Reych Nr. 229

Schönberg, Arnold

Unbekannt ·S-U

Beschreibung

Schönberg, Arnold Prof.
Titel: Zwölfton
Reych: Nr. 229 Losangela California (Los Angeles)
Geb.: 13.09.1874 in Wien
Gest.: 13.07.1951 in Los Angeles

Volltext

österreichischer Komponist, Maler, Musiktheoretiker Das musikalische Schaffen von Arnold Schönberg kann man in drei Perioden einteilen. In der ersten, neuromantischen Periode war sein Hauptwerk das Kammermusik-Streichsextet „Verklärte Nacht" op. 4 (1899, auch für Streichorchester), die sinfonische Dichtung „Pelleas und Melisande" op. 6 (1903), das Chorwerk mit Soli, Chor und Orchester „Gurrelieder", die 1913 aufgeführt wurden, und ein „Streichquartett in D-Moll op. 7". In der zweiten, expressionistischen Periode strebte er nach einem neuen musikalischen Ausdruck, indem er sich von den überkommenen Bindungen loslöste und die bis dahin gültigen Gesetze der Melodiebildung preisgab und Konsonanzen und Dissonanzen gleichwertig einsetzte. In diese Zeit fallen die „Kammersinfonie op. 9" (1906), „2. Streichquartett Fis- Moll op. 10'' mit Sopransolo auf Gedichte von Stefan George, „5 Orchesterstücke op. 16" (1912), „Pierrot lunaire" für Sprechstimme und Kammermusik op. 21" (1914). In der dritten Schaffenszeit gelangte er zu einer völlig neuen Gestaltungsweise, der „Zwölftonmusik". Hierbei wird für jedes Musikstück aus den 12 Tönen der chromatischen Tonordnung eine „Grundgestalt" aufgestellt, aus deren Durchführung und Verarbeitung das Musikstück ohne Rücksicht auf die bislang in der abendländischen Musik geltenden Gesetze der Dreiklangharmonik entsteht. Werke in dieser Richtung sind seine „Klavierstücke op. 23 und op. 33", „Kammermusik op. 24,25,26 U. 29", das „3. Streichquartett op. 30" (1927), „Variationen für Orchester op. 31" (1929) und die Oper „Von Heut auf Morgen" (Text von Max Blonda, 1930). 1925 wurde er Direktor für Kompositionen an der Preußischen Akademie der Künste. 1933 emigrierte Schönberg in die USA nach Boston/Mass., dann nach Los Angeles/Kalifomien, wo er zehn Jahre als Professor wirkte und nebenbei Privatunterricht gab. (Text: N.N. / Das Blaue Buch)
Quelle: Mediathek Schlaraffia Arnstadt