406 Am Silbersee
Nachdem einige Jahre zuvor das h. Reych Fort Okanagan (387) sanktioniert worden war, kreiste a.U.
126 der Uhu wieder über dem Okanagan-See in der kanadischen Provinz British Columbia. Sechzig
Kilometer weiter nördlich, in der profanen Stadt Vernon, fand er geeignetes Material, um mit einer
Neugründung zu beginnen. Die Rtt Lyr-A-Lux, Huck-im-Busch, Turno, Zick-Zack und Schlimskie,
durchweg EZ der h. Fort Okanagan sowie Rt Pfuideifi trafen sich den Räumen der Handelskammer
in Vernon im Hornung a.U. 126.
Sie alle wohnten im profanen Vernon, und man wusste nur zu gut, wie schwierig es oft war, in den
Wintermonaten bei Eis, Schnee und Nebel die Strecke nach Kelowna zum Reych Fort Okanagan
zu bewältigen. Schon in der Winterung a.U. 126/127 zählte der Stammtisch bereits 6 Ritter und 10
Edle. Im Wonnemond a.U. 126 erteilte der ASR die Bewilligung zum Feldlager. Der erste Schritt war
getan.
Von Anfang an bestand eine gewisse Begeisterung für ES Old Shatterhand und den wilden Westen,
und auf Anregung von wld Rt Kow Boy (337), einem späteren Ehrenritter des Reyches, beschlossen
die Freunde, falls es dazu kommen sollte, ihr Reych „Am Silbersee” zu nennen, denn Vernon liegt ja
direkt an dem herrlichen See, der wie Silber glänzt.
Das Reych Fort Okanagan nahm natürlich mit „Freuden und sofort” die Mutterschaft an, und so
konnte es nun richtig vorwärts gehen. Im Herbstmond a.U. 127 erteilte der ASR die Gründungsbe-
willigung, und die Gründungsfeier wurde am 9. V. a.U. 128 durchgeführt. Die junge Colonie erhielt
die Reychsnummer 406.
Während der Sommerung waren alle Mitglieder voll ausgelastet, denn man hatte beschlossen, sich
eine eigene Burg zu schaffen. Zu diesem Zwecke wurde ein großer Wohnwagen gekauft, der auf
einem gepachteten Grundstück mit direktem Blick auf den „Silbersee” stand. Nun hieß es diesen
Wohnwagen in eine Burg umzuwandeln, was den Freunden bestens gelang.
Der feierliche Festakt der Sanktion wurde von ASR Jan Maat am 1.10. a.U. 130 vollzogen. Die Fest-
burg war mit Sassen und Burgfrauen gefüllt; alle 5 Landesverbände waren vertreten. Von nun an
wurde „Am Silbersee” fröhlich gesippt, die Einritte waren zahlreich und die Sassenschaft sah zuver-
sichtlich der Zukunft entgegen.
Doch im Laufe der Jahre kamen leider dunkle Wolken auf. Das Grundstück, auf dem die Burg stand,
wurde verkauft, und der neue Besitzer bestand darauf, dass der Wohnwagen, also die Burg, entfernt
werden musste. Man zog die Burg kurzerhand etwa 50 km gen Norden an den Shuswap-See. Leider
war das keine gute Lösung, denn nun lag die Burg für viele Sassen zu weit entfernt, zumal in dieser
Gegend ein weiteres Reych, die h. Kamlupsia, im Entstehen begriffen war. Der Sippungsbesuch
ließ nach. Man zog die Burg wieder zurück gen Süden, aber es war schon zu spät. Durch Ahalla-
ritte, Überalterung und Unstimmigkeiten unter der Sassenschaft litt das Reych schwer. Zu allem
Überfluss noch hob ein Wirbelsturm die Burg von den Fundamenten, so dass viel Arbeit geleistet
werden musste, um sie wieder herzurichten. Die noch aktiven Freunde gaben sich große Mühe um
Nachwuchs zu finden; es war schwierig und letzten Endes nicht möglich.
