten das VIII. Concil
vom 16. bis 18. des Brammondes a. u. 55 (1914) in der Tonhalle. 198 ritter
lime Legaten oder Abgesandte waren zugegen mit einem Begleittroß von
insgesamt 1700 Köpfen. Im Theater der Stadt Zürich fand eine gar ergötz~
liche, smlaraffisme Festvorstellung statt: "Schirin und Gertraute" . Es war
dies die wunderlime Gesmimte des Grafen von Gleichen, welmer zur Zeit
der Kreuzzüge gelebt und nebeneinander zwei Ehefrauen besessen haben solL
Ein Wendepunkt in der Erlebnisfolge der Turicensis bedeutete die am
23. des Eismondes in Zürid1 erstmals durmgeführte "Helvetisdle FreuJ1d~
schaftssippung",
die
zur
unvermeidlichen
Gründung
des
Helvetismen
Landesverbandes führte. Längst waren die Reyche im Norden und Osten
fast alle untergegangen, nicht immer bloß der Not gehormend und
oft von sonderbaren Geräusmen begleitet, die man heute noch im wohl intak
testen und vielseitigsten Archiv der Turicensis in mancherlei Pamphleten und
Rundsendboten abhören kann. Wiederholt war die T uricensis aufgefordert
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