Im Windmond a.U. 148 trafen sich die Sassen ein letztes Mal und man beschloss, das Reych frei-
willig aufzulösen. So endet leider die Chronik des einst so vielversprechenden Reyches „Am Silber-
see”.
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407 Am Kap der Guten Hoffnung
Das profane Jahr 1981 brachte die Familie Fuchs in das uhufinstere Kapstadt in Südafrika. Herr
Fuchs, Rt Goldschnitt der Lethefreund war Sasse des h.R. Carolsuhu (49). Noch vor seiner Ankunft
in Kapstadt, trug er sich mit den Gedanken, ein Uhunest im südlichsten Zipfel Afrikas zu gründen.
Kontakte zum h.R. Castellum Auri Africae wurden gelegt. Rt Goldschnitt versammelte eine Schar
interessierter Herren um sich und gründete einen Stammtisch. Unter der kleinen Schar befanden
sich auch zwei Schlaraffen: Rt Don Alphonso der Bettenscheich (54) und der Rt S‘amour-Ei der noc-
turne Lukull (25). Aus dem Stammtisch wurde ein Feldlager und man traf sich fortan jeden zweiten
Freitag. Im Eismond a.U. 125 wurde Rt Goldschnitt Sasse des h. R. Castellum Auri Africae.
Sassen des zukünftigen Mutterreiches (Castellum Auri Africae) und Schwesternreyche (Castra Prae-
toria und Große Gold Grube) waren oft zu Gast im Uhunest am Kap und am 20.9. a.U. 127 fand die
feierliche Coloniegründung statt. Der Thron bestand aus den Rtt Goldschnitt als OÄ, Don Alphonso
als OI und S‘amour-Ei als OK. Eine stattliche Anzahl Ritter aus dem Uhuversum kamen zu diesem
Anlass zum ersten Male an das Kap. Regelmäßige Einritte aus dem weiten Uhuversum halfen, den
Kontakt mit diesem aufrecht zu erhalten.
Endlich, am 29.10. a.U. 129 fand die Sanktionierung durch ASR Rt Musi der Filius (24) in einer gar
feierlichen Weise statt. Wiederum konnte das jüngste Reich viele alte und neue Schlaraffenfreunde
bei sich begrüßen. Die ursprüngliche Sassenzahl von ca. 27, schrumpfte in den darauffolgenden
Jahren auf ca. 20 Sassen zusammen. Da das Reich keine feste Burg hatte, wurde in verschiedenen
Hotels, Heimburgen und unter anderem auch in einem Schützenhaus in der Tokai, fröhlich gesippt.
Am 12.9. a.U. 138 wurde durch den ASR Rt Calvados der brennte Apfel (4) dem Reich am Kap der
AHA-Orden verliehen. Unzählige Freunde aus dem Uhuversum waren zu diesem Anlass wieder an
das schöne Kap gekommen.
In der Jahrung a.U. 144 fand das Reich eine neue Heimstatt in der Freimaurer-Großloge, die sich
direkt im Zentrum von Kapstadt befindet. Anfangs wurde in einem der Sitzungsräume der Freimau-
rerloge gesippt, das Reich musste vor jeder Sippung den profanen Raum für die Sippung schmü-
cken. Am 12.5. a.U. 147 konnte die neue Proteen-Burg, ebenfalls im Gebäude der Freimaurerloge
von Kapstadt, durch OÄ Rt Corium geweiht werden. Durch viele fleißige Hände und Mammon
Spenden wurde die Burg ein kleines Juwel, wo das Sippen nun noch mehr Spaß bereitet.
Nun wird in dieser Burg, die das Reich für längere Zeit gemietet hat, gesippt. Mit dieser festen Burg
erhofft man sich, dass das Reich den Sassenstand in den kommenden Jahren erweitern kann.
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